• 20.12.2016, 11:33:24
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  • OTS0060

Winter in Wien: MA 48 hat alles im Griff

Liegenschaftseigentümer sind für die Gehsteige verantwortlich

Utl.: Liegenschaftseigentümer sind für die Gehsteige verantwortlich =

Wien (OTS) - Vorweihnachtliche Stimmung verbreitet der leichte
Schneefall in Wien. Die MA 48 hat alles im Griff, in der Nacht waren
70 Fahrzeuge im Einsatz sowie 3 Winterdienstlagerplätze geöffnet. Es
kam zu keinerlei Beeinträchtigungen für den Verkehr.

Moderne Streutechnologie zum Schutz der Umwelt und Luftgüte

Seit Jahren setzt die MA 48 auf innovative Streutechnologien, die
den Salzverbrauch bei geringen Minustemperaturen noch weiter
reduzieren. Bei Temperaturen um Null Grad kann so vor allem reine
Sole ausgebracht werden, bei kälteren Temperaturen oder hohen
Schneemengen punktet das bewährte Feuchtsalz mit seiner höheren
Tauleistung. Durch den Einsatz von Salzsole und Feuchtsalz wurden die
Streusplittmengen in Wien drastisch reduziert: Zum Vergleich: Im
Winter 1995 hat die MA 48 noch mehr als 133.500 Tonnen Splitt
gestreut, im Winter 2002/03 waren es noch rund 28.000 Tonnen, im sehr
starken Winter 2012/2013 mit 121 cm Schnee an 42 Tagen 1.165 Tonnen
und letztes Jahr nur noch 104 Tonnen. Der weitgehende Verzicht von
Streusplitt ist eine wichtige Maßnahme der Stadt Wien im Kampf gegen
Feinstaub.

In den vergangenen Wintern wurden erfolgreich neuartige
Streugeräte mit der Möglichkeit zur wahlweisen Ausbringung von
Feuchtsalz oder reiner Sole über einen Sprühbalken getestet. Die
Ausbringung der Streumittel kann damit optimal dem Bedarf angepasst
und dadurch reduziert werden.

1.400 MitarbeiterInnen im Einsatz für sichere Straßen

Für einen Volleinsatz stehen 1.400 MitarbeiterInnen in den
verschiedensten Funktionen bereit. Die KollegInnen kommen aus den
verschiedensten Arbeitsbereichen, wie zum Beispiel
StraßenarbeiterInnen, MechanikerInnen, Platzmeister, LenkerInnen,
SchneetelefonistInnen, Oberaufseher, Kehrbezirksleiter,
Funkwagenfahrer, Garagenleiter, Einsatzleiter und
JournaldienstmitarbeiterInnen tragen dazu bei, dass der Winterdienst
in Wien reibungslos funktioniert. Im Einsatzfall können zusätzlich
bis zu 400 Streuarbeiter zur Unterstützung bei der Betreuung der
Straßenübergänge aufgenommen werden. Auch externe MitarbeiterInnen
privater Fuhrwerksunternehmen bilden ein wesentliches Element im
Winterdienst der Stadt Wien.

353 Räum- und Streufahrzeuge stehen bereit

Entsprechend der Verkehrsbedeutung ist das öffentliche Straßennetz
in fünf Klassen eingeteilt. Straßenzüge mit hoher Verkehrsbedeutung
sind in den sogenannten A-Plänen zusammengefasst, die von Fahrzeugen
der MA 48 betreut werden.

353 Räum- und Streufahrzeuge sind notwendig, um das Wiener
Straßennetz im Winter in einem relativ engen Zeitrahmen zu betreuen.
Die Organisation des Straßenwinterdienstes ruht auf drei Säulen:

o Der Fuhrpark stellt 70 Fahrzeuge für die winterliche Betreuung des
Hauptstraßennetzes.
o 103 Fahrzeuge unserer PartnerInnen aus der Privatwirtschaft sind
für den Winterdienst auf dem restlichen Hauptstraßennetz zuständig.
o Die Straßenreinigung setzt 180 Kleinfahrzeuge auf den Nebenstraßen
und Radwegen ein.

Modernste Doppelklingenpflüge im Kampf gegen Schnee und Eis

Auf unebenen Straßen haben sich Doppelklingenpflüge bestens
bewährt. Die Anzahl dieser Spezialpflüge wird daher heuer von 17 auf
29 erhöht. Sie kommen auf ausgewählten Strecken wie etwa der
Ringstraße oder der Höhenstraße zum Einsatz. Der Pflug besteht hier
aus 2 hintereinander geschalteten Klingen. Die 1. Klinge ist starr
(Grobräumung), die dahinter befindliche besteht aus beweglichen
Lamellen und kümmert sich um die Feinräumung der unebenen Flächen.
Durch die bessere Räumleistung wird der Streumittelverbrauch
reduziert.

Die Folge: Schnee verbleibt nach dem Pflügen nicht mehr in den
Spurrillen bzw. anderen Unebenheiten, der Einsatz von Auftaumitteln
kann dadurch verringert werden

Leistungsfähige Soleanlagen

Die Versorgung der Winterdienstfahrzeuge mit Streumitteln ist
essentiell für einen funktionierenden Winterdienst. Auf zwei
Lagerplätzen wurden die bestehenden Soleanlagen durch
leistungsfähigere ausgetauscht. Nach der Modernisierung wird die
Anlage in der Mühlwasserstrasse ein Fassungsvermögen von 152.000 l
besitzen und mit einer Mischleistung von 15.000 l/h arbeiten. Am
Lagerplatz Seybelgasse wird die Soleanlage ein Fassungsvermögen von
110.000 l besitzen und mit einer Mischleistung von 8.000 l/h
arbeiten.

Wer räumt wo? Klare Zuständigkeiten in Wien

Für die Betreuung der öffentlichen Straßen in Hinblick auf
Reinigung und Winterdienst ist die MA 48 zuständig. Das Straßennetz,
das die MA 48 im Winterdienst zu betreuen hat, ist 2.800 Kilometer
lang. Die zu betreuende Fahrbahnfläche beträgt rund 23 Millionen
Quadratmeter. Die MA 48 ist auch verantwortlich für mehr als 610.000
Laufmeter Gehsteige, Stiegen und kombinierte Geh- und Radwege. Die MA
48 betreut darüber hinaus das Radwegenetz: Da sich das Fahrrad immer
mehr zum ganzjährigen Verkehrsmittel entwickelt, wurde ein 279 km
langes Winterbasisradwegenetz definiert, das seither einheitlich und
verstärkt durch die MA 48 winterlich betreut wird. Die betreuten
Radwege sind auch online unter
www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/pdf/winterraeumung.pdf abrufbar. Die
restlichen Radwege (über 900 km) werden im Zuge der weniger stark
befahrenen Nebenstraßen und Nebenfahrbahnen ebenfalls von der MA 48
mit geräumt.

Das Autobahn- und Schnellstraßennetz (sowie auch die Tangente)
einschließlich der Auf- und Abfahrten werden von der ASFINAG betreut.

Liegenschaftseigentümer für Gehsteige verantwortlich

Grundsätzlich sind für die winterliche Betreuung der Gehsteige von
6-22 Uhr die Liegenschaftseigentümer zuständig. Im Zuge der
Novellierung der Gehsteigverordnung im Jahre 2012 kam es zu einigen
Änderungen in diesem Bereich: So besteht beispielsweise für
LiegenschaftseigentümerInnen bzw. beauftragte Firmen die volle
Räumpflicht für Gehsteige, die unmittelbar an Behindertenparkplätzen
angrenzen. Des Weiteren ist die Ablagerung des Schnees von schmalen
Gehsteigen (schmäler als 1,5 m) in der Parkspur möglich, sofern der
Verkehr nicht behindert wird bzw. es zu keiner Gefährdung kommt.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

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