- 30.01.2017, 11:28:42
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B-SGA fordert: Kein Missbrauch des Autonomiebegriffs
„Autonomiepaket“ muss den Schulen mehr, nicht weniger Möglichkeiten bringen
Utl.: „Autonomiepaket“ muss den Schulen mehr, nicht weniger
Möglichkeiten bringen =
Wien (OTS) - Österreichs Schulen wurden im Lauf der letzten beiden
Jahrzehnte massenweise Ressourcen und damit jeder
Gestaltungsspielraum entzogen. Zwischen 1997 und 2013 wurde der
Anteil am Brutto-Inlandsprodukt, der dem Schulwesen gewidmet wird,
von 4,3 % auf 3,2 % reduziert. Das entspricht 4,5 Milliarden pro
Jahr, die Österreichs Schulwesen jetzt weniger zur Verfügung stehen
und an den Schulen schmerzlich fehlen.
Österreichs Schulen haben deshalb keine Möglichkeit mehr, den
schulautonomen Spielraum, den Schulgesetze seit Jahrzehnten bieten,
auch zu nutzen. Freigegenstände und Unverbindliche Übungen, aus denen
Schülerinnen und Schüler ihren Interessen entsprechend wählen
konnten, gibt es mangels Ressourcen nur mehr in mikroskopischer
Größe, im Schulrecht vorgesehene Teilungen können mangels Ressourcen
nicht mehr eingehalten werden, gesetzlich vorgeschriebene
Klassenschülerhöchstzahlen müssen massenweise überschritten werden.
Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) begrüßt eine
allfällige Erweiterung des schulautonomen Gestaltungsspielraums. Ein
„Autonomiepaket“, das seinem Namen nicht gerecht wird, weil es
mangels Ressourcen totes Recht ist, weisen wir jedoch als Täuschung
der Öffentlichkeit mit Entschiedenheit zurück. Auf ein
„Autonomiepaket“, das den Schulpartnern vor Ort sogar Rechte
entziehen möchte, würden wir mit den uns zur Verfügung stehenden
Mitteln öffentlichkeitswirksam antworten.
An Österreichs Schulen gibt es enormen Bedarf an Ressourcen, um
Zusatzangebote für leistungsschwache Schülerinnen und Schülern
erstellen und Interessen und besondere Begabungen fördern zu können.
Die Schulpartner vor Ort wüssten, wie sie die zusätzlichen Ressourcen
optimal einsetzen.
Österreichs Jugend verdient, dass die Regierung über den finsteren
Schatten ihrer Vergangenheit springt und den Schulen endlich die
Möglichkeiten zurückgibt, die ihnen im Lauf der letzten beiden
Jahrzehnte über sogenannte „Schulreformen“ entzogen wurden.
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