ÖSTERREICH: Großabschiebung nach Nigeria

Frontex-Charter mit 57 abgelehnten Asylwerbern - 13 aus Österreich, davon 10 Straffällige – Asylzahlen sinken im Jänner weiter

Wien (OTS) - Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) schaltet in Sachen Abschiebung abgelehnter Asylwerber auf hart: Zusammen mit Frontex organisierte sein Ministerium am Donnerstag, einen Groß-Abschiebeflug nach Nigeria, wie das Innenministerium gegenüber ÖSTERREICH (Freitagausgabe) bestätigte.
Mit an Bord: Insgesamt 57 Nigerianer, davon 13 aus Österreich. Brisant: 10 der 13 Personen waren bei uns bereits straffällig geworden, u. a. wegen Drogendelikten. Dazu kamen noch abgelehnte Asylwerber z. B. aus Deutschland, Frankreich und so weiter.

409 Abschiebungen (+56 %) allein im Jänner 2017

Tatsächlich ist es Sobotka gelungen, die Zahl der Abschiebungen zu steigern: Im Jänner 2017 wurden 667 Flüchtlinge außer Landes bzw. in ihre Heimat zurückgebracht. Davon kehrten 258 Flüchtlinge freiwillig in ihre Heimat zurück. 409 Flüchtlinge mussten zwangsweise außer Landes gebracht werden – das ist ein Plus von 56 % im Vergleich zum Vorjahr.
Gleichzeitig geht die Zahl der Asylwerber zurück: Im Jänner wurden 2.220 Asylanträge gestellt. Davon wurden 1.299 zugelassen – zusammen mit Altfällen ergibt das eine Gesamtzulassung mit 31. Jänner 2017 von 1.890 Asylanträgen. Zum Vergleich: 2016 gab es insgesamt 36.030 zugelassene Asylanträge.

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
(01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0001