• 23.02.2017, 09:28:43
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  • OTS0031

VP-Benger: „Wir werden Guggi vermissen!“

Kärntner Volkspartei trauert um Leopold „Guggi“ Guggenberger. Parteiobmann Benger und Clubobmann Hueter in großer Trauer und tief betroffen.

Utl.: Kärntner Volkspartei trauert um Leopold „Guggi“ Guggenberger.
Parteiobmann Benger und Clubobmann Hueter in großer Trauer und
tief betroffen. =

Klagenfurt (OTS) - Die Kärntner Volkspartei trauert um den
langjährigen Bürgermeister der Stadt Klagenfurt, Leopold „Guggi“
Guggenberger. „Mit Leopold Guggenberger ist ein großer Mann gegangen.
Er hat es wie kaum jemand anderes geschafft, bei aller Sachlichkeit,
immer das Herz mitsprechen zu lassen, und hat damit die Menschen
angesprochen und bei ihnen Gehör gefunden. Leopold Guggenberger war
Herzblut-Politiker, der seine Stadt und alles, was er tat, über alles
liebte“, sagt Kärntens VP-Chef Christian Benger in einer ersten
Reaktion.

Die Volkspartei verliere mit Guggenberger eine Größe, einen treuen
und einen für die Gesinnungsgemeinschaft immer engagierten
Mitstreiter, Wegbegleiter und Wegbereiter. „Leopold Guggenberger hat
mit Umsicht und Weitsicht die Geschicke der Stadt Klagenfurt
geleitet. Er war auch in seiner Amtsführung als Bürgermeister für
viele Kollegen über alle Parteigrenzen hinweg ein Vorbild“, bestätigt
VP-Clubobmann Ferdinand Hueter.

Schon sein Lebenslauf belege die Geradlinigkeit und Hartnäckigkeit
des Menschen Leopold Guggenberger. Auch Schicksalsschläge, wie der
Tod seiner ersten Frau, haben das Leben des ehemaligen Klagenfurter
Bürgermeisters geprägt, aber ihn nie aufgeben lassen. „Guggi war
erfolgreich, liebenswert und eine starke Persönlichkeit. Wir werden
in vermissen“, sagt Benger.

„Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten nun seiner Frau und
seinen Kindern. Leopold Guggenberger hat Zeichen gesetzt und seine
Spur hinterlassen. Das sollte allen ein Trost sein“, hält Hueter
fest.

Mag. Leopold Guggenberger,
geb. 8. September 1918 in Tulbing in Niederösterreich
Beruflicher Werdegang
• Schottengymnasium Wien (Matura 1936)
• Studium der Rechte (Referendarprüfung 1941)
• Referendar und Assessor beim Oberlandesgericht Wien, 1945
• Landesbeamter in Kärnten 1945-1966 – Sicherheitsdirektion,
Gewerbeabteilung, Verkehrsabteilung
• Hofrat, 1963

Politische Funktionen
• Reichsbund der Katholisch-deutschen Jugend Österreichs 1932–1938
• Mitglied des ÖAAB seit 1945
• Vorsitzender der Gewerkschaft der Öffentlich Bediensteten im
Landesvorstand Kärnten 1946
• Obmannstellvertreter der Personalvertreter beim Amt der Kärntner
Landesregierung 1949–1963
• Bezirksgruppenobmann des ÖAAB Klagenfurt/Stadt 1963
• Abgeordneter zum Nationalrat, ÖVP 1966-1970
• Abgeordneter zum Kärntner Landtag 1970–1979
• Bürgermeister der Landeshauptstadt Klagenfurt 1973–1997
• Vorstandsmitglied der ÖVP Klagenfurt 1970–1997
• Ehrenobmann der ÖVP Klagenfurt seit 1996

Katholische Studentenverbindungen
Österreichischer Cartellverband (ÖCV):
• Mitglied in der katholischen Hochschulverbindung im CV, K.Ö.H.V.
Rudolfina zu Wien, 1936
• Ehrenmitglied der K.Ö.H.V. Carinthia zu Klagenfurt 1972

Mittelschüler Cartellverband (MKV):
• KÖStV Gothia Althofen
• KÖStV Karantania zu Klagenfurt
• KÖStV Babenberg zu Klagenfurt
• KÖStV GRAL zu Klagenfurt

Ehrenamtliche Tätigkeiten
Marine Kameradschaft „Admiral Sterneck“, Österreichischer
Marineverband (ÖMV)
u.v.m.

Auszeichnungen
Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik
Österreich, 1988
Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik
Österreich, 1993
Ehrenbürger von Klagenfurt am Wörthersee, 1997
Ehrenbürgerschaft von Dachau

Historie
Leopold Guggenberger besuchte in Wien nach der Volksschule das
Schottengymnasium. Als Leiter der Wiener Organisation des
ÖJV-Studenten-Freikorps agitierte er zuerst in Wien, später in
Salzburg gegen die Nationalsozialistische Bewegung. Nach Verhören
durch die Gestapo entging Guggenberger nur knapp der Einlieferung in
das KZ Dachau. Vor und während seines Militärdienstes in der
Deutschen Wehrmacht studierte er an der Universität Wien
Rechtswissenschaften.
Nach dem Studium wurde er Referendar und Assessor beim
Oberlandesgericht Wien. 1945 wechselte er nach Kärnten und wurde
Landesbeamter. 1966 übersiedelte Guggenberger nach Wien und war bis
1970 Abgeordneter der ÖVP im österreichischen Nationalrat. 1970 zog
es ihn wieder zurück nach Klagenfurt, wo er 1973 zum Bürgermeister
gewählt wurde.
In seiner Amtszeit als Bürgermeister der Landeshauptstadt Klagenfurt
kam es beispielsweise zum Ausbau der Schulen und Kindergärten, zum
Bau der Autobahnumfahrung von Klagenfurt und der Stadtgalerie. Unter
Guggenberger erhielt Klagenfurt 1986 den Europapreis und schloss
Städtepartnerschaften mit Czernowitz, Dachau, Duschanbe,
Nazareth-Illit, Rzeszów, Sibiu, Tarragona und Zalaegerszeg. Bei der
ersten Bürgermeister-Direktwahl im Jahre 1991 wurde Guggenberger in
der Stichwahl mit 52,7 % der Stimmen neuerlich zum Bürgermeister
gewählt. 1996 wurde er zum Ehrenobmann der Klagenfurter Volkspartei
ernannt. Mit seiner 25-jährigen Amtszeit war Leopold Guggenberger
seit der ersten Wahl eines Klagenfurter Bürgermeisters im Jahre 1850
das am längsten regierende Stadtoberhaupt der Landeshauptstadt und
wurde seit dem von den Stadtbürgern liebevoll „Guggi“ genannt.

(Schluss)

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