SWV NÖ-Thomas Schaden: „Selbstbehalt für UnternehmerInnen beim Arztbesuch ist eine soziale Ungerechtigkeit“

Wirtschaftsverband NÖ: Der Selbstbehalt stellt für viele eine erhebliche Belastung dar und muss sofort beseitigt werden

St. Pölten (OTS) - Eine umgehende und gänzliche Abschaffung des Selbstbehalts für UnternehmerInnen und GewerbepensionistInnen beim Arztbesuch verlangt der Vizepräsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ), Thomas Schaden.
Er verweist darauf, dass der Selbstbehalt für viele Selbstständige eine große Belastung ist. Es sei deshalb erfreulich, dass Bundeskanzler Christian Kern und seine SPÖ-RegierungskollegInnen die Abschaffung des Selbstbehalts für UnternehmerInnen im dieswöchigen Ministerrat beschließen wollten. Nicht erfreulich ist, dass der Koalitionspartner diesem Vorschlag nicht zugestimmt hat.

„Der 20-prozentige Selbstbehalt für UnternehmerInnen und GewerbepensionistInnen beim Arztbesuch ist eine soziale Ungerechtigkeit. Die Selbstständigen müssen diesen Kostenanteil zahlen, obwohl sie die gleichen Beiträge in die Krankenversicherung einzahlen wie ASVG-Versicherte, die keinen Selbstbehalt beim Arztbesuch leisten müssen. Zu bedenken ist dabei auch, dass viele UnternehmerInnen ein niedrigeres Einkommen haben als ArbeitnehmerInnen, die in der selben Branche tätig sind. Auch deshalb ist der Selbstbehalt für UnternehmerInnen ungerecht“, erklärt Thomas Schaden.

„Nach dem Prinzip ‚Gleicher Beitrag, gleiche Leistung‘ sollte der Selbstbehalt daher endlich gestrichen werden. Eine Vereinheitlichung beim Selbstbehalt kann daher aus unserer Sicht nur heißen, dass dieser für alle gänzlich abgeschafft wird und es nicht zu Erhöhungen und neuen Selbstbehalten kommt.“

Nicht das geringste Verständnis hat Thomas Schaden für die Behauptung, dass Selbstbehalte ein Steuerungsinstrument sind, damit ärztliche Leistungen bewusster und nicht zu oft in Anspruch genommen werden: „Diese vermeintliche Begründung für den Selbstbehalt ist problematisch und eine Bevormundung von Selbstständigen. Die UnternehmerInnen haben ein großes Arbeitspensum zu bewältigen. Sie haben wenig Zeit und gehen ohnehin erst dann zum Arzt, wenn es sein muss. Der Selbstbehalt ist daher kein Steuerungsinstrument, sondern nur eine Belastung und eine Ungerechtigkeit, sonst nichts.“

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Niederösterreich (SWV NÖ)
3100 St. Pölten, Niederösterreich-Ring 1a
Tel. 02742 2255 400
0664 4118394
noe@wirtschaftsverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001