APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Kern, Pilz und Doskozil aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 17.02.2017 bis 23.02.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Am Ende der vergangenen Woche stattete Kern Serbien einen offiziellen Besuch ab. Bei seinem Treffen mit Ministerpräsident Aleksandar Vucic betonte Kern Österreichs „maximales Interesse“ an einer „konsequenten EU-Beitrittsperspektive“ Serbiens. "Wir sehen Serbien als natürlichen Partner der EU", so der österreichische Regierungschef.

Am Dienstag wurde im Ministerrat der Beschäftigungsbonus beschlossen, von dem sich die Regierung große Effekte erwartet. Zwei Milliarden Euro sind dafür budgetiert, Bundeskanzler Kern und Vizekanzler Mitterlehner (ÖVP) gehen von der Schaffung von bis zu 160.000 neuen Arbeitsplätzen aus. Gleichzeit verteidigte Kern die Beschränkung der Maßnahme auf Jobeinsteiger „mit Wohnsitz in Österreich“. Er geht davon aus, dass die Regelung europarechtlich halten wird, und verwies dabei auf die umstrittene deutsche Pkw-Maut, die von Brüssel akzeptiert worden sei. Die Reaktionen der Opposition fielen unterschiedlich aus. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sprach von einem „löblichen Versuch“. Die Neos kritisierten den Beschäftigungsbonus als EU-feindlich. Das Team Stronach fürchtet, dass ein „bürokratisches Ungeheuer“ gezüchtet werde.

Thema der Woche war die Strafanzeige gegen Airbus Defence und die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH wegen des begründenden Verdachts auf Betrug und irrlistige Täuschung beim Eurofighter-Verkauf an die Republik Österreich. Am Donnerstagvormittag verkündete das Kanzleramt, dass "auf Ersuchen von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil der Nationale Sicherheitsrat zum Thema Luftraumüberwachung einberufen" werde. "Ich möchte dem dringenden Wunsch nach Detailinformationen zur Strafanzeige und dem Vergleich aus 2007 sehr gerne nachkommen und werde daher diesem hochrangigen Gremium die diesbezüglichen Unterlagen vorlegen", so Bundeskanzler Kern.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der burgenländische Landesrat Norbert Darabos (SPÖ) auf Position sechs im Ranking.

Der ehemalige Verteidigungsminister wies die Kritik an seiner Verhandlungsführung rund um den Eurofighter-Vergleich im Jahr 2007 zurück. Er stehe zum damaligen Kompromiss, statt Kampfflugzeugen der Tranche 2 solche aus der Tranche 1 zu kaufen. Letztere sei so gut wie die erste gewesen, so Darabos im ORF-„Report“. Gleichzeitig betonte Darabos, er habe weder dem Hersteller im Jahr 2007 eine "Rutsche gelegt", noch sei es Teil des Deals mit EADS gewesen, den U-Ausschuss abzudrehen. Ob und wann es zu einer Neuauflage des Eurofighter U-Ausschusses kommt steht noch nicht fest. ÖVP-Generalsekretär Werner Amon ist "grundsätzlich für eine Untersuchung". Er forderte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) auf, den vom damaligen Minister Norbert Darabos im Jahre 2007 ausverhandelten Vergleichsvertrag mit dem Jet-Hersteller "auf den Tisch" zu legen.

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