- 27.01.2017, 12:32:22
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SJG Kärnten Burgstaller: Kein Platz für Fake News in der Politik
PolitikerInnen müssen mehr Verantwortung für Inhalte auf ihren Social-Media-Kanälen übernehmen. SJG Landesvorsitzender Luca Burgstaller fordert einen „Social-Media-Presserat“.
Utl.: PolitikerInnen müssen mehr Verantwortung für Inhalte auf ihren
Social-Media-Kanälen übernehmen. SJG Landesvorsitzender Luca
Burgstaller fordert einen „Social-Media-Presserat“. =
Wien (OTS) - Das Internet wird für den Informationserwerb der
Menschen immer wichtiger. Mit einem Mausklick oder einem
Fingerwischen am Smartphone kann ein breites Spektrum an
Informationen abgerufen werden. Das birgt aber auch Gefahren. „Noch
nie war es so leicht Falschmeldungen zu verbreiten“, sagt
Landesvorsitzender der Sozialistischen Jungen Generation (SJG) Luca
Burgstaller. Vor allem Seiten von PolitikerInnen mit hohen
Reichweiten, müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden. „Wenn
ich sehe, dass Behauptungen ungeprüft verbreitet werden, stellt das
ein großes Problem dar. Sind „Fake News“ erst einmal im Netz
verbreitet, werden sie auch gerne geglaubt. Jede Gegendarstellung
wird dann einfach als Unwahrheit abgetan“, so Burgsteller.
Kontrollgremium.
Um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken, greift der SJG
Vorsitzende den Vorschlag aus dem Gastkommentar von Luca Kaiser, der
in der Kleinen Zeitung am 26.01 erschien, auf und fordert eine Art
Presserat für die sozialen Netzwerke. „Ein Journalist, der falsche
Behauptungen verbreitet, muss mit Sanktionen rechnen. PolitikerInnen,
mit zum Teil viel höherer Reichweite, tragen heute auch zur
Meinungsbildung bei und sollten sich daher auch an Grundregeln halten
müssen“. Burgstaller fordert deswegen die Einführung eines
Kontrollgremiums, dass ihnen gemeldete Postings prüft und gegeben
Falls sanktioniert. „Wenn einE PolitikerIn um 19 Uhr ein
zweifelhaftes Posting ins Netz stellt und dieses mit 100 Euro
bewirbt, muss er oder sie dieses, sofern es vom Kontrollgremium
gefordert wird, um die gleiche Uhrzeit mit dem selben monetären
Aufwand im selben Medium widerrufen“. Durch diese Vorgehensweise
würde sich bald auch ein neues Bewusstsein im Umgang mit den neuen
Medien bilden.
Meinungsfreiheit schützen.
„Es darf dabei aber nicht um Zensur gehen. Die Meinungsfreiheit des
Einzelnen muss auf jeden Fall geschützt werden“, betont Burgstaller
„Dem „Social-Media-Presserat“ unterliegen nur PolitikerInnen, die
eine gewisse Mindestreichweite haben. Gemeldete Inhalte müssen mit
Absicht oder wegen mangelnder Recherchearbeit versuchen, falsche
Fakten und unhaltbare Theorien als Tatsachen darzustellen“.
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