• 13.12.2016, 12:04:55
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Vor Nationalrat - Stronach/Lugar/Steinbichler: Dringliche Anfrage zu Palmöl

Würde man Palmöl durch Butter ersetzen, bräuchte man zusätzlich 31 Mio. Milchkühe

Utl.: Würde man Palmöl durch Butter ersetzen, bräuchte man
zusätzlich 31 Mio. Milchkühe =

Wien (OTS) - Für den ersten Plenartag kündigte Team Stronach
Agrarsprecher Leo Steinbichler in einer gemeinsamen Pressekonferenz
mit Team Stronach Klubobmann Robert Lugar eine Dringliche Anfrage zum
Thema Palmöl an. „Ein billiges Fett, das die Welt zerstört“, so
Steinbichler. Man dürfe auch nicht vergessen, dass Millionen Klima-
und Wirtschaftsflüchtlinge unterwegs seien, weil sie vor Ort keine
Chancen mehr hätten. Und auf der anderen Seite „die Gesundheit
unserer Konsumenten und regionale Arbeitsplätze gefährdet sind.“,
warnte Steinbichler und weiter: „Die Globalisierung dient den
Konzernen, die Regionalisierung den Menschen!“

1000 Hektar Regenwald werden pro Stunde brandgerodet. „Das ist nicht
nur ein fatales Verbrechen am Klima und der Umwelt, sondern auch an
der Bevölkerung und an der Tierwelt. Viele Tiere, etwa die
Königstiger oder Orang-Utans sind extrem gefährdet“, erklärte
Steinbichler. Der Anbau erfolge in Monokulturen und unter massivem
Chemieeinsatz. „In denselben Mengen, wie abgeholzt wird, wird auch
die Glyphosatproduktion gesteigert“, so der Team Stronach
Agrarsprecher. Europa ist der zweitgrößte Palmölimporteur nach
Indien. „Palmöl findet man auch in Kraftstoffen, verkauft als
Biodiesel. Wenn das die neue Umweltpolitik ist, dann brauchen wir das
nicht“, kritisierte Steinbichler die Regierung.

Produkte, etwa Profibutter für die Gastronomie, würden so abgepackt,
dass der Konsument nicht mehr unterscheiden könne, was er bekommt.
„Das verdrängt unsere heimischen Produkte. 75 Prozent der
Lebensmittel, fast alle Süßwaren und auch Kosmetika enthalten
mittlerweile das gefährliche Palmöl, aber es wird dem Konsumenten als
gesundes Fett verkauft“, warnte Steinbichler. Und man dürfe die
Auswirkungen auf Europa nicht vergessen. Mit dem Argument, „es gibt
zu viel Milch, wurde ein Kuhschlachtungsprogramm gestartet. Und
stattdessen haben wir Analogkäse und andere Substitute. Wir haben
genug heimisches Fett in Österreich“, erklärte Steinbichler. Man
müsse sich vor Augen halten, wozu der Austausch von Palmöl durch
heimische europäische Öle führen würde, denn „im Moment gibt es 29
Mio. Milchkühe in Europa. Würde man Palmöl durch Butter ersetzen,
bräuchte man zusätzlich 31 Mio. Milchkühe. Dann hätten wir ein
Wirtschaftswunder!“, so Steinbichler.

Der Schweinefleischskandal in Vorarlberg bestätigte laut
Steinbichler, „wovor das Team Stronach seit drei Jahren im Plenum
warnt: Im Lebensmittelbereich liegt vieles im Argen, wenn 2,2, Mio.
lebende Schweine aus dem Ausland importiert werden, nur um sie in
Österreich zu schlachten“. Hier werde die Marke Österreich nachhaltig
geschädigt. „Daher fordern wir seit Jahren ein Qualitätsgütesiegel!
Wo Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein“, so
Steinbichler. Nur so könne man das Vertrauen der Konsumenten
zurückgewinnen.

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