• 31.01.2017, 12:33:04
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  • OTS0117

Grüne: Für bessere Übersicht sorgen und Einsatzqualität erhöhen - Stögmüller fordert ein Berufsregister für RettungssanitäterInnen

Grüner Bundesrat David Stögmüller brachte parlamentarische Anfrage ein - Derzeit weiß Ministerium nicht, wie viele Rettungs- und NotfallsanitäterInnen in Österreich tätig sind

Utl.: Grüner Bundesrat David Stögmüller brachte parlamentarische
Anfrage ein - Derzeit weiß Ministerium nicht, wie viele
Rettungs- und NotfallsanitäterInnen in Österreich tätig sind =

Linz (OTS) - Bei einem Verkehrsunfall Anfang dieses Jahres in St.
Lorenz bei Mondsee im Bezirk Gmunden kam dem Verunfallten ein
„Notfallsanitäter“ zu Hilfe, der mit Blaulicht im Privatauto und
einer Rettungsuniform am Einsatzort eintraf und mitgeholfen hat, den
Rettungseinsatz zu bewältigen. Er gab sich selbst als
Notfallsanitäter aus, der von der Rettungsleitstelle Salzburg
verständigt worden sei. „Im Nachhinein stellte sich das als falsch
heraus, der Rettungssanitäter war der Rettungsorganisation gar nicht
bekannt“, informiert Bundesrat David Stögmüller, der selbst
freiwilliger Lehr- und Rettungssanitäter ist.

„Solche Vorfälle dürfen sich nicht wiederholen. Jeder und jede
Verunfallte möchte bei einem schwerwiegenden Unfall sicher sein, von
bestausgebildetsten Rettungs- und NotfallsanitäterInnen betreut zu
werden. Ein Berufsregister ist wichtig für die Patientensicherheit,
Transparenz und auch für eine nachhaltige Planung.“, so Stögmüller.

Stögmüller bracht parlamentarische Anfrage ein

„Derzeit weiß das zuständige Gesundheitsministerium nicht, wie viele
Rettungs- und NotfallsanitäterInnen in Österreich tätig sind und
welche Zusatzqualifikationen diese haben. Das geht aus einer
entsprechenden Anfrage des Grünen Bundesratsfraktionen auch hervor.
Für die Planung und Steuerung unseres Gesundheitswesens wären solche
Daten aber notwendig“, gibt Stögmüller zu bedenken.

Ein weiterer Vorteil wäre, dass es auch für die unterschiedlichen
Rettungsorganisationen leicht wäre, in die Kompetenzen und
Qualifikationen von Mitarbeiter*innen, die zwischen verschiedenen
Bundesländern und Organisationen Dienst leisten, einzusehen.

Organisationsübergreifender Ausweis würde Transparenz erhöhen

Stögmüller denkt auch an einen organisationsübergreifenden Ausweis,
der im Einsatzfall die jeweiligen Kompetenzen, Qualifikationen und
die Organisation sichtbar machen soll. „Die Dienstränge an den
Schultern sind nicht genormt und Namensschilder mit Qualifikation
nicht verpflichtend. Zwar tragen einige Rettungsorganisationen
bereits auf freiwilliger Basis ein Register, wichtig wären aber
einheitliche Kriterien und eine schnelle Abrufbarkeit der Daten. Hier
wären den Rettungsorganisationen schon sehr geholfen“, so Stögmüller.

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