• 17.01.2017, 09:30:01
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  • OTS0033

Allianz Invest: Tauwetterperiode sorgt für Wachstumsoptimismus

USA und Emerging Markets bringen Wachstumsdynamik - Inflations-Comeback durch Öl-Wende und Arbeitslosenraten - Aktien attraktiver als Anleihen, besonders US-Aktien

Utl.: USA und Emerging Markets bringen Wachstumsdynamik -
Inflations-Comeback durch Öl-Wende und Arbeitslosenraten -
Aktien attraktiver als Anleihen, besonders US-Aktien =

Wien (OTS) - Nach einem turbulenten Jahr bringen positive Wachstums-
und Inflationsprognosen Bewegung in die Märkte. „Während die
Weltwirtschaft in der Vergangenheit deutlich unterkühlt war und von
zum Teil unerwarteten Schnee- und Eismassen eingedämmt wurde, steigen
die Temperaturen langsam wieder. Von einer langfristigen Wärmeperiode
sind wir aber noch weit entfernt“, erklärte Martin Bruckner,
Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment
Officer der Allianz Gruppe in Österreich, am Dienstag vor
Journalisten. Denn durch die „Brexit“-Verhandlungen, Wahlen in
mehreren europäischen Ländern und den Amtsantritt Trumps sowie
geopolitische Risiken kann es weiterhin zu „Wetterkapriolen“ kommen.
Vor diesem Hintergrund und der weiterhin expansiven Geldpolitik
werden Risiko-Assets favorisiert, so die Experten.

2017: positiver Wachstums- und Inflationsausblick

Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Prognosen, so
sollte sich das globale Wachstum im heurigen Jahr wieder
beschleunigen. Dynamik erwarten die Allianz Experten von der
US-Wirtschaft, die von den angekündigten fiskalpolitischen Maßnahmen
der republikanischen Regierung profitieren sollte, sowie vor allem
den Öl fördernden Schwellenländern. Das Euroland-Wachstum bleibe 2017
ohne Eigendynamik. Nach Jahren der Deflationsgefahren sollte die
Inflation im kommenden Jahr auf ein Niveau von vor der Finanzkrise
zurückkehren: „Während die Erholung des Ölpreises und der stärkere
US-Dollar für ein weiteres Ansteigen der Inflation in der Eurozone
sorgen, sollten in den USA die fiskalpolitischen Konjunkturmaßnahmen
und die niedrige Arbeitslosigkeit den Preisauftrieb antreiben“,
erklärt Mag. Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest
KAG. Die globale Geldpolitik bleibe weiterhin unterstützend, ihren
maximalen Impuls habe sie bereits überschritten. Die Experten
erwarten darüber hinaus eine Zinserhöhung für die USA in zwei bis
drei Schritten, gegen Jahresende könnte die EZB eine Reduzierung der
Anleihekäufe bekannt geben.

Chancen für Anleger in Q1/2017: Aktien vor Anleihen

„Im derzeitigen Umfeld raten wir den Anlegern daher, Aktien gegenüber
Anleihen überzugewichten“, erklärte Bruckner die Anlagestrategie der
Allianz für das kommende Quartal.

Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, die USA überzugewichten,
Europa und Japan neutral zu halten und Emerging Markets
unterzugewichten. Für US-Aktien, die neue Höchststände erreicht haben
und von Investoren zu Beginn des Jahres favorisiert werden, spreche
der positive Gewinn- und Währungsausblick. Die Bewertungen und das
Gewinnpotenzial für europäische Aktien sind aufgrund der langjährigen
Wachstumsschwäche und Underperformance als attraktiver einzustufen,
politische Ereignisse führen jedoch erneut zu Unsicherheit. Der
positive Gewinntrend japanischer Unternehmen sollte sich im kommenden
Jahr fortsetzen, der Markt bleibe von der Währungsentwicklung stark
dominiert. Nach starken Zuflüssen und der Performance im vergangenen
Jahr sind Investoren in den Emerging Markets aktuell deutlich
vorsichtiger positioniert, die Bewertungen sind relativ gesehen eher
günstig.

Auf der Anleihenseite empfiehlt die Allianz, Unternehmensanleihen
überzugewichten, Staatsanleihen aus den Emerging Markets und der
Eurozone neutral zu halten sowie jene aus den USA unterzugewichten.
Für Unternehmensanleihen spreche der positive Konjunkturausblick, in
Anbetracht dessen der Schwerpunkt vor allem auf High Yields liegt.
Euroland-Staatsanleihen bleiben gut unterstützt, die laufenden
Erträge sind jedoch gering. In den Emerging Markets hat sich das
Wachstum im Zuge der Erholung des Ölpreises stabilisiert,
Lokalwährungen werden aufgrund der bestehenden Risikofaktoren und
erwarteter US-Zinserhöhung gemieden. In den USA sollten die
Anleiherenditen im Jahr 2017 bedingt durch höheres Wachstum,
steigende Inflation und expansive Fiskalpolitik steigen.

Downloads im Internet unter
https://www.allianz.at/ueber-allianz/media-newsroom/

Foto: Martin Bruckner (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
Foto: Mag. Christian Ramberger (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
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