• 13.12.2016, 12:01:13
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Deutsch (SPÖ): Wien ist Musterbeispiel für Sozialen Wohnbau

Wien (OTS/SPW-K) - „Wien zählt zu den Städten Europas, die am
stärksten wachsen. Damit ist Wien im deutschsprachigen Raum nach
Berlin die zweitgrößte Stadt“, hält SP-Gemeinderat Christian Deutsch
heute im Zuge der Debatte zum Voranschlag 2017 fest. Angesichts
dieser Entwicklung steht Wien vor großen Herausforderungen, um
leistbares und soziales Wohnen zu ermöglichen. Deshalb bilden in der
Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung die von
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig initiierte Wohnbauoffensive ab 2017
und die starke Nachfrage nach kostengünstigem Wohnraum Schwerpunkte
für das neue Jahr.

„Die Stadt steht vor großen Herausforderungen, wenn sie das
Neubauvolumen um 30 Prozent steigern sowie die Gemeindewohnungen von
2.000 auf 4.000 verdoppeln und damit leistbaren Wohnraum auch für
einkommensschwache Menschen schaffen will. Diese Herausforderungen
nimmt Wien an, nicht zuletzt auch deshalb, um den Wohnbedürfnissen
junger Menschen Rechnung zu tragen“, hält Deutsch fest.

Wohnbauoffensive ab 2017 stellt geförderte, kostengünstige
Wohnungen früher zur Verfügung als bisher=

Voraussetzung für den geförderten Wohnbau ist aber auch, dass
ausreichend für den sozialen Wohnbau gewidmete Grundstücke zur
Verfügung stehen sowie eine soziale und technische Infrastruktur
gegeben ist. Mit der Wohnbauoffensive ab 2017 soll diesen Fragen
Rechnung getragen werden. „Durch die Verschränkung von Flächenwidmung
und Bauträgerwettbewerb werden Projekte rascher realisiert und auch
Kostensenkungen erzielt. Das hat zur Folge, dass von der Widmung bis
zur Wohnungsübergabe im Regelfall nicht mehr als 32 Monate
aufgewendet werden“, unterstreicht der SP-Abgeordnete den Kern der
Wohnbauoffensive.
„Auch die Abschaffung des Wohnbaubeirates verkürzt künftig Verfahren
um zwei weitere Monate. Damit ist ein wichtiger Baustein geschaffen,
um den Menschen in Wien, geförderte kostengünstige Wohnungen früher
zur Verfügung stellen“, ergänzt Deutsch.

Wohnen muss für die Menschen in der Stadt leistbar sein. Dem sozialen
Wohnbau kommt eine besondere Rolle zu, bremst dieser doch
nachweislich die Mietdynamik. „Die Entwicklung der Löhne bzw. der
verfügbaren Einkommen ist ein Problem, das im Wohnbau nicht gelöst
werden kann. Das ist eine Frage des Arbeitsmarktes und der
Entwicklung der Wirtschaft“, hält Deutsch fest. „Dort, wo Wohnbau
aber Einfluss nehmen kann, ist, kostengünstig zu planen und zu bauen
und bei Kostentreibern den Rotstift anzusetzen.“ Weiters fordert
Deutsch eine dringende Reform des Mietrechtes: „Eine bundesweite
gesetzliche Regelung für ein faires und transparentes Mietrecht ist
absolut notwendig.“

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