• 23.02.2017, 12:27:10
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  • OTS0147

LR Anschober: Handwerkerbonus nicht streichen, sondern durch Steuerbefreiung für Sanierungsoffensive verbessern

Regierung muss Chance auf tausende neue Jobs plus Klimaschutz plus Pfusch-Rückgang nützen

Utl.: Regierung muss Chance auf tausende neue Jobs plus Klimaschutz
plus Pfusch-Rückgang nützen =

Linz (OTS) - Nach der Ankündigung von Finanzminister Schelling für
ein Aus des Handwerkerbonus, macht oö. Landesrat Rudi Anschober Druck
auf die Regierung für einen attraktiveren Ersatz:
„Der Handwerkerbonus darf nicht einfach auslaufen, sondern muss
ersetzt werden durch ein in mehreren EU-Staaten bereits bewährtes
Anreizmodell für Sanierungen. Meine Forderung ist eine
Sanierungsoffensive bei Wohnungen und Häusern durch eine Reduktion
der Umsatzsteuer auf 1% begrenzt auf vorerst 1,5 Jahre. Das wäre eine
Win-Win-Win-Situation: Vervielfachung der Sanierungen, Rückgang bei
Pfusch, Zunahme an Jobs, Energieeinsparung - und sogar Mehreinnahmen.
Mein erster Appell dazu wurde von der Bundesregierung 2015 ohne echte
Begründung abgelehnt - ich hoffe, die aktuelle Bundesregierung setzt
sich nun konstruktiv mit diesem international erfolgreichen Konzept
auseinander."
Die Sanierungsoffensive durch Entfall eines Großteils der
Umsatzsteuer soll anstatt des Handwerkerbonus, der wenig Impuls
bringt und vor allem einen Mitnahmeeffekt darstellt, eine viel
attraktivere Förderung bringen.
Dieses Modell wird in Luxemburg, Frankreich, Belgien und Italien seit
Jahren erfolgreich angewendet und auch von Teilen der betroffenen
Branchen in Österreich getroffen.
Die oben genannten Mitgliedstaaten der EU zeigen, dass das Modell
europarechtskonform ist und dass es die Sanierungen massiv
stimulieren würde. Davon würden wirtschaftlich vor allem die
regionale Bauwirtschaft, Produzenten von Dämmmaterial, Fensterfirmen
und das regionale Handwerk profitieren, die Wertschöpfung bleibt
praktisch vollständig in der Region.
Eine von Anschober in Auftrag gegebene Studie der Uni Linz aus dem
Jahr 2015 hat belegt, dass mit der - teilweisen - Steuerbefreiung
eine massive Erhöhung der Sanierungen von 30-40% verbunden wäre, bis
zu 2.400 neue Jobs geschaffen werden könnten, der Pfusch in diesem
Bereich halbiert und durch die Erhöhung der Sanierungen sogar der
Finanzminister von Steuer-Mehreinnahmen in der Höhe von rund 30 Mio.
Euro profitieren würde.
Anschober abschließend: „Durch die thermische Sanierung von Häusern
und Wohnungen wird der Energieverbrauch für die Wärmeerzeugung im
Schnitt auf ein Drittel bis ein Viertel gesenkt - ebenso die Kosten.
Zudem sind die Innenräume auch besser vor Hitze im Sommer geschützt.
Das freut nicht nur die Geldbörsen, sondern auch das Klima!"

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