• 02.02.2017, 16:06:13
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  • OTS0199

850 Millionen Euro für Schiene, Straße, Internet und Forschung

Infrastrukturministerium und Land präsentieren umfassendes Arbeits- und Investitionsprogramm für Vorarlberg

Utl.: Infrastrukturministerium und Land präsentieren umfassendes
Arbeits- und Investitionsprogramm für Vorarlberg =

Wolfurt (OTS) - (VLK) – Rund 750 Millionen Euro investiert das
Infrastrukturministerium bis zum Jahr 2022 in eine verlässliche
Schiene, sichere Straßen, schnelles Internet und industrienahe
Forschung in Vorarlberg. Auf Landesseite werden mehr als 100
Millionen Euro in diese Zukunftsfelder investiert. Gemeinsam mit
Infrastrukturminister Jörg Leichtfried und seinen Regierungskollegen
Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Landesrat Johannes Rauch
stellte Landeshauptmann Markus Wallner heute (Donnerstag) bei einem
Pressegespräch am Güterzentrum Wolfurt das Investitions- und
Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre vor.

"Nach wie vor fließt fast jeder vierte Euro aus dem Landesbudget
direkt in die Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes", sagte
Landeshauptmann Wallner. Es gehe darum, Vorarlberg weiterhin als
wettbewerbsfähigen und attraktiven Standort zu positionieren und die
hohe Lebensqualität im Land zu erhalten. Eine gut ausgebaute
Verkehrsinfrastruktur ist eine wesentliche Grundlage, um das zu
schaffen, betonte Landesstatthalter Rüdisser: "Wir brauchen
leistungsfähige Straßen, damit Wohn- und Wirtschaftsgebiete
erreichbar und Menschen mobil sind."

Rund 750 Millionen Euro investiert das Infrastrukturministerium
(bmvit) bis zum Jahr 2022 in Vorarlberg. Neben dem Ausbau strategisch
wichtiger Netze wie Straße, Schiene und Breitband werden auch
Forschung und Entwicklung gezielt gefördert. "Eine leistungsfähige
Infrastruktur ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Deshalb
investieren wir in Vorarlberg rund 750 Millionen Euro in eine
zuverlässige Bahn, sichere Straßen, schnelles Internet und
industrienahe Forschung. Damit schaffen und sichern wir rund 10.000
Arbeitsplätze", betonte Infrastrukturminister Leichtfried.

Vorrang für die Schiene

Die Bahn mit hohem Takt als starkes Rückgrat, einen dichten
Busverkehr in der Fläche, Anschluss auch für alle Talschaften: "Wir
möchten in Vorarlberg den besten öffentlichen Verkehr - außerhalb von
Wien - zustande bringen", sagte Landesrat Rauch. Bahnhöfe werden zu
Mobilitätsdrehscheiben, die Wahlfreiheit wächst, Bahn, Bus, Rad,
carsharing können bequem kombiniert werden. Dafür nehmen Bund und
Land viel Geld in die Hand und zwar bis zum Jahr 2022 insgesamt rund
368 Millionen Euro inklusive des Landesanteils in Höhe von knapp 55
Millionen Euro.

LR Rauch: "Wir haben seit heuer bereits vier Züge pro Stunde
zwischen Bludenz u Bregenz, bis zur Weltgymnaestrada 2019 in
Vorarlberg werden wir den nächsten Ausbauschritt vollzogen haben.
Insbesondere bei der Umsetzung von FL.A.CH gibt es noch einige Luft
nach oben. Wir bleiben dran." Von 2017 bis 2022 werden für die
Finanzierung des gesamten Öffentlichen Verkehrs in Vorarlberg vom
Land etwa 155 Millionen Euro aufgewendet werden.

Straßenbau: Instandhaltung, Entlastung, Verkehrssicherheit

Für das Autobahn- und Schnellstraßennetz in Vorarlberg wendet die
ASFINAG im Auftrag des Infrastrukturministeriums mehr als 260
Millionen Euro auf. Das Land leistet dazu knapp 50 Millionen Euro.
Der Sicherheitsausbau des Arlbergtunnels wird Ende des Jahres 2017
abgeschlossen sein. Schwerpunkte sind die Nachfolgelösung für die S
18, der weitere Ausbau der S 16 Arlberg Schnellstraße und die
Umsetzung des Anschlussstellenkozepts auf der A 14.

Infrastruktur Schiene

Ein Großteil der Investitionen fließt in die Schiene. Insgesamt
rund 368 Millionen Euro investieren Infrastrukturministerium und Land
ins Vorarlberger Bahnnetz. Die Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer
profitieren vor allem vom Ausbau im Rheintal: Auf der Strecke
Lochau/Bregenz – Feldkirch bzw. St. Margareten werden Bahnhöfe und
Haltestellen modernisiert und barrierefrei. Zusätzlich wird das
Güterzentrum Wolfurt zu einer Drehscheine für den Warenverkehr
zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich ausgebaut. Zu den
zwischen Ministerium und Land vereinbarten Infrastrukturprojekten
gehört auch der Eisenbahnstreckenabschnitt St. Margrethen-Lauterach.
Zwischen Feldkirch und Buchs (CH) wird die Strecke für den S-Bahn
Verkehr verbessert. Dem Ausbau kommt eine große Bedeutung zu: Über
8.000 Personen pendeln täglich von Vorarlberg zu ihren Arbeitsplätzen
nach Liechtenstein.

Forschung und Breitbandförderung

Zusätzlich investiert das Infrastrukturministerium bis zum Jahr
2022 rund 134 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung in
Vorarlberg. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Bereiche
Werkstofftechnik, Elektronik und Mikroelektronik gelegt. Zu den
Investitionen in die Straßen- und Schieneninfrastruktur sowie
Forschung kommen auch Fördermittel für den Ausbau der
flächendeckenden Breitbandversorgung.

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