- 16.02.2017, 11:00:01
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Tierschutz: Hunde sind keine Handelsware!
Tierschutzombudsstelle Wien und Österreichischer Kynologenverband Wien fordern strengere Auflagen für den Erwerb von Hunden
Utl.: Tierschutzombudsstelle Wien und Österreichischer
Kynologenverband Wien fordern strengere Auflagen für den
Erwerb von Hunden =
Wien (OTS/RK) - Leider machen immer wieder schockierende Berichte von
erschreckenden Formen der Tierquälerei Schlagzeilen. TierfreundInnen
fragen sich, wieso Menschen Hunde halten, wenn sie damit total
überfordert sind. Oft liegt der Grund bei der leichten
„Verfügbarkeit“ der Tiere – sei es aus dem Internet oder beim
„Shopping“ in der Tierhandlung. Neben Aufklärungsarbeit sind auch
strengere gesetzliche Regelungen erforderlich – diese könnten im
gerade laufenden Novellierungsprozess des Tierschutzgesetzes
verankert werden. Daher appellieren die Tierschutzombudsstelle Wien
und der Österreichische Kynologenverband an das für Tierschutz
zuständige Gesundheitsministerium, die Auflagen für den Erwerb von
Hunden zu verschärfen. Die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy
sagt: „Die geplante Gesetzesänderung sollte unbedingt auch ein
Verkaufsverbot von Hunden und Katzen in Zoofachgeschäften sowie das
Schließen aller Schlupflöcher betreffend online-Welpenhandel
umfassen“.
Nein zum Verkauf von Welpen in Zoofachgeschäften
Der Österreichische Kynologenverband und die
Tierschutzombudsstelle Wien stehen dem Verkauf von Hundewelpen (und
natürlich auch Katzenwelpen) in Zoofachgeschäften seit jeher negativ
gegenüber. Ein gesunder und ausgeglichener Hund kann immer auf einen
gelungenen Start ins Leben zurückblicken. ÖKV-Präsident Michael
Kreiner dazu: „Im Rahmen einer seriösen Zucht prägen die Bindung der
Welpen an das Muttertier, frühe Sozialkontakte zu Wurfgeschwistern
sowie die vertrauensbildende Obsorge diese so wertvolle Zeit im Leben
des kleinen Hundes. All dies wird Welpen, die oftmals viel zu früh
ihrem Muttertier entrissen wurden, im ‚Freiverkauf‘ verweigert.“ Die
Anschaffung eines Hundes, dessen Lebensdauer im Schnitt 10 Jahre und
länger dauert, sollte niemals im Rahmen eines Einkaufstages erfolgen.
Spontane Welpenkäufe enden in der Regel unglücklich, überquellende
Tierheime sprechen eine deutliche Sprache.
Hunde sind keine Handelsware
Der weltweit größte kynologische Dachverband (FCI) hat in den
vergangenen Tagen eine Kampagne mit dem Namen „Dogs are no consumer
goods“ gestartet, die eine dringend notwendige Entwicklung in unserer
Gesellschaft aufzeigt: Der Hund darf nicht als Konsumgut verstanden
und als Gegenstand missbraucht werden. Die Anschaffung eines Hundes –
sei es aus einer Zucht oder aus dem Tierheim - bedarf ausreichender
Überlegung und Beratung bereits im Vorfeld. Sowohl seriöse
ZüchterInnen als auch Tierheim-MitarbeiterInnen wollen, dass „ihre“
Tiere auf gute Plätze kommen. Sie überprüfen, ob die künftigen
HalterInnen alle Voraussetzungen erfüllen, um den Hunden ein
tiergerechtes Leben zu bieten. So wird verhindert, dass
verantwortungslose oder schon mit ihrem eigenen Leben überforderte
Menschen in den Besitz eines Tieres kommen.
„Mögen Internetmarktplätze und soziale Medien in vielerlei
Hinsicht werbetechnisch ein wichtiger Teil unserer modernen Welt
sein, so sollte der unmittelbare Erwerb eines Lebewesens niemals auf
diesem Weg stattfinden. Hunde dürfen in unserer Gesellschaft nicht
den Stellenwert eines billigen Konsumgutes haben - das sind wir dem
besten Freund des Menschen schlichtweg schuldig“, sagt
Tierschutzombudsfrau Eva Persy abschließend.
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