OMV schließt den Verkauf eines 49% Minderheitsanteiles an der Gas Connect Austria an Allianz und Snam ab

Wien (OTS) -  

Wien/München/San Donato Milanese, 15. Dezember, 2016 – OMV, das internationale, integrierte Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Wien, schloss heute den Verkauf eines 49% Minderheitsanteiles an der Gas Connect Austria GmbH (GCA) an ein Konsortium bestehend aus Allianz, Europas größtem Versicherungsunternehmen, und Snam S.p.A., eines der führenden Gasinfrastruktur-Unternehmen Europas, ab. Allianz Capital Partners, der Alternative Asset Manager der Allianz Gruppe, führt dieses Investment im Auftrag seiner österreichischen und deutschen Versicherungsunternehmen durch.

Nach dem Erhalt der Fusionsgenehmigung durch die deutschen und österreichischen Behörden erfolgt nun der Abschluss der Transaktion. OMV hält eine Beteiligung von 51% an GCA.

Die Akquisition wurde durch eine gemeinsam kontrollierte Gesellschaft im 60%/40%-Eigentum von Allianz und Snam vollzogen, die auch regresslose Finanzierungszusagen (Non-Recourse Financing) von bis zu EUR 310 Mio seitens eines Pools internationaler Banken sichergestellt hat. OMV erhielt vom Konsortium EUR 601 Mio in bar (inklusive EUR 147 Mio für die aliquote Rückführung des bestehenden Gesellschafterdarlehens mittels Gewährung einer neuen Gesellschafterdarlehensvereinbarung an GCA). Die Transaktion ist per 1. Jänner 2016 wirtschaftlich wirksam. OMV ist berechtigt, die komplette Dividendenzahlung von GCA in Höhe von EUR 80 Mio für das Geschäftsjahr 2015 einzubehalten.

Der Verkauf der Minderheitsbeteiligung an der GCA unterstützt die finanzielle Stabilität und den Cashflow des OMV Konzerns, wobei OMV die Mehrheit an der GCA behält. Darüber hinaus bringt dies die OMV Strategie voran: Restrukturierung der Downstream Gas Assets und Reduzierung des Engagements im regulierten Gasgeschäft. Die Transaktion ist eine einmalige Gelegenheit für Allianz und Snam, Investitionen in einem gut etablierten Gastransportnetzwerk und einer für den österreichischen Markt wichtigen Lieferinfrastruktur zu tätigen. Durch die strategische, zentraleuropäische Lage der GCA erfüllt diese auch eine wesentliche Rolle in der Versorgung von etlichen benachbarten Märkten. Die Partnerschaft zwischen OMV, Allianz und Snam wird weiterhin die erfolgreiche Entwicklung der GCA als bedeutender Player in den europäischen Gastransportmärkten und der österreichischen Gasinfrastruktur unterstützten. Bereits jetzt halten Snam (84,47%) und GCA gemeinsam die Anteile an der TAG (Trans-Austria-Gasleitung), dem Rückgrat der österreichischen Gasinfrastruktur.

GCA betreibt ein rund 900 km langes Erdgas-Hochdruckleitungsnetz in Österreich. Das Unternehmen ist für die Vermarktung und Bereitstellung von Transportkapazitäten an den Grenzübergangspunkten und für die im Inland benötigten Transportkapazitäten für Erdgas zuständig. Die Absatzmenge Entry und Exit belief sich 2015 auf 152 Mrd Kubikmeter.
GCA ist eine zentrale Drehscheibe im europäischen Erdgas-Netzwerk. GCA leistet einen wesentlichen Beitrag für die Erdgas-Versorgung Österreichs und der Länder Deutschland, Frankreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn. GCA erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von EUR 246 Mio. 


Hintergrundinformationen:

OMV Aktiengesellschaft

Mit einem Konzernumsatz von EUR 23 Milliarden und einem Mitarbeiterstand von rund 24.100 im Jahr 2015 ist die OMV Aktiengesellschaft eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. In Upstream fokussiert OMV die Aktivitäten auf drei Kernregionen – CEE (Rumänien, Österreich), Nordsee sowie Mittlerer Osten und Afrika – und auf ausgewählte Entwicklungsregionen. 2015 lag die Tagesproduktion bei rund 303 kboe/d. Im Bereich Downstream verfügt die OMV über eine jährliche Raffineriekapazität von 17,8 Millionen Tonnen und mit Ende 2015 über rund 3.800 Tankstellen in 11 Ländern inklusive Türkei. Die OMV betreibt ein Gaspipelinenetz in Österreich und Gasspeicher in Österreich und Deutschland. 2015 hat die OMV in etwa 110 TWh Gas verkauft.


Allianz Gruppe und Allianz Capital Partners

Die Allianz repräsentiert weltweit eine der stärksten Finance Communities. Sie bietet ihren Kunden eine breite Palette an Versicherungs- und Asset Management Leistungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 142.000 Mitarbeiter in über 70 Ländern und erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Gesamt­umsatz von 125,2 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 10,7 Milliarden Euro. Die Allianz Gruppe betreute zum Ende 2015 ein Investment Portfolio von rund 640 Milliarden Euro. Hinzu kamen 1,3 Billionen Euro, die Allianz GI und PIMCO für Dritte in ihrem Management haben. Die Allianz ist mit ihren Investitionen in zahlreichen Bereichen aktiv, wie zum Beispiel Immobilien, Infrastruktur, erneuerbare Energien, Equity Investments und Finanzierungen. Die Allianz setzt auf langfristige und wertbildende Strategien unter Berücksichtigung von Rendite- und Risikoaspekten. 

Allianz Capital Partners ist der konzerneigene Investment-Manager der Allianz Gruppe für alternative Anlageformen. Mit Büros in München, London, New York und Singapur verwaltet Allianz Capital Partners über 16 Milliarden Euro an alternativen Anlagen. Der Investitionsschwerpunkt liegt dabei auf Investitionen in Infrastruktur, erneuerbaren Energien sowie Private Equity Fonds. Die Anlagestrategie zielt darauf ab, attraktive, langfristige und stabile Erträge zu generieren und dabei das Investment-Portfolio für Allianz-Versicherungsgesellschaften zu diversifizieren.

Snam

Snam, mit einer Marktkapitalisierung von ca. EUR 17 Milliarden per September 2016, ist Eigentümer, Betreiber und Entwickler von Europas größtem, frei zugänglichem Pipelinenetzwerk (32.534 km) und der größten Speicherinfrastruktur der Europäischen Union (16 Milliarden Kubikmeter Kapazität). Die Investitionen der Snam in Europa ermöglichen die Integration des Energienetzes der Europäischen Union.  Snam ist seit mehr als 40 Jahren in Österreich präsent. Durch die enge und effektive Partnerschaft mit der OMV und in weiterer Folge der GCA, entwickelte sich die TAG (Trans-Austria-Gasleitung). Die TAG, an der Snam (84,47%) und GCA Anteile halten, ist das Rückgrat der österreichischen Gasinfrastruktur.


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