• 22.02.2017, 12:19:27
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Nepp warnt: Erneutes Frankenrisiko droht der Stadt Wien

Stadträtin Brauner muss CHF-Spekulationen beenden

Utl.: Stadträtin Brauner muss CHF-Spekulationen beenden =

Wien (OTS) - Wie aus den Berichten der Schweizerischen Nationalbank
(SNB) ersichtlich, hat die SNB schon im Jahr 2016 durchschnittlich
1,2 Mrd. CHF pro Woche in die Stützung des Euros investiert, um einen
weiter steigenden Franken zu verhindern. Wie die Nachrichtenagentur
Reuters aktuell berichtet, hat die SNB jüngsten Daten zufolge erneut
mit milliardenschweren Devisenkäufen zugunsten eines schwächeren
Franken interveniert. Das geht aus den am Montag veröffentlichen
Sichteinlagen von Bund und Banken bei der SNB hervor. Seit
Jahresbeginn 2017 beläuft sich der Zuwachs auf weitere rund 15 Mrd.
Franken. Somit hat die SNB seit Beginn 2016 bis zu 80 Mrd. Franken in
die Stützung des Euros investiert.

„Wenn wir uns diese Zahlen und Fakten ansehen, erinnert das frappant
an die Situation Ende 2014 Anfang 2015. Auch hier wurden im Vorfeld
der massiven Frankenaufwertung vom 15.01.2015 verzweifelte
Stützungsmaßnahmen durch die Schweizerische Nationalbank
durchgeführt“, analysiert Dominik Nepp, Klubobmann der FPÖ-Wien.

Die permantenten Stützungsaktionen konnten aber nicht durchgehalten
werden, sodass die SNB diese schließlich aufgeben musste. Das
Resultat war ein sprunghafter, enormer Anstieg des Franken zum Euro
und dadurch ein hoher Verlust der Frankenverbindlichkeit der Stadt
Wien. Dieser Verlust erreichte im Höchst einen Wert von rund 700 Mio.
Euro.

„Frau Brauner und die Regierung der Stadt Wien sind nun gefordert.
Endlich müssen unsere Vorschläge zur massiven Reduzierung des
Fremdwährungsrisikos umgesetzt werden. Wir warnen schon seit 2012
laufend vor dem exorbitant hohen Frankenrisiko für die Stadt Wien und
haben deshalb – in Zusammenarbeit mit internationalen Banken –
verschiedene Absicherungsstrategien vorgeschlagen. Nur diese können
die Bundeshauptstadt vor einem weiteren massiven Verlust aus der
Schweizer Franken Position schützen“, ist Nepp überzeugt. (Schluss)

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