SJG Kärnten Burgstaller: Kein Platz für Fake News in der Politik

PolitikerInnen müssen mehr Verantwortung für Inhalte auf ihren Social-Media-Kanälen übernehmen. SJG Landesvorsitzender Luca Burgstaller fordert einen „Social-Media-Presserat“.

Wien (OTS) - Das Internet wird für den Informationserwerb der Menschen immer wichtiger. Mit einem Mausklick oder einem Fingerwischen am Smartphone kann ein breites Spektrum an Informationen abgerufen werden. Das birgt aber auch Gefahren. „Noch nie war es so leicht Falschmeldungen zu verbreiten“, sagt Landesvorsitzender der Sozialistischen Jungen Generation (SJG) Luca Burgstaller. Vor allem Seiten von PolitikerInnen mit hohen Reichweiten, müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden. „Wenn ich sehe, dass Behauptungen ungeprüft verbreitet werden, stellt das ein großes Problem dar. Sind „Fake News“ erst einmal im Netz verbreitet, werden sie auch gerne geglaubt. Jede Gegendarstellung wird dann einfach als Unwahrheit abgetan“, so Burgsteller.

Kontrollgremium.

Um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken, greift der SJG Vorsitzende den Vorschlag aus dem Gastkommentar von Luca Kaiser, der in der Kleinen Zeitung am 26.01 erschien, auf und fordert eine Art Presserat für die sozialen Netzwerke. „Ein Journalist, der falsche Behauptungen verbreitet, muss mit Sanktionen rechnen. PolitikerInnen, mit zum Teil viel höherer Reichweite, tragen heute auch zur Meinungsbildung bei und sollten sich daher auch an Grundregeln halten müssen“. Burgstaller fordert deswegen die Einführung eines Kontrollgremiums, dass ihnen gemeldete Postings prüft und gegeben Falls sanktioniert. „Wenn einE PolitikerIn um 19 Uhr ein zweifelhaftes Posting ins Netz stellt und dieses mit 100 Euro bewirbt, muss er oder sie dieses, sofern es vom Kontrollgremium gefordert wird, um die gleiche Uhrzeit mit dem selben monetären Aufwand im selben Medium widerrufen“. Durch diese Vorgehensweise würde sich bald auch ein neues Bewusstsein im Umgang mit den neuen Medien bilden.

Meinungsfreiheit schützen.

„Es darf dabei aber nicht um Zensur gehen. Die Meinungsfreiheit des Einzelnen muss auf jeden Fall geschützt werden“, betont Burgstaller „Dem „Social-Media-Presserat“ unterliegen nur PolitikerInnen, die eine gewisse Mindestreichweite haben. Gemeldete Inhalte müssen mit Absicht oder wegen mangelnder Recherchearbeit versuchen, falsche Fakten und unhaltbare Theorien als Tatsachen darzustellen“.

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