Holzindustrie Schweighofer zu FSC-Dissoziierung:

„Setzen weiterhin auf transparenten Maßnahmenplan für nachhaltige Holzverarbeitung in Rumänien“

Wien (OTS) -

  • Konstruktiver Dialog mit Forest Stewardship Council (FSC), um Roadmap für Wiederaufnahme zu definieren 
  • Klares Bekenntnis zum Kampf gegen unrechtmäßige Abholzungen in Rumänien – unabhängig von der Tatsache, dass Holzindustrie Schweighofer selbst keine Bäume erntet
  • Allein 2017 Investitionen von rund 1 Mio. € in Sicherheitsarchitektur für Holzlieferkette
  • Holzindustrie Schweighofer unterstützt weiterhin die Einführung des FSC-Standards in ihrer rumänischen Lieferkette

Die Schweighofer Gruppe nimmt eine aktuelle FSC-Dissoziierung zum Anlass, umso intensiver an der Umsetzung und Optimierung der Sicherheitsarchitektur für nachhaltige Holzlieferungen in Rumänien zu arbeiten. Erst Mitte Jänner 2017 hatte die Schweighofer Gruppe ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt. Dieses zielt darauf ab, die Lieferkette für die holzverarbeitenden Werke des Unternehmens über das gesetzliche Maß hinausgehend zu kontrollieren. Allein im Jahr 2017 investiert das Unternehmen rund 1 Mio. € in diese Sicherheitsarchitektur. Das Unternehmen bekennt sich dazu, alles zu unternehmen, um FSC und andere Stakeholder von der Tragfähigkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen. Ziel von Holzindustrie Schweighofer ist es, möglichst rasch gemeinsam mit FSC eine Roadmap für erneute Assoziierung zu definieren.

FSC spricht für die von Holzindustrie Schweighofer während der vergangenen drei Monaten umgesetzten Maßnahmen dezidiert Anerkennung aus. Dies sei ein Anknüpfungspunkt zur Fortsetzung des Dialogs und Entwicklung einer Roadmap für eine erneute Assoziierung.

Die aktuelle Dissoziierung begründete FSC damit, dass im Zuge der laufenden Bewährungsperiode Informationen über mögliche Verletzungen bei Holzmessungen aufgetaucht seien, die untersucht werden müssten. Das FSC Board of Directors führte aus, dass neue Untersuchungen mit einer Bewährungsperiode unvereinbar seien und daher zur Dissoziierung führen.

Bei Holzindustrie Schweighofer, wo man über geeichte Messvorrichtungen und ein strenges Compliance-System verfügt, zeigte man sich zwar verwundert, aber sagte FSC jedwede Unterstützung bei den entsprechenden Untersuchungen zu.  Man werde alles tun, um FSC und weitere Stakeholder von der Tragfähigkeit der gesetzten Maßnahmen und dem Kommittent zu nachhaltigem Wirtschaften zu überzeugen.

Kampf gegen unrechtmäßige Abholzungen in Rumänien
Frank Aigner, Geschäftsführer der Schweighofer Gruppe: „Wir bekennen uns vorbehaltlos zum Kampf gegen unrechtmäßige Abholzungen in Rumänien, auch wenn wir selbst keine Bäume ernten. Wir halten Kurs auf unserem Weg der Transparenz, des Dialogs mit Umweltschutzorganisationen und der Umsetzung unseres Pakets für nachhaltige Holzwirtschaft in Rumänien“. Mit FSC stehe man in konstruktivem Kontakt und werde in Gesprächen die Roadmap für eine Wiederaufnahme definieren. „Unser Handlungsprinzip ist klar: Wir arbeiten so, wie es die strengen Regulierungen von FSC vorschreiben – egal, ob wir jetzt dissoziiert sind oder nicht.“

Holzindustrie Schweighofer unterstützt FSC-Zertifizierung in Rumänien
Aigner gibt sich zuversichtlich, baldmöglichst das Wiederaufnahmeverfahren mit FSC zu starten: „Für uns bildet die jetzige Situation eine gute Voraussetzung um in Ruhe einen Neustart mit FSC vorzubereiten.“  Aigner verweist darauf, dass Holzindustrie Schweighofer nach wie vor die Einführung des FSC-Standards in ihrer Lieferkette durch ein ökonomisches Anreizsystem unterstütze. „Seit 2012 haben wir die FSC-zertifizierte Rundholzlieferungen mit rund 1 Mio. € gefördert. Dieser Bonus unsererseits bleibt selbstverständlich aufrecht.“ 

Roadmap für Wiederaufnahme
Als klares, positives Zeichen interpretierte Aigner, dass FSC die Maßnahmen anerkannte, die Holzindustrie Schweighofer während der vergangenen drei Monate vorgenommenen hatte. FSC wertete dies ebenfalls als Grundlage für Gespräche über eine Roadmap für das Ende einer Dissoziation.

Nächste Schritte
Die nächsten Schritte seien klar. „Wir werden uns gemeinsam mit FSC und NGOs an den Tisch setzen, sagen FSC volle Unterstützung bei deren Untersuchungen zu und werden die Öffentlichkeit und unsere Stakeholder informieren sobald es neue Entwicklungen gibt“, schließt Aigner. 

Hintergrundinformationen Schweighofer Gruppe
Die Schweighofer Gruppe hat ihre Wurzeln in einem traditionellen österreichischen Familienbetrieb mit mehr als 400 Jahren Erfahrung in der Holzverarbeitung. Heute ist die Gruppe vor allem in der Holzindustrie tätig, aber auch in der Viskosezellstoffproduktion, Forstwirtschaft, Bioenergiegewinnung und im Immobilienbereich. Die Industriesparte von Schweighofer betreibt drei Sägewerke und zwei Holzplattenproduktionen in Rumänien, sowie ein weiteres Sägewerk in Deutschland und ein Viskosezellstoffwerk in Österreich. Mit circa 3.700 Mitarbeitern zählt Holzindustrie Schweighofer zu den führenden Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie in Europa. Ihre Produkte werden in über 70 Länder weltweit exportiert. 

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Thomas Huemer
Head of Corporate Communications
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e-mail: thomas.huemer@schweighofer.at

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