- 03.02.2017, 14:42:03
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Brenner Basistunnel bleibt für EU das Projekt mit höchster Priorität
LH Platter: “Bayern muss endlich auf Touren kommen.“
Utl.: LH Platter: “Bayern muss endlich auf Touren kommen.“ =
Innsbruck (OTS) -
Der Brenner Basistunnel (BBT) ist jenes von allen 700 eingereichten
Projekten, das die höchste Unterstützung von Seiten der Europäischen
Kommission erhält. Das stellt LH Günther Platter nach Vorliegen des
Rechnungshofberichtes zur mit 64 Kilometern längsten unterirdischen
Bahnverbindung der Welt klar. „Keinem anderen Projekt in der
europäischen Union wird auch nur annähernd eine solche Priorität
eingeräumt wie dem Brennerbasistunnel. Mit einer 40 prozentigen
Unterstützung für die Bauphase und sogar 50 Prozent für Planung und
Erkundungsstollen ist es das EU-Projekt mit der höchsten
Unterstützungsquote. Die Gesamtkosten von rund acht Milliarden Euro
haben sich außerdem seit 2009 nicht erhöht – abgesehen von den
zusätzlichen Aufwendungen, die durch die
Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig wurden“, stellt LH Platter
klar.
LH Platter führt aus: „Ein solches länderübergreifendes Großprojekt
in Zusammenarbeit von zwei Staaten hat es bisher noch nie gegeben.
Dieses Bauvolumen in Verbindung mit den technischen Herausforderungen
bedeutet nicht nur für die Projektgesellschaft BBT SE eine große
Herausforderung, sondern auch die betroffenen Ministerien und
Landesverwaltungen betreten hier Neuland.“ Eine genaue Kontrolle des
Rechnungshofes sei deshalb voll und ganz zu begrüßen, weil sie
mithelfe, die Abläufe weiter zu verbessern, sagt Platter. Der
Prüfbericht bestätigt den Standpunkt des Landes, dass für das
Jahrhundertprojekt eine durchgehende Finanzierungszusage der EU bis
zur Fertigstellung im Jahr 2026 vorliegen sollte, weil dadurch die
Planungssicherheit wesentlich erhöht werden könnte.
Für die Zulaufstrecken zum BBT erkennt LH Platter dringenden
Handlungsbedarf und sieht vor allem Bayern in der Pflicht: „Wir
helfen unserem nördlichen Nachbarn bereits mit unserem Know-how und
mit unserem Bürgerbeteiligungsverfahren, das für Bayern adaptiert
werden konnte. Für den Zulauf in Südtirol von Waidbruck nach
Franzensfeste liegt schon ein fertiges Projekt vor, das noch heuer
ausgeschrieben werden soll. Auch wenn es unsere bayerischen Nachbarn
nicht gerne hören, muss jetzt endlich auch Bayern auf Touren kommen.
Als Landeshauptmann werde ich hier jedenfalls nicht locker lassen.
Das gilt auch für die Verlagerung des Güterverkehrs auf eine
attraktive Schiene, die umzusetzen ist.“
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