• 15.02.2017, 07:55:21
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"Gemeinsam stark - Innovative Landwirtschaft in Niederösterreich"

Ein "Österreich-Bild am Sonntag" am Sonntag, 19. Februar 2017, 18.25 Uhr, ORF 2

Utl.: Ein "Österreich-Bild am Sonntag"
am Sonntag, 19. Februar 2017, 18.25 Uhr, ORF 2 =

St. Pölten (OTS) -

Milchverarbeitung und Fleischproduktion, Mohnanbau, Gewürze und
Arzneipflanzen: In ganz unterschiedlichen Sparten haben sich
landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaften als chancenreiche
Alternative im europäischen Verdrängungswettbewerb etabliert. Das
zeigt ein „Österreich-Bild am Sonntag“ aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich (Gestaltung: Andi Leitner) anhand dreier Beispiele
aus dem Most-, Wald- und Weinviertel.

Noch gibt es im größten Agrar-Bundesland knapp 40.000
landwirtschaftliche Betriebe, die Ernährungssicherheit und Vielfalt
des Angebots sichern. Der Strukturwandel und die immer größere
Konkurrenz aus dem Ausland sind aber starke Herausforderungen. Damit
die Landwirtschaft auch in Zukunft das Rückgrat des ländlichen Raumes
bleiben kann, gewinnt das Motto „Gemeinsam sind wir stark“ daher
immer mehr an Bedeutung.

*Ein Beispiel aus dem Waldviertel:
Seit mehr als 30 Jahren unterstützt der Sonderkulturverein „Waldland“
seine landwirtschaftlichen Partner bei der Revitalisierung des
Waldviertler Graumohns. Die Veredelung dieses regionalen Rohstoffes
zu hochwertigen Lebensmitteln wurde der Schlüssel zum ersten Erfolg.
Aber längst haben die inzwischen 800 Vertragsbauern die
Angebotspalette erweitert. Sie reicht nun vom Anbau von Pflanzen für
Tee und Gewürze, deren Aromastoffe durch die Kleinklimaverhältnisse
im Waldviertel besonders begünstigt sind, bis zur Herstellung
wirkstoffspezifischer Arzneipflanzen für die Pharmazie wie
Mariendistel oder Ginkgo.

Inzwischen beziehen namhafte Arzneimittelhersteller in aller Welt
von Waldland derartige Wirkstoffe für pharmazeutische Präparate zur
Leberstärkung, Prostatatherapie, Schmerztherapie und
Demenzprophylaxe. Schließlich arbeiten ausgebildete Fachkräfte an
speziellen Verarbeitungstechnologien, um Pflanzen wie Schnittlauch
optimal zu schonen und höchstmögliche Qualität zu gewährleisten.

*Ein zweites Beispiel aus dem Wein- und Mostviertel:
Die Erzeugergemeinschaft „Gut Streitdorf“ mit Standorten in
Streitdorf und Herzogenburg setzt in der Produktion auf höchste
Qualitätsstandards, später auf eine Bündelung des Angebots und die
Koordination in der Vermarktung der Produkte seiner Mitglieder.
Und was in der Nachkriegszeit mit einem Ferkel-Zuchtverband begonnen
hat, weil kleinflächige Betriebe aufgrund der Futtermittel-Knappheit
die Tiere oft nicht ausfüttern konnten, ist heute ein erfolgreicher
Zusammenschluss für die Schweine-, Rinder-, Schafe- und Ziegen-Zucht.

Dabei haben Landwirte immer wieder konventionelle Wege verlassen
und hochwertige Marktnischen gefunden – die Familie Fohringer etwa,
deren Zuchtbetrieb für die zunächst weitgehend unbekannte
Schweinerasse Duroc heute zu den bedeutendsten ganz Europas zählt.

*Und ein drittes Beispiel aus dem Mostviertel:
Vier Familien waren es, die anfänglich rund um Wilhelmsburg Schulen
und Kindergärten der Region mit eigener Milch und selbstgemachtem
Vormittagskakao direkt beliefern wollten. Heute sind aus dieser
Initiative die „Wilhelmsburger Hoflieferanten“ geworden – und rund
3.500 Kinder aus 160 Schulen der Bezirke St. Pölten und Lilienfeld
lassen die Schulmilch wie auch das einzige regionale Fruchtjoghurt
Österreichs in den Sorten Erdbeere, Marille und Dirndl schmecken. Ein
Käseladen und ein Erlebnis- und Genussbauernhof runden inzwischen das
Angebot der Genossenschaft ab.

Basis des Erfolgs sind zum einen die Herstellung nicht
industrieller Produkte in der Region, zum anderen das persönliche
Einstehen für Herkunft und Qualität der Produkte.

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