Freiheitliche Schmierenkomödie zu Winkler-Vorlass

Akten belegen: schon unter Haider hätte Winkler-Vorlass angekauft werden sollen

Klagenfurt (OTS) - „Als Kulturreferent des Landes ist es meine gesetzliche Aufgabe, Werke, Exponate aller Kulturbereiche für das Land zu bewahren, Künstler und kritische Geister nicht auszugrenzen und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Das habe ich beim Vorlassankauf der Winkler-Werke auch so gemacht – wie bei jedem anderen Künstler“, betont Kulturlandesrat Christian Benger heute. Die Menschen haben unterschiedliche Zugänge zu Kunst und Kultur, was laut Benger jedoch in der Natur der Sache liege. „Geschmäcker sind nirgends so verschieden wie in der Kunst und Kultur. Aber wer fällt die Entscheidung, was eine Berechtigung hat und was nicht?“ hinterfragt Benger.

Kärnten habe viele namhafte Literaten vorzuweisen. Doch seien Vorlässe wie jener von Turrini oder Handke für Kärnten verloren, weil andere Bundesländer und Organisationen diese beiden Vorlässe um über eine Million Euro aufgekauft haben.

„Dass die freiheitlichen in dieser Angelegenheit eine reine Schmierenkomödie aufführen und ihrem Populismus freien Lauf lassen, belegen die Ankauf-Versuche in den letzten Jahren durch freiheitliche Politiker in diesem Land“, weist Benger hin.

Schon vor ihm in dieser Funktion habe es im Land mehrfach Bestrebungen und Anläufe gegeben, den Vorlass Winklers für das Land anzukaufen.
• Am 8. Juli 1999 war es der FPÖ-Stadtrat Walter Gassner, der 1,5 Mio. Schilling zahlen wollte.
• Am 14. April 2004 hat der damalige LH Haider den Auftrag gegeben wörtlich „den Ankauf in die Wege zu leiten“ und ein Gutachten in Auftrag gegeben, das einen Wert von 262.000 Euro belegte.
• Am 3. August 2005 ließ der damalige freiheitliche LHStv. Strutz für den Ankauf 10 Ratenzahlungen prüfen oder Winkler stattdessen eine Wohnung zur Verfügung zu stellen.
• Ende 2011 hat laut Stadt Klagenfurt der freiheitliche Vizebürgermeister Gunzer in Klagenfurt für den Vorlass 300.000 Euro angeboten.

Die Gesamtsumme von 230.000 Euro für das Land solle Winkler in Raten ausbezahlt werden, Benger schwebt ein Zeitraum von 20 Jahren vor, kann aber den Verhandlungen nicht vorgreifen. Die Raten würden in diesem Zeitraum monatlich 900 bis 1.000 Euro betragen und aus dem Kulturbudget des Landes bezahlt unter dem Titel „Förderung von Schrifttum und Sprache“, wo 2017 in Summe 224.800 Euro budgetiert sind. Schon in den letzten Jahren wurden bis zu 50.000 Euro pro Jahr für Vorlässe und Nachlässe vorgesehen. „Es gibt also im Budget einen klaren Ansatz für solche Maßnahmen und zudem den Auftrag durch das Kärntner Kulturförderungsgesetz zum Erwerb und der Zugänglichmachung von literarischen Werken“, weist Benger hin.

Das Schätzgutachten habe die Stadt Klagenfurt 2013 in Auftrag gegeben und die wissenschaftlichen Bewertungen haben Univ.-Prof. Dr. Gerhard Melzer sowie Dr. Gerhard Fux (Franz Nabl-Institut für Literaturforschung/Literaturhaus Graz) vorgenommen. Seit Feber 2016 liege das Ergebnis vor. (Schluss)

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