- 20.12.2016, 15:34:45
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Freiheitliche Schmierenkomödie zu Winkler-Vorlass
Akten belegen: schon unter Haider hätte Winkler-Vorlass angekauft werden sollen
Utl.: Akten belegen: schon unter Haider hätte Winkler-Vorlass
angekauft werden sollen =
Klagenfurt (OTS) - „Als Kulturreferent des Landes ist es meine
gesetzliche Aufgabe, Werke, Exponate aller Kulturbereiche für das
Land zu bewahren, Künstler und kritische Geister nicht auszugrenzen
und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Das habe ich beim
Vorlassankauf der Winkler-Werke auch so gemacht – wie bei jedem
anderen Künstler“, betont Kulturlandesrat Christian Benger heute. Die
Menschen haben unterschiedliche Zugänge zu Kunst und Kultur, was laut
Benger jedoch in der Natur der Sache liege. „Geschmäcker sind
nirgends so verschieden wie in der Kunst und Kultur. Aber wer fällt
die Entscheidung, was eine Berechtigung hat und was nicht?“
hinterfragt Benger.
Kärnten habe viele namhafte Literaten vorzuweisen. Doch seien
Vorlässe wie jener von Turrini oder Handke für Kärnten verloren, weil
andere Bundesländer und Organisationen diese beiden Vorlässe um über
eine Million Euro aufgekauft haben.
„Dass die freiheitlichen in dieser Angelegenheit eine reine
Schmierenkomödie aufführen und ihrem Populismus freien Lauf lassen,
belegen die Ankauf-Versuche in den letzten Jahren durch freiheitliche
Politiker in diesem Land“, weist Benger hin.
Schon vor ihm in dieser Funktion habe es im Land mehrfach
Bestrebungen und Anläufe gegeben, den Vorlass Winklers für das Land
anzukaufen.
• Am 8. Juli 1999 war es der FPÖ-Stadtrat Walter Gassner, der 1,5
Mio. Schilling zahlen wollte.
• Am 14. April 2004 hat der damalige LH Haider den Auftrag gegeben
wörtlich „den Ankauf in die Wege zu leiten“ und ein Gutachten in
Auftrag gegeben, das einen Wert von 262.000 Euro belegte.
• Am 3. August 2005 ließ der damalige freiheitliche LHStv. Strutz
für den Ankauf 10 Ratenzahlungen prüfen oder Winkler stattdessen eine
Wohnung zur Verfügung zu stellen.
• Ende 2011 hat laut Stadt Klagenfurt der freiheitliche
Vizebürgermeister Gunzer in Klagenfurt für den Vorlass 300.000 Euro
angeboten.
Die Gesamtsumme von 230.000 Euro für das Land solle Winkler in Raten
ausbezahlt werden, Benger schwebt ein Zeitraum von 20 Jahren vor,
kann aber den Verhandlungen nicht vorgreifen. Die Raten würden in
diesem Zeitraum monatlich 900 bis 1.000 Euro betragen und aus dem
Kulturbudget des Landes bezahlt unter dem Titel „Förderung von
Schrifttum und Sprache“, wo 2017 in Summe 224.800 Euro budgetiert
sind. Schon in den letzten Jahren wurden bis zu 50.000 Euro pro Jahr
für Vorlässe und Nachlässe vorgesehen. „Es gibt also im Budget einen
klaren Ansatz für solche Maßnahmen und zudem den Auftrag durch das
Kärntner Kulturförderungsgesetz zum Erwerb und der Zugänglichmachung
von literarischen Werken“, weist Benger hin.
Das Schätzgutachten habe die Stadt Klagenfurt 2013 in Auftrag gegeben
und die wissenschaftlichen Bewertungen haben Univ.-Prof. Dr. Gerhard
Melzer sowie Dr. Gerhard Fux (Franz Nabl-Institut für
Literaturforschung/Literaturhaus Graz) vorgenommen. Seit Feber 2016
liege das Ergebnis vor. (Schluss)
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