Tag der Kriminalitätsopfer 2017

Maßnahmen gegen Hasskriminalität im Fokus

Wien (OTS) - "Wenn aus Hass Verbrechen werden“ – war das Thema des diesjährigen Tages der Kriminalitätsopfer, der vom Innenministerium gemeinsam mit der Verbrechensopferhilfeorganisation WEISSER RING heuer zum 7. Mal veranstaltet wurde. Im Fokus standen wirksame Maßnahmen gegen Hasskriminalität. „Es gibt eine klare Grenze zwischen Meinungsfreiheit und strafbaren Äußerungen, die nicht überschritten werden darf. Äußerungen in der virtuellen Welt haben oftmals sogar Straftaten in der Realität zur Folge. Deshalb darf Hass im Netz nicht nur als Verrohung der Sprache abgetan werden“, sagte Mag. Peter Gridling, Direktor des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung bei der Eröffnung der Veranstaltung. Mag.a Muna Duzdar, Staatssekretärin für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitalisierung, verwies in diesem Zusammenhang auf die Initiative #GegenHassimNetz: „Der Hass im Netz nimmt seit einiger Zeit in den Social-Media-Netzwerken stark zu und überschreit dabei oftmals die Grenzen der Meinungsfreiheit. In der Bevölkerung wird damit ein Gefühl der Angst und der Verunsicherung geschürt. Neben der Bewusstseinsbildung durch die Initiative #GegenHassimNetz, muss es von Seiten der Politik auch konkrete Maßnahmen geben, wie etwa die Meldestelle, die wir in diesem Halbjahr am BKA noch einrichten werden.“

Familien- und Jugendministerin MMag.a Dr.in Sophie Karmasin betonte, dass vor allem junge Menschen von Hasskriminalität betroffen sind:
„Wir möchten besonders junge Menschen darin bestärken, sich gegen Diskriminierung und Hasskriminalität zur Wehr zu setzen und sich für Menschenrechte zu engagieren. Das Bundesministerium für Familien und Jugend unterstützt zahlreiche Projekte und Initiativen, die den jungen Menschen Medienkompetenz und den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet vermitteln. Das schafft Sensibilität für Hassverbrechen und dessen Folgen und Opfer.“

Neben der konsequenten Prävention und der Verfolgung von Straftaten sei es vor allem wichtig, jenen zu helfen, die Opfer von Straftaten geworden sind, sagte Sozialminister Alois Stöger und verwies auf das Verbrechensopfergesetz, das im vergangenen Jahr novelliert wurde. „Mit dem Verbrechensopfergesetz haben wir die Möglichkeit zur Förderung von Projekten geschaffen, die der Beratung, Betreuung und Unterstützung von Verbrechensopfern dienen. Damit ermöglichen wir Einrichtungen wie dem WEISSEN RING ihre Hilfsangebote auszuweiten“, sagte Stöger. Justizminister Mag. Wolfgang Brandstetter betonte die Wichtigkeit des Tages der Kriminalitätsopfer: "Da der österreichischen Strafjustiz Schutz und Hilfe für Deliktsopfer schon seit vielen Jahren ein ganz besonderes Anliegen sind, unterstützen wir diese jährlichen Veranstaltungen des Bundesministeriums für Inneres und des WEISSEN RINGS sehr gerne. Initiativen wie diese rücken jene in den Mittelpunkt, die öffentlich oft zu wenig Beachtung erfahren."

Vertreter des WEISSEN RINGES, der IG Soziologie Forschung, der Zara-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, der ISPA – Internet Service Providers Austria sowie die Journalistin Mag.a Ingrid Brodnig zeigten auf, dass es verschiedene Möglichkeiten für Opfer gibt und sie nicht hilflos Hasskriminalität gegenüberstehen. Darüber hinaus wurden praktische und juristische Beispiele erläutert und verschiedene Handlungsanleitungen und Maßnahmen aufgezeigt.

Tag der Kriminalitätsopfer

In einigen europäischen Ländern wird der 22. Februar alljährlich von Opferhilfeorganisationen als "Tag der Kriminalitätsopfer" begangen, um auf die persönliche, wirtschaftliche und rechtliche Situation der durch strafbare Handlungen geschädigten Menschen aufmerksam zu machen. Am 22. Februar 2011 wurde in Österreich erstmals der "Tag der Kriminalitätsopfer" veranstaltet. Die damalige Innenministerin Dr.in Maria Fekter hat die Anregung des WEISSEN RINGS aufgenommen, diesen Tag künftig gemeinsam mit dem BMI zu veranstalten. Diese Initiative wurde von Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka fortgeführt. Diese Veranstaltungen sollen das öffentliche Bewusstsein für die Situation von Kriminalitätsopfern stärken und Opfer dazu motivieren, Hilfe von einschlägigen Einrichtungen in Anspruch zu nehmen.

Weiterführende Links:
ISPA Internet Service Providers Austria:
https://www.ispa.at/themen/unsere-themenbereiche.html,
SAFER Internet: https://www.saferinternet.at/,
WEISSER RING: http://www.weisser-ring.at/
ZARA Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit: https://www.zara.or.at/

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Inneres
Kompetenzcenter Kommunikation
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pressestelle@bmi.gv.at
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WEISSER RING – Verbrechensopferhilfe
Mag.a Annemarie Mitterhofer
Öffentlichkeitskeitsarbeit
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Mobil: +43 699 134 34 021
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