AK fordert Schutzpaket für WärmekundInnen

Der Energiearmuts-Bericht von E-Control und Statistik Austria zeigt, dass eine stärkere Regulierung des Wärmemarktes notwendig wäre

Wien (OTS) - Anlässlich des heute veröffentlichten Energiearmuts-Berichts der E-Control und der Statistik Austria fordert die Arbeiterkammer mehr Transparenz und eine stärkere Regulierung des Wärmemarktes. „Während es für Strom- und GaskundInnen mit finanziellen Schwierigkeiten Schutzregeln gibt, fehlen diese gänzlich für die WärmekundInnen. Diese Ungleichbehandlung von EnergiekonsumentInnen ist nicht zu rechtfertigen“, sagt Dorothea Herzele, Energieexpertin der AK Wien.

Der Markt für Fern- und Nahwärme ist intransparent. Es ist kaum möglich Informationen über Preise und Vertragsbedingungen zu erhalten, trotz der Größe des Marktes: Mittlerweile wird österreichweit fast jede vierte Wohnung (24 Prozent) mit Nah- oder Fernwärme versorgt. Wie eine aktuelle Studie von Kreutzer, Fischer und Partner (im Auftrag der AK und des Klima- und Energiefonds) zeigt, gibt es aber Preisunterschiede bis zu 60 Prozent. Treten dann Zahlungsschwierigkeiten auf, dann kann es für WärmekundInnen teuer werden. Für Mahngebühren können bis zu 15 Euro anfallen, kommt es zur Abschaltung, kann das bis zu 148 Euro kosten. „Für einkommensschwache Haushalte können diese Kosten ein Desaster darstellen und die Spirale der Energiearmut nach unten beschleunigen. Die Unterbrechung der Wärmeversorgung ist auch gesundheitsbedrohend, vor allem in Haushalten mit kleinen Kindern oder alten Menschen“, sagt Dorothea Herzele, Energieexpertin der AK Wien.

Die AK fordert daher ein Schutzpaket für WärmekonsumentInnen, ähnlich den Regelungen wie sie bereits seit Jahren für Strom- und GaskundInnen gelten. Unter anderem soll es nicht zu Abschaltungen vor Wochenenden oder Feiertagen kommen und es soll eine unabhängige Beratungsstelle eingerichtet werden. Zudem soll ein Regulator Tarife bzw. Geschäftsbedingungen genehmigen.

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