- 01.01.2017, 12:36:05
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Verkehrsunfälle - Leichtfried: Historischer Tiefstand
Zahl der Verkehrstoten sinkt wieder – 100-Punkte-Programm für mehr Verkehrssicherheit startet
Utl.: Zahl der Verkehrstoten sinkt wieder – 100-Punkte-Programm für
mehr Verkehrssicherheit startet =
Wien (OTS) - Im Jahr 2016 sind auf Österreichs Straßen 427 Personen
tödlich verunglückt. Nach einem Anstieg 2015 ist die Zahl der
Verkehrstoten wieder gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 52
niedriger und liegt damit knapp unter dem Wert aus 2014 – dem Jahr
mit der absolut niedrigsten Zahl an Verkehrstoten seit Beginn der
Aufzeichnung im Jahr 1961. „Wir haben einen historischen Tiefstand
erreicht. Damit werden wir uns aber nicht zufrieden geben. Darum
starten wir 2017 mit unserem Verkehrssicherheitspaket: Handyverbot,
Alkolocks und die Verlängerung der Probezeit bringen mehr Sicherheit
auf unseren Straßen. Unser Ziel ist klar: Kein einziger Verkehrstoter
mehr in Österreich. Bis 2020 wollen wir die Anzahl der Verkehrstoten
halbiert haben“, sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried. ****
Dazu hat Verkehrsminister Leichtfried ein 100-Punkte-Programm für
mehr Sicherheit im Straßenverkehr auf den Weg gebracht. Mitte
November wurden umfassende Neuerungen vom Nationalrat beschlossen, im
nächsten Jahr treten die Maßnahmen in Kraft. „Wir gehen gezielt gegen
die Hauptunfallursache Ablenkung am Steuer vor, etwa indem ein
Verstoß gegen das Handyverbot künftig auch mittels Fotobeweis
geahndet werden kann. Und wir setzen bei den Jungen an: Wir haben die
Probezeit für Fahranfänger auf drei Jahre verlängert und die
Mopedausbildung modernisiert“, so der Verkehrsminister. Die
theoretische Prüfung wird um den Gegenstand „Risikokompetenz“
erweitert und von Multiple-Choice-Fragen auf Papier auf einen
Computertest umgestellt. Zudem können Mopedanfängerinnen und
Mopedanfänger die Ausbildung nun frühestens zwei Monate statt wie
bisher sechs Monate vor dem 15. Geburtstag beginnen.
Jedes Jahr wird in Österreich rund 26.000 Personen der Führerschein
wegen Alkohol am Steuer weggenommen. 4.000 davon setzen sich wieder
alkoholisiert hinters Lenkrad und gefährden damit sich und ihre
Mitmenschen. Der Pilotversuch zu Alkohol-Wegfahrsperren ermöglicht
Betroffenen - unter bestimmten Voraussetzungen - nach mindestens zwei
Monaten Führerscheinentzug ins Alkolock-Programm einzusteigen. „Die
Alkolocks sind ein Meilenstein in der Verkehrssicherheit. Damit
verhindern wir, dass sich Fahrerinnen und Fahrer wieder betrunken ans
Steuer setzen“, erklärt Verkehrsminister Jörg Leichtfried. (Schluss)
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