- 02.01.2017, 09:27:22
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ÖGB-Achitz: 2017 muss das Jahr der Trendwende am Arbeitsmarkt werden
Investitionen steigern, Konsum ankurbeln, Mindestlöhne erhöhen, Arbeitszeit verkürzen
Utl.: Investitionen steigern, Konsum ankurbeln, Mindestlöhne
erhöhen, Arbeitszeit verkürzen =
Wien (OTS) - Nach dem leichten Rückgang im November ist auch im
Dezember die Zahl der Arbeitslosen und in Schulungen Befindlichen ein
wenig zurückgegangen: „Das lässt Hoffnung aufkommen, dass 2017 das
Jahr der Trendwende am Arbeitsmarkt wird – aber das geht nicht von
selbst“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: „Die
Politik muss der Arbeitsmarktpolitik neuen Schub geben, etwa durch
mehr Investitionen in Infrastruktur, durch Maßnahmen zur gerechteren
Verteilung der vorhandenen Arbeit, also durch eine
Arbeitszeitverkürzung.“++++
Unternehmen müssen Arbeitsplätze schaffen und Mindestlöhne
erhöhen
„Aber auch die Unternehmen sind gefragt: Sie müssen die von der
Regierung geschaffenen Investitionen und Lohnnebenkostensenkungen
auch aufgreifen und endlich wieder mehr investieren und Arbeitsplätze
schaffen“, so Achitz. Er fordert die Wirtschaftskammer auf, rasch
über eine Generalvereinbarung über 1.700 Euro Mindestlohn zu
verhandeln: „Von jedem Euro, den die MindestlohnbezieherInnen
zusätzlich bekommen, gehen 80 Cent direkt in den Konsum. Das kurbelt
die Wirtschaft an und schafft Arbeitsplätze.“
Höhere Mindestlöhne führen nicht zu weniger Beschäftigten
„Mindestlöhne sorgen dafür, dass mehr Menschen von ihrem
Arbeitseinkommen auch leben können“, sagt Achitz, „sie führen aber
nicht zu höherer Arbeitslosigkeit. Das zeigen die Erfahrungen aus
vielen Ländern, darunter die USA, Großbritannien, Portugal,
Deutschland und Tschechien.“
Mehr:
http://blog.arbeit-wirtschaft.at/fuehren-mindestloehne-zu-hoeheren-lo
ehnen-auf-kosten-steigender-arbeitslosigkeit (fk)
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