- 15.12.2016, 15:48:08
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Pensionsversicherungsanstalt - Jahresvoranschlag 2017
Sozialminister Alois Stöger besucht die Pensionsversicherungsanstalt - Generalversammlung beschließt Voranschlag für 2017
Utl.: Sozialminister Alois Stöger besucht die
Pensionsversicherungsanstalt - Generalversammlung beschließt
Voranschlag für 2017 =
Wien (OTS) - Am Donnerstag, dem 15. Dezember 2016, fand unter dem
Vorsitz von Obmann Manfred Anderle die 2. Generalversammlung dieses
Jahres statt, zu der Bundesminister Alois Stöger begrüßt wurde. Im
Rahmen der Generalversammlung wurde der Jahresvoranschlag der
Pensionsversicherungsanstalt für das Jahr 2017 einstimmig
beschlossen. Obmann Anderle meinte einleitend: „Die vorliegenden
Gebarungszahlen sind ein weiterer sachlicher Beleg für das sehr gute
Funktionieren und die Nachhaltigkeit der österreichischen
gesetzlichen Pensionsversicherung. Es ist wichtig, das Vertrauen der
Versicherten in die Zukunftstauglichkeit einer nicht
gewinnorientierten solidarischen Pensionsversicherung zu stärken,
insbesondere für jene, die Sorge um ihre staatliche Pension haben und
sich eine private Pensionsvorsorge nicht leisten können.“
Stöger über die Neuerungen in der Sozialversicherung
Sozialminister Alois Stöger gab in seinem Referat sowohl einen kurzen
Rückblick auf das auslaufende heurige Jahr als auch einen Ausblick
auf das kommende Jahr und seine wichtigsten Änderungen in der
Sozialversicherung: „2016 haben wir die Erhöhung der Mindestpension
bei langer Erwerbstätigkeit auf 1.000 Euro erreicht. Und wir stellen
mit der Pensionserhöhung um 0,8 Prozent sowie der Einmalzahlung von
100 Euro sicher, dass alle Pensionistinnen und Pensionisten einen
Teuerungsausgleich erhalten“, betont Sozialminister Alois Stöger. Für
das kommende Jahr kündigt Stöger ein umfassendes REHA-Paket an: „Wir
wollen, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen
Rechtsanspruch auf berufliche Rehabilitation bei drohender
Invalidität oder Berufsunfähigkeit haben. Damit schaffen wir mehr
soziale Sicherheit bei schweren Erkrankungen und Unfällen.“
Budgetvolumen 2017
Das konsolidierte Budgetvolumen der Pensionsversicherungsanstalt
beläuft sich im Jahr 2017 auf rund 36,840 Mrd. EUR und wird sich
daher gegenüber dem vorläufigen Ergebnis 2016 um 3,2 % erhöhen. Für
den ASVG-Bereich, der mit 94,6 % den Schwerpunkt bildet, sind 34,851
Mrd. EUR, für den Bereich Pflegegeld sind 1,929 Mrd. EUR und für den
Bereich Nachtschwerarbeit sind 60,0 Mio. EUR zu veranschlagen.
Deckungsquote beträgt 96,0 %
Den Beitragseinnahmen in der Höhe von rund 29,616 Mrd. EUR im
ASVG-Bereich steht ein Pensionsaufwand von rund 30,854 Mrd. EUR
gegenüber. Dies entspricht einer Deckungsquote von 96,0 %. Dabei wird
von einer durchschnittlichen Zahl der Pflichtversicherten von rund
3.270.600 ausgegangen. Bei im Schnitt 1.943.292 laufenden Pensionen
kommen im Jahr 2017 auf 1.000 pflichtversicherte Erwerbstätige rund
470 Eigenpensionen (2016: 476) sowie 124 Hinterbliebenen-pensionen
(2016: 127).
Die Ausfallhaftung des Bundes wird voraussichtlich 4,398 Mrd. EUR
betragen und sich gegenüber dem vorläufigen Ergebnis des Jahres 2016
um rund 4,3 % erhöhen.
Moderate Erhöhung bei Pensionsleistungen
Der Voranschlag weist auf der Ausgabenseite für Pensionsleistungen
inklusive der Einmalzahlungen 30,854 Mrd. EUR aus. Davon entfallen
auf Alterspensionen 24,800 Mrd. EUR, auf Invaliditäts- und
Berufsunfähigkeitspensionen 2,252 Mrd. EUR und auf
Hinterbliebenenpensionen (Witwen, Witwer, Waisen) 3,794 Mrd. EUR. Die
Aufwendungen für die Alterspensionen werden somit insgesamt im
Vergleich zum Jahr 2016 um 3,8 % und die Aufwendungen für die
Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen werden um 1,4 %
steigen. Die Ausgaben für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation
werden für das Jahr 2017 mit 946,0 Mio. EUR veranschlagt und steigen
damit um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr.
Für die Krankenversicherung der Pensionistinnen und Pensionisten sind
1.219 Mio. EUR und für Ausgleichszulagen 670 Mio. EUR budgetiert.
Eigener Verwaltungsaufwand weiterhin weniger als 1 %
Der eigene Verwaltungsaufwand wird voraussichtlich 328,4 Mio. EUR
betragen, was einem Anteil von weniger als 1 % des Gesamtaufwandes
entspricht.
Fachreferate zum Masterplan Rehabilitation und
Sozialversicherung 4.0
Zum Abschluss der Generalversammlung erfolgten die Referate von
Generaldirektor-Stellvertreter Kurt Aust und Generaldirektor Winfried
Pinggera. Aust stellte die wichtigsten Elemente des Masterplans
Rehabilitation vor und unterstrich die Führungsrolle der Eigenen
Einrichtungen in der medizinischen, therapeutischen, pflegerischen
und administrativen Entwicklung für die Durchführung von
Pilotprojekten. Pinggera referierte über die neuen Arbeitsmodelle der
Zukunft und zeigte auf, welch starken Einfluss die Veränderungen in
der Arbeitswelt auf die Finanzierung der Sozialversicherung und auf
die Arbeitsabläufe innerhalb dieser haben werden.
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