„WELTjournal“ am 11. Jänner: „Jerusalem – Eklat um Siedlungspolitik“

Danach im „WELTjournal +“: „Nahost-Konflikt – Verschwendete EU-Milliarden“

Wien (OTS) - Die überraschende Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik durch die UNO – möglich nur, weil die USA erstmals kein Veto eingelegt haben – hat in Israel zu einem enormen Eklat geführt. Israel hat seine Botschafter zurückberufen, Gespräche abgesagt und die USA eines „schändlichen, hinterhältigen“ Manövers geziehen. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Cornelia Vospernik – zeigt dazu am Mittwoch, dem 11. Jänner 2017, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Jerusalem – Eklat um Siedlungspolitik“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Nahost-Konflikt – Verschwendete EU-Milliarden“.

WELTjournal: „Jerusalem – Eklat um Siedlungspolitik“

Israels Siedlungspolitik gilt als das größte Hemmnis für eine Lösung des jahrzehntelangen Konflikts. 556.000 jüdische Siedler leben mittlerweile in den besetzten Gebieten und verdrängen die Palästinenser von ihrem eigenen Land, knapp 200.000 sind es allein im arabischen Ost-Jerusalem – und ein Ende ist nicht in Sicht. Das „WELTjournal“ zeigt die aufgeheizte Stimmung in Israel am Beispiel der Straßenbahn von Jerusalem, die seit ihrem Bau Gegenstand heftiger Kontroversen ist. Sie fährt vom Herzlberg im Westteil Jerusalems an der historischen Altstadt entlang bis zur umstrittenen jüdischen Siedlung Pisgat Ze’ev im annektierten arabischen Ostteil. Immer wieder kommt es zu Gewaltaktionen auf den Zug und zu Boykott-Aufrufen. Die Straßenbahn hat Juden und Araber noch mehr entzweit und zeigt, wie verhärtet die Fronten im Nahost-Konflikt sind.

WELTjournal +: „Nahost-Konflikt – Verschwendete EU-Milliarden“

Mehr als 25 Milliarden US-Dollar Hilfsgelder sind in den vergangenen 20 Jahren ins palästinensische Westjordanland und in den Gazastreifen geflossen. Traditionell größter Geber ist die EU. Zweck der Hilfe ist eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung und der Aufbau eines unabhängigen, demokratischen Staates Palästina, der Seite an Seite und in dauerhaftem Frieden mit Israel existieren soll. Doch die Bilanz ist vernichtend: In den besetzten Gebieten herrscht Armut und Arbeitslosigkeit, ein Wirtschaftsaufbau ist unter der Besatzung so gut wie unmöglich und eine Zwei-Staaten-Lösung scheint angesichts der israelischen Siedlungspolitik ferner denn je.

Das „WELTjournal+“ analysiert die Schwierigkeiten und die Sinnhaftigkeit dieser Geber-Politik und fragt nach der Rolle der EU im Nahost-Konflikt. Als „Payer, no player“, das heißt als Geldgeber, aber nicht politischer Akteur, wird die EU dort auch innerhalb diplomatischer Kreise bezeichnet. 20 Jahre nach dem Oslo-Abkommen, so Kritiker, ist die Besatzung nicht beendet, sondern verhärtet, und das nicht trotz, sondern mit der Hilfe der Geberländer.

Die Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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