• 21.02.2017, 09:35:36
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  • OTS0025

Chancen der Digitalisierung nützen – von der Vision in die Praxis

Beim Fraunhofer Kaminabend »Chancen der Digitalisierung nützen – von der Vision in die Praxis« erläuterten Vortragende aus Forschung und Industrie mögliche Wege in die Industrie 4.0.

Utl.: Beim Fraunhofer Kaminabend »Chancen der Digitalisierung nützen
– von der Vision in die Praxis« erläuterten Vortragende aus
Forschung und Industrie mögliche Wege in die Industrie 4.0. =

Wattens, Tirol (OTS) - Am 20. Februar 2017 lud Fraunhofer Austria zum
ersten Kaminabend des Innovationszentrums »Digitale Transformation
der Industrie« in der Werkstätte Wattens mit dem Thema »Chancen der
Digitalisierung nützen – von der Vision in die Praxis« ein. Im Rahmen
von Fachvorträgen wurde gezeigt, wie Unternehmen die Möglichkeiten
der industriellen Digitalisierung für ihren Unternehmenserfolg nutzen
können. Dabei wurde der Bogen von der Unternehmensvision bis hin zur
konkreten Umsetzung in der Produktion gespannt.

Vision: Industrie 4.0 zur Standortsicherung

Wie ein 112 Jahre altes Unternehmen jung bleibt, erläuterte Simon
Meinschad, Geschäftsführer der hollu Systemhygiene GmbH. Um der
digitalen Transformation zu begegnen, entwickelte das Unternehmen ein
Modell, das kommende Trends der Branche sowie notwendige Lösungen
aufzeigt. »Für unseren langfristigen Erfolg müssen wir unsere
Geschäftsmodelle schon jetzt auf die Zukunft ausrichten«, so
Meinschad. »Dabei wollen wir trotz Digitalisierung eine humane
Organisation bleiben – der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt!«
Gemeinsam mit Fraunhofer Austria entwickelte hollu beispielsweise ein
zukunftsweisendes Konzept zur Fabriklayoutgestaltung. Dabei
berücksichtigten die Projektpartner auch neuartige
Produktionstechnologien.

Per Industrie 4.0 Reifegradmodell von der Theorie in die
Praxis

Damit »Industrie 4.0« und »Digitale Transformation« für Unternehmen
nicht nur Schlagworte bleiben, hat Fraunhofer Austria das »Industrie
4.0 Reifegradmodell« entwickelt, welches Unternehmen gezielt dabei
hilft, den eigenen Status quo in punkto »Industrie 4.0« zu erheben
und systematisch potentielle Anwendungsfälle und Handlungsfelder
abzuleiten. »Mit unserem Industrie 4.0 Reifegradmodell begleiten wir
Unternehmen von der Vision der Industrie 4.0 in die Realität. Die
Kombination aus aktuellen Forschungsergebnissen und Praxiserfahrungen
aus der Wirtschaft ermöglichen ein bestmögliches Ergebnis«, so
Michael Stockinger, Projektleiter des Fraunhofer Innovationszentrums
»Digitale Transformation der Industrie« in Tirol. Geeignet ist das
Modell für alle Unternehmensgrößen. »Speziell für kleine und mittlere
Unternehmen haben wir unser Reifegradmodell auch an die Bedürfnisse
von KMU angepasst. Diesen stehen zum Beispiel oft weniger finanzielle
Ressourcen für Technologien zur Verfügung.«

Best-Practice: Digitalisierung erfolgreich umgesetzt

In seinem Vortrag »Bestands- und Kostensenkungspotentiale durch
Maßnahmen der Digitalisierung nutzen« stellte Thomas Edtmayr, Leiter
der Gruppe Produktionsoptimierung | Industrial Engineering bei
Fraunhofer Austria, ein Konzept zur intelligenten
Maschinenzustandsüberwachung in einem stahlverarbeitenden Betrieb
vor. Ziel des Projekts war es, Bestände und Kosten durch Maßnahmen
der Digitalisierung zu senken.

Die metallverarbeitende Industrie ist geprägt von variierenden
Werkstoffen, die unterschiedliche Anforderungen an die
Bearbeitungswerkzeuge haben. Davon sind auch beispielsweise
Schneidewerkzeuge betroffen, die je Werkstoff unterschiedliche
abgenutzt werden. Um eine objektive Beurteilung des Verschleißes zu
ermöglichen, wurde im Zuge des Projekts ein Schwingungssensor
eingesetzt. »Wir haben beobachtet, dass die Schwingungsamplituden
höher werden, je schlechter der Zustand des Schneidewerkzeugs ist.
Dieses Wissen unterstützt nun verschiedene Entscheidungen, etwa wann
das Schneidewerkzeug gewechselt oder welches Stahlteil als nächstes
produziert werden soll«, erklärt Edtmayr.

Fraunhofer Austria Research GmbH

Die Fraunhofer Austria Research GmbH wurde Ende 2008 als erste
europäische Tochtergesellschaft der Fraunhofer-Gesellschaft
gegründet. In den beiden Geschäftsbereichen »Produktions- und
Logistikmanagement« in Wien und »Visual Computing« in Graz sowie dem
Fraunhofer Innovationszentrum »Digitale Transformation der Industrie«
in Tirol arbeiten 56 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an
anwendungsorientierten Lösungen zum Nutzen der Wirtschaft und zum
Vorteil der Gesellschaft. Forschen für die Praxis ist die zentrale
Aufgabe der Fraunhofer-Einrichtungen.

Im Fraunhofer Innovationszentrum »Digitale Transformation der
Industrie« in Tirol entwickeln unsere WissenschaftlerInnen gemeinsam
mit Unternehmen und Forschungspartnern innovative und praxistaugliche
Lösungen für eine erfolgreiche digitale Zukunft der Industrie.

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