ÖAMTC: Diesel und Benzin 2016 billiger als 2015

Dezember teuerster Tankmonat

Wien (OTS) - Die durchschnittlichen Kraftstoffpreise sind im Jahr 2016 im Vergleich zum Jahr davor gesunken. Die ÖAMTC-Jahresauswertung zeigt, dass sowohl ein Liter Diesel (2015: 1,110 Euro/2016: 1,020 Euro), als auch ein Liter Super (2015: 1,195 Euro/2016: 1,103 Euro) in diesem Jahr um rund neun Cent pro Liter günstiger wurden. "Verantwortlich für die aus Autofahrersicht erfreuliche Entwicklung sind die zu Jahresbeginn deutlich gefallenen Ölpreise", erklärt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober. Die ÖAMTC-Analyse zeigt aber auch, dass die Rohölpreise über das Jahr hinweg wieder kontinuierlich zugelegt haben. "Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass der Februar der günstigste und der Dezember der mit Abstand teuerste Tankmonat in diesem Jahr war", erläutert Grasslober. Im laufenden Monat liegen die Durchschnittspreise mit plus fünf Cent bei Benzin und sogar plus zehn Cent bei Diesel wieder deutlich über jenen des Dezember 2015. "Es ist somit davon auszugehen, dass die teureren Kraftstoffpreise auf die Inflationsrate des aktuellen Monats preistreibend wirken werden", ergänzt der ÖAMTC-Experte.

Steueranteil bei über 55 Prozent

Bei jedem Liter Kraftstoff, der in einen privaten Autotank fließt, fließt jedoch auch ein überproportional hoher Betrag in die Staatskassa. Über das Jahr gesehen, betrug der Steueranteil bei Diesel 56 Prozent, bei Super sogar 60 Prozent. "Daraus ergibt sich, dass jeder österreichische Autofahrer über die Hälfte des Spritpreises an den Staat zahlt", führt der ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte aus. Hochgerechnet heißt das, dass der durchschnittliche Benzinfahrer mit seinem Privat-Pkw rund 470 Euro an Mineralöl- und Mehrwertsteuer abliefert. Dieseltanker sind für die öffentliche Hand noch lukrativer: Sie liefern im Durchschnitt rund 540 Euro mit ihrem Privat-Pkw an Steuern ab. "Insgesamt bescherten Österreichs Autofahrer mit ihren Privat-Pkw dem Staat mehr als zwei Milliarden an Steuern aus Sprit", rechnet Grasslober vor.

Spritpreisverordnung geht in die Verlängerung

Positiv für die heimischen Autofahrer ist die Tatsache, dass die sogenannten Spritpreisverordnungen bis zum 31.Dezember 2019 verlängert werden. Damit bleibt zum einen die Meldung der aktuellen Spritpreise an die offizielle Datenbank verpflichtend und zum anderen dürfen die Preise nur einmal täglich, nämlich um zwölf Uhr Mittags, erhöht werden. Preissenkungen sind hingegen zu jedem Zeitpunkt möglich.

Aufgrund der sich ständig ändernden Preise für Super und Diesel wird es auch im neuen Jahr für die Konsumenten nicht einfach sein, den Überblick zu behalten. "Die günstigsten Tankstellen können auch weiterhin topaktuell unter www.oeamtc.at/sprit gefunden werden", berichtet der Verkehrswirtschaftsexperte des ÖAMTC. "Aktuell liegen diese bei knapp über einem Euro für Diesel und bei knapp unter 1,10 Euro für Benzin." Auch Besitzer von iPhones und Android-Smartphones können sich die günstigsten Spritpreise mit der ÖAMTC-App jederzeit direkt auf das Handy holen.

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