- 02.01.2017, 14:03:39
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- OTS0075
Köche und Kellner weiterhin dringend gesucht
WKÖ-Bundessparte Tourismus: Sonderauswertung lässt wichtige Punkte außer Acht – Nocker-Schwarzenbacher: Fakten nicht kleinreden
Utl.: WKÖ-Bundessparte Tourismus: Sonderauswertung lässt wichtige
Punkte außer Acht – Nocker-Schwarzenbacher: Fakten nicht
kleinreden =
Wien (OTS) - Eine heute publizierte AMS-Sonderauswertung zum
Tourismusarbeitsmarkt scheint die Personalnot im Tourismus zu
relativieren – jedoch nur auf den ersten Blick. Verkürzte
Betrachtungsweisen führen schnell zu Falschinterpretationen, warnt
die Spartenobfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Petra Nocker-Schwarzenbacher: „Wir arbeiten vielfach im
Saisonbetrieb. Daher ist der Eine-zu-eins-Vergleich mit
Ganzjahresbetrieben bei der Personalsuche unzulässig“, stellt sie
richtig.
„Die Problematik unserer Branche zeigt sich darin, dass die Besetzung
von 30% der ausgeschriebenen Stellen bis zu drei Monate dauert. Was
das für einen Saisonbetrieb bedeutet, ein Vierteljahr ohne Fachkraft
dazustehen, kann sich jeder ausrechnen.“
Weiters darf man nicht außer Acht lassen, dass viele Betriebe über
private Jobportale nach Fachkräften suchen: So waren z.B. per
Stichtag 2. Jänner 2017 bei www.hotelcareer.at 1627 offene Stellen im
Tourismus gemeldet, davon 557 Köche und 454 im Service. Jene Stellen,
die ausschließlich auf diesem Wege angeboten werden, scheinen in der
AMS-Datenbank meist gar nicht auf.
Abgesehen davon, geht aus einer früheren Auswertung des AMS hervor,
dass es sich bei einem Fünftel der beim AMS gemeldeten Personen um
„Sockelarbeitslose“ handelt, also Personen, die nicht vermittelt
werden können. Es werden nämlich in dieser Statistik alle Personen,
die zuletzt im Tourismus beschäftigt waren, wenn auch nur
vorübergehend, der Branche zugerechnet. „Dabei könnte auch die
Lockerung der strengen Zumutbarkeitsbestimmungen eine Entschärfung
bringen, wenn dadurch mehr arbeitslose Fachkräfte aus Wien in die
westlichen Bundesländer vermittelt werden könnten, wo sie dringend
gesucht werden“, betont Nocker-Schwarzenbacher.
„Wie man es auch drehen und wenden will: Die traurige Tatsache, dass
in unserer Branche akuter Personalmangel herrscht, lässt sich nicht
kleinreden. Und dieses Faktum kann auch durch Statistiken und
Sonderauswertungen nicht beschönigt werden kann. Statt viel Energie
darauf zu verwenden, das Problem zu verniedlichen, sollte man lieber
Beträge zur konstruktiven Problemlösung erarbeiten“, so die
Bundesspartenobfrau. (PWK006/PM)
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