• 14.02.2017, 11:53:25
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  • OTS0101

Familienbund: Herber Rückschlag für Familienfreundlichkeit

35 Stunden Ausbildung für Babysitten ist völlig überbordend

Utl.: 35 Stunden Ausbildung für Babysitten ist völlig überbordend =

Wien/St. Pölten (OTS) - Kosten für die Kinderbetreuung können seit
2009 von steuerpflichtigen Eltern in der Höhe von maximal 2.300 Euro
pro Kalenderjahr und Kind abgesetzt werden. Damit wurde eine sehr
pragmatische und familienfreundliche Regelung geschaffen. „Bisher war
es auch möglich, einen Babysitter in dieser Geltendmachung
einzurechnen, sofern diese Person nicht im selben Haushalt lebt und
einen Ausbildungskurs im Ausmaß von 8 Stunden absolviert hat. Nun
wurde mit dem LStR-Wartungserlass 2016 unter Berufung auf eine
VwGH-Erkenntnis dieses Kriterium gekippt und das Stundenausmaß für
Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Babysitter vervierfacht. Dieses
beträgt nun ab 1. Jänner dieses Jahres satte 35 Stunden“, bedauert
Familienbundpräsident Mag. Bernhard Baier diese Änderung, die
entgegen der Interessen der Familien steht.

„Während mit dem Dienstleistungsscheck und der 8-Stunden-Ausbildung
die Schattenwirtschaft rund um das Babysitten gelichtet wurde, geht
es nun wieder in die andere Richtung. Mit der Verschärfung des
Ausbildungskriteriums wird das Dunkel wieder größer“, befürchtet
Baier, der sich auf zahlreiche Rückmeldungen von Eltern beim
Familienbund beruft. „Wir haben bereits im Vorfeld Finanzminister Dr.
Schelling vor den negativen Auswirkungen dieser Änderung gewarnt“, so
Baier.

Für den Österreichischen Familienbund ist es unabdingbar, dass darauf
geachtet werden muss, Familien das Leben in Österreich zu
erleichtern. Die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ist hierbei
ein wichtiger Punkt. Babysitten ist zudem ein Hilfsdienst und keine
pädagogische Einrichtung. Hier pädagogische Kenntnisse einzufordern,
die über einen Notfallkurs und grundlegende Kenntnisse des Umgangs
mit Kleinstkindern hinausgehen, ist schlichtweg überbordend. Leihomas
und Babysitter werden mit diesem Erlass von der Politik konterkariert
und der Focus ausschließlich auf institutionelle Betreuung gelegt.
„Das ist ein herber politischer Rückschlag betreffend Vereinbarkeit
von Familie und Erwerbsarbeit und geht klar an den Bedürfnissen der
Familien vorbei. “, kritisiert der Familienbundpräsident diese
Änderung scharf.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FAM

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