• 14.12.2016, 14:30:09
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  • OTS0185

Scheiblauer/Kögl: Heute schreiben wir Bildungsgeschichte

Junge in der SPÖ NÖ begrüßen den heutigen Beschluss zum Ausbau der Ganztagsschulen im Nationalrat und fordern zukünftig mehr Bewegung von der ÖVP

Utl.: Junge in der SPÖ NÖ begrüßen den heutigen Beschluss zum Ausbau
der Ganztagsschulen im Nationalrat und fordern zukünftig mehr
Bewegung von der ÖVP =

St. Pölten (OTS) - Mit dem heutigen Beschluss im Nationalrat werden
endlich Geldmittel zur Verfügung gestellt, die einen sinnvollen
Ausbau der Gesamtschule ermöglichen. Mit 750 Millionen Euro wurde ein
Volumen erreicht, das spürbare Ergebnisse bringen kann, insbesondere
auch deshalb, weil das Ministerium als Geldgeber zugleich auch über
zwei Drittel, also 500 Millionen, direkt verfügt und von den Ländern,
die das andere Drittel vergeben, Rechenschaft über den Einsatz
erhält. So sollen gezielt verschränkte Ganztagsschulen ausgebaut
werden.

Für die Junge Generation in der SPÖ NÖ (JG NÖ) wird so ein Schritt
gesetzt, der längst überfällig ist, insbesondere auch deshalb, weil
das Interesse der SchülerInnen im Zentrum von Schule zu stehen haben.
So meint etwa der Landesvorsitzende der JG NÖ, Albert Scheiblauer:
„Durch diesen Schritt wird es endlich möglich, dass Kinder nicht nur
am Vormittag qualitätsvollen Unterricht erhalten, sondern Schule als
Lebensraum kennen lernen können, dort auch den ganzen Tag verbringen,
sich austauschen und ihren Interessen nachgehen können. Am Ende des
Schultages haben sie wirklich frei. Und das wird für alle Schultypen
möglich, was besonders wichtig ist.“

Die jungen SozialdemokratInnen freuen sich über den Schritt, den
Bildungsministerin Sonja Hammerschmid in zähen Verhandlungen mit den
Ländern erreichen konnte und hoffen, dass dieser nur der Anfang einer
Reihe von Neuerungen sein wird, die die Ministerin durchbringen wird.
Der stellvertretende Landesvorsitzende der JG NÖ, Michael Kögl, meint
etwa: „Wir schaffen so ein System, das ich selbst als Schüler im
Schulversuch kennen lernen durfte – ich würde es jedem empfehlen.
Wenn Unterricht in kleinere Portionen zerteilt werden, oder
projektbezogen einfach auch einmal länger an einem Thema gearbeitet
werden kann, Übungen in der Schule statt zu Hause passieren und zudem
Kinder auch einfach Kind sein dürfen, während sie in der Schule sind,
dann ist das wirklich ein großer Wurf.“

Abseits der Begeisterung mahnen die beiden SPÖ-Vertreter aber auch
Vorsicht ein, wenn es um die Vorbehalte der GegnerInnen der
verschränkten Ganztagsschule geht. „Wir wissen schon, dass für Teile
der ÖVP und der LehrerInnenschaft jede Veränderung des Schulsystems
eine massive Bedrohung und Verschlechterung darstellt. Wir
hinterfragen aber, ob es ihnen wirklich um die Interessen der Kinder
und Jugendlichen in Österreich geht. Hier sind wirklich ein Umdenken
und die Abkehr von tradierten Denkmustern gefordert“, so die beiden
JG-Vertreter. Und abschließend: „Der heutige Beschluss ist ein
wichtiger erster Schritt. Wenn weitere folgen, schreibt Österreich
heute Bildungsgeschichte!“

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