- 15.12.2016, 11:33:58
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Sebastian Kurz: Die Zuerkennung einer internationalen Telefonvorwahl ist ein Meilenstein für Kosovo
Der Außenminister gratuliert dem Kosovo und betont die Bedeutung des Dialogs zwischen Belgrad und Pristina
Utl.: Der Außenminister gratuliert dem Kosovo und betont die
Bedeutung des Dialogs zwischen Belgrad und Pristina =
Wien (OTS) - „Ich freue mich, dass die International
Telecommunications Union (ITU) heute einen für den Kosovo so
bedeutenden Schritt setzte. Durch die Zuerkennung einer eigenen
Landesvorwahl wird Telefonieren für alle Einwohner des Kosovo
einfacher und vor allem auch billiger“, meinte Außenminister Kurz in
einer ersten Reaktion.
Er erinnerte daran, dass Österreich bereits am 1. Jänner 2016 im
Auftrag von Serbien und Kosovo bei der ITU um Zuteilung einer
dreistelligen Vorwahl für den Kosovo ersucht hatte. Dies war Teil des
Telekom-Abkommens im Rahmen des von der EU vermittelten Dialogs
zwischen Belgrad und Pristina. Am 15. Dezember teilte die ITU dem
Kosovo nun offiziell die Vorwahl +383 zu. Es wird allerdings aufgrund
der notwendigen technischen Umsetzung dieser Entscheidung noch etwas
dauern, bis diese Vorwahl die bisher existierenden ersetzen wird.
Minister Kurz betonte die Bedeutung dieses Abkommens auch für die
serbische Minderheit im Kosovo. Denn als Teil dieses Abkommens wird
das neu gegründete Unternehmen MTS d.o.o als Tochtergesellschaft der
serbischen Telekom eine kosovarische Festnetzlizenz und eine
Mobiltelefonie-Autorisierung bekommen.
Im weiteren Kontext unterstrich Kurz, dass der Dialog für Belgrad und
Pristina nicht nur für ihre jeweiligen europäischen Aspirationen
wichtig sei, sondern auch ganz konkrete Erleichterungen für die
Einwohner des Kosovo aller Ethnizitäten bringe. „Es liegt nun an
beiden Seiten, die Vorteile des Dialogs auch klar öffentlich zu
kommunizieren, denn dieser ist alles andere als ein
Null-Summen-Spiel. Beide Seiten profitieren – und was das wichtigste
ist: Die Bevölkerung des Kosovo, egal welcher Ethnizität, verdient
es, dass sich die Politiker trotz aller Differenzen für ihr Wohl
einsetzen.“
„Ich rufe beide Seiten dazu auf, nun entschlossen auch die Umsetzung
jener Abkommen anzugehen, die noch nicht umgesetzt worden sind“,
meinte Kurz abschließend und verwies hier insbesondere auf den
Verband mehrheitlich serbischer Gemeinden im Kosovo und das
Energie-Abkommen.
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