- 04.01.2017, 09:01:44
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ÖAMTC: Tipps zu richtigem Verhalten bei Staus – Teil 2
Club erklärt, warum Verzögerungen entstehen und wie man sie vermeiden kann
Utl.: Club erklärt, warum Verzögerungen entstehen und wie man sie
vermeiden kann =
Wien (OTS) - Mit dem Ferienende erwarten die Verkehrsexperten des
ÖAMTC zahlreiche Staus. "Wenn man versteht, wie Staus entstehen und
wie man sich richtig verhält, kann man Zeit und Nerven sparen",
erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Hauptursache für
stockenden Verkehr und Staus ist die Überlastung der Straßen, gefolgt
von Baustellen und Unfällen. Aber auch schlechte Witterung oder
falsches Verhalten der Lenker senken die Kapazität der Straßen. "Ein
klassisches Beispiel dafür sind Schaulustige. Obwohl auf der eigenen
Fahrbahn kein Hindernis ist, wird abgebremst, um eine Unfallstelle zu
beobachten. Durch die niedrigere Geschwindigkeit können deutlich
weniger Fahrzeuge die betroffene Stelle passieren und es kommt zum
Stau", erklärt der ÖAMTC-Verkehrstechniker.
Oft lösen sich Staus wieder auf, ohne dass man an einem Unfall
oder einer Baustelle vorbeikommt. Viele Autofahrer fragen sich dann,
wodurch die Verzögerung ausgelöst wurde. "Diese Staus sind zumeist
auf falsches Verhalten von Lenkern zurückzuführen", sagt Nosé. Gründe
dafür können zu geringer Sicherheitsabstand, zu hohe
Geschwindigkeitsunterschiede oder ein Stau an unübersichtlichen
Stellen wie nach Kurven oder Kuppen sein. In solchen Situationen
müssen nachfolgende Fahrzeuge stärker bremsen als die voranfahrenden.
Die Kettenreaktion verstärkt sich solange, bis ein Fahrzeug zum
Stehen kommt und ein Stau entsteht.
So kommt man sicher und rasch durch den Stau
Da Staus neben Verzögerungen auch Unfallrisiken bergen, gibt der
ÖAMTC einige Tipps, wie man sich als Fahrzeuglenker bestmöglich
verhält:
* Nähert man sich einem Stau, sollte frühzeitig und – soweit möglich
– gleitend gebremst werden, ausreichend Abstand zum Vordermann
gehalten und durch Einschalten der Warnblinkanlage der Stau
signalisiert werden. Dadurch wird das Risiko eines Auffahrunfalles
minimiert.
* Abstand halten: "Oft wird zu dicht aufgefahren, damit sich andere
Lenker nicht vordrängen können. Aber auch bei geringen
Geschwindigkeiten sollte unbedingt ein ausreichender
Sicherheitsabstand eingehalten werden", so der
ÖAMTC-Verkehrstechniker.
* Fahrstreifen beibehalten und einordnen lassen: Bei stockendem
Verkehr wird oftmals mittels Fahrstreifenwechsel versucht, Zeit zu
gewinnen. Aber gerade bei viel Verkehr ist das Beibehalten der
Fahrspur wichtig für den Verkehrsfluss. Bei Einmündungen oder
Engstellen durch Unfälle, Pannen oder Baustellenbereiche kann das
richtige Anwenden des Reißverschlusssystems Verzögerungen verhindern.
* Vorausschauend fahren: "Das Vermeiden von plötzlichen Fahrmanövern
ist das Um und Auf eines partnerschaftlichen Miteinanders auf der
Straße", erklärt Nosé. Dazu gehören z.B. das Vermeiden häufiger
Fahrstreifenwechsel sowie das rechtzeitige Blinken bei
Fahrstreifenwechsel.
* Gefahrenstellen zügig passieren: Bei Unfällen oder Pannen sollte
man sich nicht von den Geschehnissen ablenken lassen. Wenn bereits
Einsatzkräfte vor Ort sind, sollten Lenker zügig weiterfahren.
* Rettungsgasse bilden: In Österreich ist seit 1. Jänner 2012 die
Rettungsgasse auf mehrspurigen Richtungsfarbahnen verpflichtend. "Bei
einer zweispurigen Autobahn wird die Rettungsgasse in der Mitte
zwischen den beiden Fahrstreifen gebildet. Bei drei Fahrstreifen muss
die Gasse zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen gebildet
werden“, erklärt Nosé.
* Nerven bewahren: Aggression im Straßenverkehr ist sehr gefährlich.
"Auch wenn es schwer fällt, sollte also Ruhe bewahrt werden. Lieber
ein wenig Zeit als die Beherrschung verlieren", appelliert Nosé
abschließend.
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