• 02.02.2017, 09:50:05
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  • OTS0045

VIER PFOTEN startet Kastrationen und Impfungen von 2.000 Streunerhunden in der Ukraine

Tierschutz-Kooperation mit ukrainischer Regierung ausgeweitet – Tierklinik eröffnet

VIER PFOTEN Tierärzte in der neuen Tierklinik in
der ukrainischen Stadt Zhytomyr

Utl.: Tierschutz-Kooperation mit ukrainischer Regierung ausgeweitet
– Tierklinik eröffnet =

Wien (OTS) - VIER PFOTEN und das ukrainische Ministerium für Ökologie
und Naturressourcen unterzeichneten gestern in Kiew eine
Absichtserklärung zur zum Schutz der Streunertiere in der Ukraine.
VIER PFOTEN wird mit der Unterstützung der ukrainischen Regierung
Kastrationen und Impfungen durchführen sowie ein Aufklärungsprogramm
zum humanen Umgang mit Streunerhunden und –katzen starten. Außerdem
wird die Tierschutzorganisation das Ministerium bei der Verbesserung
der Gesetze zum Schutz von Streunertieren in der Ukraine
unterstützen.

Ostap M. Semerak, Minister für Ökologie und Naturressourcen, erklärt:
„Die Kooperation mit VIER PFOTEN ist uns sehr wichtig, weil die
Organisation eine wesentliche Rolle spielt, wenn es um die Behandlung
und Populationskontrolle von Streunerhunden geht. Wir dürfen
keinesfalls vergessen, dass der humane Umgang mit Tieren, besonders
Streunern, schon immer ein Markenzeichen zivilisierter Gesellschaften
war.“

Moderne Tierklinik öffnet Türen in Zhytomyr

Der erste Schritt zur Umsetzung des Streunerhilfe-Projekts (SAC) ist
der Aufbau einer modernen Tierklinik in der Stadt Zhytomyr in der
nordwestlichen Ukraine. Die Stadtverwaltung stellte Geldmittel zur
Verfügung, um ein leerstehendes Gebäude in Zhytomyr in eine
professionelle, mit modernen Geräten ausgestattete Tierklinik
umzubauen. VIER PFOTEN wird in enger Kooperation mit der Stadt
Zhytomyr Streunertiere kastrieren und impfen sowie außerdem die
Bewohner von Zhytomyr über Streunerhilfe allgemein und die
verantwortungsvolle Haltung von Haustieren informieren.

Heli Dungler, Gründer und Präsident von VIER PFOTEN, erklärt: „VIER
PFOTEN plant, bis zu 2.000 Hunde in Zhytomyr in den nächsten drei
Jahren mittels der Methode Catch-Neuter-Release (CNR) zu kastrieren
und zu impfen. Das ist die einzige Methode zur Kontrolle von
Streunerpopulationen, die von der Weltgesundheitsorganisation als
nachhaltig und human angesehen wird. Wir werden gemeinsam mit der
Stadt Zhytomyr intensiv daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen.”

Bei der Catch-Neuter-Release-Methode werden die Tiere erst
eingefangen, kastriert, gegen Tollwut geimpft und gegen Parasiten
behandelt. Außerdem werden sie gechippt und registriert. Die frisch
kastrierten Tiere verbringen die ersten 24 Stunden nach der Operation
in der Tierklinik und werden dann wieder in ihrem angestammten Revier
freigelassen. So kann ein VIER PFOTEN Tierärzte-Team mehrere hundert
Tiere in einer Stadt in nur einem Monat behandeln. Abgesehen von den
ethischen Aspekten ist diese Methode außerdem billiger und wesentlich
nachhaltiger als die Tötung und Entsorgung der Tiere.

„Wir haben uns sehr bemüht mit dem Aufbau der neuen Tierklinik, die
Lebensqualität in unserer Stadt noch weiter zu verbessern. Ich
bedanke mich bei VIER PFOTEN für die Unterstützung“, sagt der
Bürgermeister von Zhytomyr Serhii Sukhomlyn. „Es wartet noch viel
Arbeit auf uns, aber ich bin überzeugt, dass wir zusammen eine humane
und nachhaltige Lösung für jeden Streunerhund in unserer Stadt finden
werden.“ Seit 2012 hat VIER PFOTEN bereits mehr als 15.500 Hunde in
der Ukraine behandelt.

Hilfe auch für die ukrainischen Braunbären

VIER PFOTEN verbessert nicht nur den Schutz für Streunerhunde,
sondern auch für die in Gefangenschaft lebenden Braunbären in der
Ukraine. Trotz des bereits existieren Verbots gegen den Einsatz von
Kampfbären gibt es noch immer bis zu 20 Bären im Land, die für das
Training von Jagdhunden missbraucht werden. Außerdem leben mehr als
100 Tiere in winzigen Käfigen neben Restaurants, Hotels oder
Tankstellen. Neben der Streuner-Vereinbarung unterzeichneten VIER
PFOTEN und das Ministerium in Kiew eine weitere Absichtserklärung.
Gemeinsam wollen sie daran arbeiten, das bestehende Verbot von
Kampfbären effektiv durchzusetzen und Bären aus illegaler Haltung zu
retten. Um die geretteten Bären artgemäß unterbringen zu können,
errichtet VIER PFOTEN gerade ein neues Bärenschutzzentrum – den
BÄRENWALD Domazhyr nahe Lviv.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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