• 14.12.2016, 18:27:42
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  • OTS0232

Die Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2017 stehen fest

Im Rahmen eines prominent besetzten Pressegesprächs im Wiener Ringturm wurden die Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2017 bekanntgegeben.

Utl.: Im Rahmen eines prominent besetzten Pressegesprächs im Wiener
Ringturm wurden die Nominierungen zum Österreichischen
Filmpreis 2017 bekanntgegeben. =

Wien (OTS) - Die Mitglieder der Akademie haben aus 20 Spielfilmen, 21
Dokumentarfilmen und 18 Kurzfilmen ihre Favoriten gewählt. Der 7.
Österreichische Filmpreis wird am 1. Februar 2017 im Wiener Rathaus
in 16 Kategorien vergeben. Regisseur und Oscarpreisträger István
Szabó wird die Festrede halten.
Die Nominierungen:
www.oesterreichische-filmakademie.at/2017/nominierungen2017.html

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Bundesminister Thomas Drozda,
Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, ORF Fernsehdirektorin Kathrin
Zechner, die Leiterin der Kunstsektion im BMEIA Teresa Indjein, der
Vizepräsident der WKO Wien Josef Bitzinger, verkündeten neben der
Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films Ursula
Strauss und Stefan Ruzowitzky die Nominierungen für den 7.
Österreichischen Filmpreis.

Der Österreichische Filmpreis stellt den heimischen Film und die
heimischen Filmschaffenden einmal im Jahr in den Mittelpunkt, zollt
ihnen Wertschätzung und Aufmerksamkeit.

Der Präsident der Akademie des Österreichischen Films Stefan
Ruzowitzky formuliert seine Wünsche an die Politik „ganz prosaisch:
mehr Geld. Aber auch: ständiges Überdenken und Verbessern der
Strukturen. Lassen Sie uns Österreich zu einem Film- und Kinoland
machen, damit der „Lauf“, den wir seit ein paar Jahren haben,
weitergeht.“

Minister Thomas Drozda dazu positiv und wertschätzend: „Wenn es
Bedarf gibt über Strukturen zu reden tu ich das gerne. Bei
Veränderungsbedarf bin ich offen. Aber ich habe schon den Eindruck,
dass Film auf Augenhöhe mit Theater und bildender Kunst agiert und
das vollkommen zu Recht.“

Der Obmann der Akademie Josef Aichholzer: „Wir alle erleben, dass die
Gesellschaft seit einem guten Jahrzehnt in die Krise geraten ist. Und
wir wissen nicht, wie es uns allen in den nächsten Jahren damit gehen
wird. Ich kann nur jeden ermuntern, dass er in seiner Form politisch
tätig wird, um sich nicht in einem Jahr zu wundern, was alles möglich
ist“.

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner fügt hinsichtlich der
Förderstrukturen hinzu: „Ich bin für jede Erleichterung zu haben und
werde versuchen mit dem Finanzminister das Einvernehmen herzustellen.
Ich möchte auch dort anknüpfen, was Herr Aichholzer angesprochen hat
- auch was die politische Wirkung in Zeiten wie diesen anbelangt.
Filmschaffende haben einfach einen anderen Blick, meistens etwas
visionärer als andere Mitglieder unserer Gesellschaft. Tun sie das!
Wer in der Politik nicht gestaltet, wird gestaltet werden.“

Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny freut sich, dass die Stadt Wien
wieder Gastgeber dieser besonderen Preisverleihung sein kann, passt
sie doch genau in das Gesamtbild der Stadt mit Kinoförderung, Film-
und Festivalförderung, bis hin zur Langzeitarchivierung.

Ursula Strauss, die Präsidentin der Akademie des Österreichischen
Films berichtet, dass der Preis in der Kategorie „Bester
Dokumentarfilm“ künftig dem/der Produzenten/in und dem/der
Regisseur/in des Films gemeinsam zuerkannt werden (bisher nur dem/der
Produzent/in). Mit dieser Entscheidung möchte die Akademie die
umfangreichen Leistungen der Regie bei der Herstellung eines
Dokumentarfilms würdigen, die hier oft auch in den Produktionsbereich
hinein reichen. Darüber hinaus waren auch die unausgewogenen Chancen
als Dokumentarfilm-Regisseur/in den Preis „Beste Regie" zu gewinnen
ein ausschlaggebender Punkt für diese Entscheidung.

Der 7. Österreichische Filmpreis am 1. Februar im Wiener Rathaus
Die Gala inszeniert Peter Payer, das Bühnenbild gestalten Hubert
Klausner und Johannes Salat (beide ausgezeichnet mit dem
Österreichischen Filmpreis 2016, Bestes Szenenbild für ICH SEH ICH
SEH).

Peter Payer: „Durch die Gala wird Pia Hierzegger führen. Als
Gastredner erwarten wir den Regisseur und Oscarpreisträger István
Szabó. Der Abend wird inhaltlich wie gestalterisch Vielfalt
repräsentieren. So wird die Verleihung selbst auf/in einer Bühnenbar
stattfinden. Als Treffpunkt, am Feierabend.“

Der Abend der Nominierten findet diesmal schon eine Woche vor der
Verleihung im Stadttheater Wiener Neustadt statt. Christoph Dostal,
Schauspieler und neuer künstlerischer Leiter des Stadttheaters wird
den Abend gestalten.

Tradition hat mittlerweile auch die Kooperation mit dem ORF rund um
den Österreichischen Filmpreis, der mit der Berichterstattung und den
Sondersendungen zum österreichischen Film ein klares Bekenntnis
abgibt und ein Präsentationsforum für eine breite Öffentlichkeit
bietet. „Vor 2 Jahren habe ich noch einen fiktiven 10.Geburtstag des
Österreichischen Filmpreises im Jahr 2019 herbeigratuliert.
Mittlerweile bin ich überzeugt: dieser Preis ist wie ein starker,
alle Stürme überstehender Baum fest in der kulturellen und
künstlerischen Erde unseres Landes verwurzelt. Dieses Wachstum, der
Mut und die Vielseitigkeit sind unübersehbar.“ so Kathrin Zechner.

Österreichische Kurzfilmschau

Die Geschichte des österreichischen Kurzfilms und ihre Präsentation
im Ausland ist seit 2013 ein Erfolgsprojekt, das auch 2017
prolongiert wird. Bisher fanden mehr als 170 Vorführungen in 28
Ländern statt. Teresa Indjein: „Die Kulturnation Österreich ist eine
Filmnation geworden. Kurzfilme schaffen Raum für Begegnungen mit dem
Publikum auf „Leinwandhöhe“ und sie schaffen Zeit für das Gespräch.
Sie lassen uns vielleicht mehr Zeit als andere Kunstformen für
Begegnung und Dialog, beides unabdingbar für ein Miteinander, das es
so sehr braucht. Es ist schön für das Außenministerium ein Teil und
Unterstützer dieses Geschehens zu sein. So soll es auch bleiben.“

Europäische Kooperationsprojekte 2017

Am 7. Mai wird die Akademie zum zweiten Mal am EFA (European Film
Academy) Young Audience Award teilnehmen. Einem jungen Publikum aus
12 bis 14-jährigen werden in mehr als 30 Städten in ganz Europa
parallel drei europäische Filme gezeigt. Gleich im Anschluss an die
Screenings wählt das junge Publikum den Gewinnerfilm. Die
Juryvorsitzenden übermitteln die Resultate live nach Erfurt zur Gala.
….Ein bisschen wie Songcontest für Filme.

Weiters wird die Akademie wieder am Kurzfilmprojekt der Französischen
Filmakademie „Les Nuits en Or - Panorama“ im Juni 2017 teilnehmen.
Die Akademie des Österreichischen Films ist seit Beginn Teil von „Fan
of Europe“, dem Zusammenschluss der Europäischen Filmakademien. Bei
diesen Treffen entstehen diese tollen europäischen Kooperationen. Für
2017 gibt es dafür auch erstmals eine spezifische Förderung des BKA /
Abteilung Europäische und internationale Kulturpolitik.

Das Wahlverfahren beim Österreichischen Filmpreis

20 Spiel- und 21 Dokumentarfilme wurden für den Österreichischen
Filmpreis 2017 eingereicht, die ihren Kinostart im Zeitraum zwischen
Oktober 2015 bis November 2016 hatten. Weitere Kriterien sind ein
österreichisches Ursprungszeugnis sowie der Nachweis einer
erheblichen österreichischen kulturellen Prägung. Die derzeit 385
wahlberechtigten Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films
haben in einem geheimen, notariell überwachten Wahlverfahren die
Nominierungen bestimmt. Die endgültigen Preisträger/innen werden in
den kommenden Wochen in einem weiteren notariell überwachten Wahlgang
der Akademiemitglieder ermittelt.

Die 18 Kurzfilme qualifizieren sich durch internationale
Auszeichnungen und Festivalerfolge im vergangenen Jahr. Die
Nominierungen für Bester Kurzfilm wurden von der Wahlgruppe Kurzfilm,
bestehend aus 26 Akademie-Mitgliedern und je einem/er Vertreter/in
der Kooperationspartner VIS Vienna Shorts und Shortynale
Kurzfilmfestival Klosterneuburg, gewählt.

Die Akademie des Österreichischen Films

Die im Jahr 2009 gegründete Akademie des Österreichischen Films hat
es sich zur Aufgabe gemacht, die Leistungen der heimischen
Filmbranche zu fördern und entsprechend zu würdigen, sowie deren
Anliegen zu kommunizieren und mitzutragen. Sie stand ab 2010 unter
der Präsidentschaft von Barbara Albert und Karl Markovics. Seit
Oktober 2013 haben Ursula Strauss und Stefan Ruzowitzky diese
Aufgaben übernommen. Bei der heurigen Generalversammlung wurden
Strauss und Ruzowitzky für weitere 3 Jahre bestätigt.
Die Akademie hat aktuell 457 Mitglieder (davon sind 385 ordentliche /
wahlberechtigte Mitglieder). Der von der Akademie ins Leben gerufene
und im Jänner 2011 erstmals im Odeon verliehene Österreichische
Filmpreis präsentiert und prämiert die Leistungen der heimischen
Filmbranche. Die 2. Verleihung fand 2012 in den Rosenhügelstudios
statt. Die 3. und die 5. Verleihung wurden 2013 bzw. 2015 im Wiener
Rathaus gefeiert. Die 4. Gala 2014 und die 6. 2016 fanden in
Grafenegg/Niederösterreich statt. Am 1. Februar 2017 findet die 7.
Verleihung im Wiener Rathaus statt und für 2018 ist wieder Grafenegg
geplant.

Unterstützt wird die Akademie des Österreichischen Films von FFW
Filmfonds Wien, Stadt Wien, MA7, BKA / ÖFI, BMWFW / FISA / AWS, Land
Niederösterreich / Stadttheater Wiener Neustadt, BMEIA, WKO / F&MA,
WK Wien, VDFS, VAM, AKM, Erste Bank, Wiener Städtische
Versicherungsverein, Vienna Film Commission, Flimmit, Satel Film,
Listo Videofilm, Aichholzer Filmproduktion, epo-film, Novotny &
Novotny Filmproduktion, Superfilm, Gebhardt Productions,
absolutprint, Eventwide, ART for ART, Radatz, Ströck, Ottakringer,
Dürnberg und weiteren Kooperationspartner/innen und Mitglieder.

www.oesterreichische-filmakademie.at

Fotos:
http://bilderserver.skyunlimited.at/index.php/Filmpreis/PK-Nominierungen-2017#
https://www.flickr.com/photos/oesterreichische-filmakademie/albums

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