• 04.01.2017, 11:47:00
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  • OTS0056

Mitterlehner: Neuer Rekord bei internationalen Betriebsansiedlungen

Standort Österreich im Aufwind: Erstmals über 300 internationale Unternehmen bei der Ansiedlung betreut - Forschende Firmen und Startups verdoppelt

Utl.: Standort Österreich im Aufwind: Erstmals über 300
internationale Unternehmen bei der Ansiedlung betreut -
Forschende Firmen und Startups verdoppelt =

Wien (OTS/BMWFW) - Die zum Wirtschaftsministerium ressortierende
Betriebsansiedlungsagentur ABA – Invest in Austria legt eine
Rekordbilanz vor: „Der Standort Österreich ist im Aufwind. Gemeinsam
mit den Regionalgesellschaften konnte die ABA im Vorjahr 319 neue
internationale Unternehmen ansiedeln, ein Plus von über sieben
Prozent. Damit haben wir erstmals die Schallmauer von 300
Ansiedlungen durchbrochen“, sagte Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
ABA-Geschäftsführer René Siegl am Mittwoch. Die mit den
Rekord-Ansiedlungen verbundenen Investitionen im Land sind 2016 um 42
Prozent auf 705,22 Millionen Euro gestiegen. Bei der Zahl der neuen
Jobs gab es eine leichte Steigerung auf 2.622. Mitterlehner erwartet
insgesamt ein erfolgreiches Jahr für die heimische Wirtschaft: „Der
Ausblick ist positiv. Unsere Unternehmen rücken trotz internationaler
Krisen und Unsicherheiten wieder den Optimismus in den Vordergrund.“

„Viele internationale Betriebe, die sich bei uns ansiedeln, schätzen
die Drehscheibenfunktion in Richtung Ost- und Südosteuropa. Dazu
kommen die qualifizierten Fachkräfte sowie Österreichs Stabilität und
Rechtssicherheit. In einem schwierigen geopolitischen Umfeld gewinnen
diese Erfolgsfaktoren an Bedeutung“, sagte Mitterlehner. „Wir haben
uns bewusst attraktiver für forschende Unternehmen und internationale
Startups gemacht. Das zahlt sich jetzt aus", verweist Mitterlehner
auf die erhöhte Forschungsprämie und das neue Startup-Paket.
Zusätzlich sinken die Lohnnebenkosten allein 2017 um rund 500
Millionen Euro.

Mitterlehner sieht trotz der guten Zahlen „keinen Anlass für
tatenlose Selbstzufriedenheit“ und spricht sich insbesondere für ein
modernes Arbeitsrecht und das weitere Senken der Steuer- und
Abgabenquote aus. „Wir stehen in einem harten internationalen
Wettbewerb, gerade bei der Körperschaftssteuer. Wenn 17 von 28
EU-Ländern niedrigere Sätze als Österreich haben, müssen wir uns
mittelfristig mit diesem Thema auseinandersetzen. Abhängig von den
budgetären Möglichkeiten und im Kontext einer nächsten
Steuerreform-Etappe“, sagte Mitterlehner.

Starkes Interesse aus Deutschland, China und CEE/SEE Märkten

Aus dem traditionell stärksten Investorland Deutschland kamen im
Vorjahr 116 Unternehmen nach Österreich – und damit um rund 13
Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschland zeichnete damit für 36
Prozent aller ABA-Projekte verantwortlich. Stark steigend ist auch
das Engagement aus China: Zwölf chinesische Unternehmen (gegenüber
sieben im Vorjahr) siedelten sich 2016 mit Unterstützung der ABA im
Land an. Rund 70 Unternehmen – und damit mehr als ein Fünftel aller
neuen ABA-Ansiedlungen – kamen aus den CEE/SEE-Ländern. Am stärksten
vertreten waren hier Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Russland.

Zahl der forschenden Firmen und Start-Ups verdoppelt

Mehr als zehn Prozent der von der ABA 2016 bei der Ansiedlung
beratenen internationalen Unternehmen betreiben Forschung &
Entwicklung. „Die Zahl der angesiedelten F&E treibenden Firmen hat
sich im Vorjahr von 16 auf 35 mehr als verdoppelt. Allein im Vorjahr
haben diese Betriebe rund 124 Millionen Euro in Österreich
investiert. Das ist ein starkes Zeichen für die Qualität des
Forschungsstandorts“, betont Mitterlehner. „Maßnahmen wie die erhöhte
Forschungsprämie machen sich bezahlt. Damit haben wir Vorteile im
weltweiten Standortwettbewerb.“

Als Teil der Gründerland-Strategie des Wirtschaftsministeriums
betreut die ABA auch internationale Startups bei der Gründung in
Österreich. „2016 konnten wir die Zahl der angesiedelten Startups auf
18 verdoppeln“, erläutert Mitterlehner.

Bundesländer-Ranking: Wien vor Salzburg, Kärnten und
Oberösterreich

Auch 2016 siedelte sich mit 155 die Mehrzahl der internationalen
Unternehmen in der Hauptstadt Wien an (2015: 150). Stärkstes
Bundesland nach Wien war Salzburg mit 31 (2015: 25)
Betriebsansiedlungen, gefolgt von Kärnten mit 27 (2015: 36) und
Oberösterreich mit 23 Ansiedlungen (2015: 17). 22 (2015: 20) der von
der ABA und den Regionalgesellschaften betreuten Firmengründungen
wurden in Tirol, 21 in der Steiermark (2015: 16), 20 in
Niederösterreich (2015: 18), elf in Vorarlberg (2015: 9) und sieben
im Burgenland (2015: 5) angesiedelt. Zwei Unternehmen haben Standorte
in mehreren Bundesländern.

Beispiele von Unternehmen, die sich für Österreich entschieden
haben:

Bekum Gruppe: Um die europäische Fertigung von
Extrusionsblasmaschinen an einem Standort zu bündeln, hat der
Berliner Maschinenbauer Bekum den Produktionsbereich mit
Maschinenmontage, Einkauf, Arbeitsvorbereitung und Lager nach
Niederösterreich verlagert. In Traismauer wurden fünf Millionen Euro
in den Ausbau des Werks investiert und 40 Arbeitsplätze geschaffen.
Dort wurden bislang ausschließlich Großblasanlagen gebaut, jetzt auch
die kleineren Verpackungsmaschinen.

CETC: Eines von Chinas größten Technologieunternehmen im Bereich
Energietechnik und Informationstechnologie baut in Graz seine
Europazentrale auf. Dort kooperierte CETC bereits mit Universitäten
und Unternehmen.

Amlogy: Das Startup-Unternehmen entwickelt Augmented Reality und
Virtual Reality Applikationen. So haben die russisch-armenischen
Gründer mit einer Lernapplikation beispielsweise Schulbücher mittels
virtueller 3D-Darstellung zum Leben erweckt, um das Lernen zu
vereinfachen.

Über die ABA – Invest in Austria
Die ABA – Invest in Austria ist eine im Eigentum des österreichischen
Wirtschaftsministeriums stehende Betriebsansiedlungsgesellschaft. Sie
berät interessierte Unternehmen kostenlos bei der Standortwahl, in
arbeits- und steuerrechtlichen Fragen, hilft bei der Suche nach
Kooperationspartnern und unterstützt im Kontakt mit Behörden.

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