• 21.02.2017, 09:48:31
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  • OTS0033

Herausfordernder Winter für Tirols Touristiker

Innsbruck (OTS) - Die Wintersaison 2016/17 ist für Tirols
Wintertourismus, wie erwartet, keine einfache: Zur Halbzeit gibt es
im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge bei den Übernachtungen um rund
400.000 (-3,7%) auf 10,7 Millionen. Die Ankünfte haben im Zeitraum
November 2016 bis Jänner 2017 um 100.000 (-3,8%) auf 2,6 Millionen
abgenommen. Die Aufenthaltsdauer ist konstant geblieben und liegt bei
durchschnittlich 4,2 Tagen. Aufgrund der insgesamt ungünstigen
Ferienkonstellation in Europa sind auch die Erwartungen für die
zweite Saisonhälfte verhalten.

Zwar hat sich der Jänner 2017 im Vergleich zum Vorjahr mit einem
Nächtigungsplus von 2,0 Prozent positiv entwickelt, die Rückgänge aus
dem November und Dezember 2016 konnten damit allerdings nicht
kompensiert werden. Im bisherigen Winter verzeichnen wichtige
Quellmärkte die zu erwartenden Rückgänge - allen voran Deutschland.
Die Nächtigungen aus dem mit Abstand bedeutendsten Herkunftsmarkt für
den Tiroler Tourismus haben in den ersten drei Monaten der
Wintersaison um 270.000 (-4,5%) abgenommen. Rückgänge gab es auch aus
den Niederlanden (-64.000 bzw. -6,0%) sowie bei österreichischen
Nächtigungen (-34.000 bzw. -4,3%). Darüber hinaus verzeichnen das
Vereinigte Königreich (-15.000 bzw. -3,3%), Belgien (-33.000 bzw.
-11,0%), Italien (-10.000 bzw. -4,2%), Russland (-16.000 bzw. -7,8%)
und Tschechien (-3.000 bzw. -1,4%) ein Minus. Nächtigungszuwächse gab
es aus der Schweiz (+6.000 bzw. +1,3%) sowie aus Polen (+20.000 bzw.
+8,7%).

Auch bei den Unterkünften gab es mit Ausnahme der gewerblichen
Ferienwohnungen, die ein leichtes Plus von 3.000 (+0,3%) erzielt
haben, durchwegs Rückgänge bei den Übernachtungen.

„Aufgrund der ungünstigen Ferienkonstellation haben wir schon im
Vorfeld damit gerechnet, dass wir die Rekordzahlen des Vorjahres
heuer nicht erreichen werden“, konstatiert Tirols Landeshauptmann und
Tourismusreferent Günther Platter.

„Die Weihnachtsferien haben später begonnen, ein Großteil der
Feiertage ist auf ein Wochenende und der Samstag als traditioneller
Anreisetag auf den 24. Dezember gefallen“, ergänzt Tirol
Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter. Viele Gäste seien daher
später in den Urlaub gekommen. „Das gilt auch für die
Silvester-Aufenthalte“, so Margreiter.

Beide sprechen den Tiroler Touristikern ihren Dank und ihre
Anerkennung aus. „Sie lassen sich auch von einer Saison, die unter
schwierigeren Vorzeichen steht, nicht entmutigen und tragen
wesentlich dazu bei, dass der Tourismus eine starke Säule für den
Wirtschaftsstandort Tirol bleibt“, lobt Platter.

Mit den Monaten Februar bis April steht die wichtigere Saisonhälfte
noch bevor, die Nächtigungen in diesem Zeitraum repräsentieren 58
Prozent des Winterhalbjahres. Platters Erwartungen sind allerdings
verhalten: „In der zweiten Februarhälfte überschneiden sich die
bayerischen Winterferien mit den Krokusferien in Teilen der
Niederlande sowie in Belgien. Nicht jeder wird daher das gewünschte
Zimmer bei uns bekommen.“ Darüber hinaus sei Ostern heuer sehr spät.
„Das macht es vor allem für tiefer gelegene Regionen schwierig, diese
Ferien noch mitzunehmen“, so Platter.

Die ausführlichen Ankunfts- und Nächtigungszahlen stehen unter
presse.tirol.at zum Download zur Verfügung.

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