• 07.12.2016, 09:59:27
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  • OTS0043

Früherkennung und Aufklärung für besseren Umgang mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)

v.l.: Katrin Martinkovich (POetin), Daniela Haertel
(Communications and Patient Relations Manager AbbVie GmbH), Pia
Kruckenhauser (WOMAN), Waltraud Seidl (POetin), Evelyn Groß (ÖMCCV –
Zweigstelle Steiermark), Michael Anderlik (Schriftführer ÖMCCV)

Wien (OTS) - Derzeit stehen alle Zeichen auf CED: 80.000 Personen in
Österreich und 3 Millionen Menschen europaweit leiden an
chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder
Colitis ulcerosa. Die Ursachen von CED sind nach wie vor nicht
bekannt. In den letzten 50 Jahren hat die Häufigkeit der Erkrankungen
jedenfalls dramatisch zugenommen. Das erschreckende dabei: immer mehr
junge Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren sind davon betroffen.
Einmal erkrankt, leiden unbehandelte Patienten ihr Leben lang an
diesen Symptomen. Dank moderner Therapien ist es allerdings möglich
auch mit dieser Krankheit ein erfolgreiches Leben zu führen und die
Symptome in den Griff zu bekommen. Dazu ist es notwendig CED
rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig zu therapieren. Umso wichtiger
ist es, Aktionen wie die Aufklärungskampagne „Shit Happens“ zu
setzen, die dafür sorgen, dass mehr über die Erkrankung gesprochen
wird. (1)

Morbus Crohn & Colitis ulcerosa-Ursachen sind bis heute weitgehend
unbekannt. Es wird ein Zusammenspiel von erblichen, immunologischen
und psychischen Faktoren vermutet. Die CED-Behandlung muss
individualisiert, leitliniengerecht angepasst und intensiv genug
sein, um Komplikationen zu vermeiden. Auch die
Arzt-Patienten-Beziehung spielt für den Behandlungserfolg eine
wichtige Rolle. „Eine zeitnahe Therapie ist sehr wichtig, da so
Komplikationen und eine Operation verhindert werden können. Unsere
modernen Behandlungen ersparen dem Patienten viel Leid und
Beschwerden. Wenn zum Beispiel eine Entzündung zu spät erkannt wird
und irreversible Schäden am Darm entstehen, dann kann man diese
später nicht mehr mit einer medikamentösen Therapie beheben“, sagt
Univ.-Prof. Dr.med.univ. Christoph Högenauer, ÖGGH CED
Arbeitsgruppenleiter.

CED – eine besondere Herausforderung für junge Menschen

Für Jugendliche stellt die Erkrankung eine besondere Herausforderung
dar, insbesondere während der Schulzeit oder des Studiums. Das
Kämpfen mit Vorurteilen und Tabus kommt oft dazu: „Die größere
Herausforderung sehe ich beim sozialen Umfeld und beim Sprechen über
die Erkrankung. Ein spezielles Problem das bei Jugendlichen häufig
auftritt, ist die Negation der Krankheit und der plötzliche Abbruch
der Behandlung sei zudem die Verneinung der Krankheit oder der
plötzliche Abbruch der Behandlung“, erklärt Dr. Högenauer. Weitere
Themen, mit denen junge Menschen kämpfen, sind schulische Probleme
aufgrund der vielen versäumten Unterrichtsstunden sowie
Wachstumsstörungen und Pubertätsverzögerungen. Evelyn Groß, Leiterin
der Zweigstelle Steiermark und Jugendbeauftragte der Österreichische
Morbus Crohn - Colitis ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV), bestätigt:
„Jugendliche müssen sich in der Pubertät mit ihrem Körper
auseinandersetzen und dabei stoßen sie immer wieder auf kleinere und
größere Herausforderungen. Diese werden bei von CED Betroffenen noch
wesentlich verstärkt und scheinen oftmals eine unüberwindbare Hürde
zu sein.“

Lebensqualität - Arbeitsausfall, psychische Belastung und
soziale Isolation als Folge

Wenn die Erkrankung zu spät erkannt oder nicht therapiert wird, kann
dies nicht nur zu gesundheitlichen Folgeschäden führen sondern stellt
auch eine erhebliche psychische Belastung für die Betroffenen dar
welche oft gekennzeichnet ist durch Arbeitsausfall und sozialer
Isolation. Die IMPACT-Studie, die von der europäischen
Patientenorganisation EFCCA durchgeführt wurde, zeigte, dass acht von
zehn Patienten innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens einmal ins
Krankenhaus mussten. 39% haben sich sogar mehr als einmal einer
Operation unterziehen müssen. 74% der CED-Patienten sahen sich
gezwungen ihrem Arbeitsplatz fernzubleiben, aufgrund ihrer
Erkrankung. Und 17% berichten von unfairen Kommentaren zu ihrer
Leistung durch Kollegen.(2) Eine entsprechende und möglichst
frühzeitige Therapie kann hier positiv zum Erhalt der Lebensqualität
beitragen.

Information hat oberste Priorität

Um die Erkrankung selbst in die Hand zu nehmen und sich damit
auseinanderzusetzen sind für Betroffene jeden Alters eine breite
gesellschaftliche Akzeptanz und umfassende Aufklärung über CED in der
Öffentlichkeit essenziell. Das betont auch Dr. Högenauer und
unterstreicht folgendes: „Awareness-Aktionen halte ich für überaus
wichtig, da sie gesellschaftliche Tabus durch bessere Information
abbauen und dadurch Akzeptanz und Verständnis schaffen. Wenn in der
Bevölkerung mehr Bewusstsein herrscht, dann hört das auch die Politik
und es treibt den Ausbau der Versorgungseinrichtungen und der
Forschung weiter voran. Die Versorgungsstruktur für die Patienten
muss ausgebaut werden, da diese neben Spezialisten in der
Gastroenterologie auch entsprechende Chirurgen und Radiologen
benötigen.“

Mit POesie mehr Bewusstsein schaffen

Um die Enttabuisierung und die Bewusstseinsbildung zu unterstützen,
haben die ÖMCCV & das Biopharma-Unternehmen AbbVie eine gemeinsame
Aktion ins Leben gerufen. Diese steht unter dem Motto „Shit happens“!
Dieser Slogan ist vielleicht nicht jedermanns Sache, doch jene
Betroffenen, die an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
leiden, müssen sich ihr Leben lang mit diesem Thema auseinander
setzen. Im Rahmen der Aktion wurden Hobbyautoren aufgerufen, sich in
Form von POems auf humoristische Art mit der Thematik CED
auseinandersetzen. POems konnten und können immer noch auf
www.froh-am-klo.at eingereicht und geteilt werden.

Prominente unterstützen die Aufklärungsaktion

Unter die POeten reihten sich auch Austro-Promis, die sich für CED
ordentlich ins Zeug legten. So dichtete der bekannte Opernsänger
Clemens Unterreiner, der selbst in seinem Freundeskreis einige
Betroffene kennt, ein POem. Dancing Star Roxanne Rapp und
Profi-Tänzerin Kathrin Menzinger (RTL Let’s Dance) zeigten ebenso
Solidarität für Chronisch entzündliche Darmerkrankungen und helfen
durch ihre prominente Stimme mehr Bewusstsein für dieses ernste Thema
zu schaffen.

CED-Selbsttest ermöglicht eine erste Einschätzung

Mit einem Online-Selbsttest, entwickelt von der ÖGGH
(Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie
www.oeggh.at), kann jeder, der eine Vermutung hegt, rasch eine
Einschätzung bekommen, ob er einen Arzt zur weiteren Abklärung
aufsuchen sollte: www.crohn-colitis-info.at/ced-check .

Über AbbVie

AbbVie (NYSE:ABBV) ist ein globales, forschendes
BioPharma-Unternehmen, das 2013 aus der Aufteilung von Abbott
entstanden ist. AbbVie verbindet die Dynamik und die Fokussierung
eines Biotech-Unternehmens mit der Erfahrung und Organisation eines
etablierten und führenden Pharmaunternehmens. Ziel von AbbVie ist es,
mit seiner Expertise, seinem einzigartigen Innovationsansatz und
engagierten Mitarbeitern innovative Therapien für einige der
komplexesten und schwerwiegendsten Krankheiten der Welt zu entwickeln
und bereitzustellen. AbbVie möchte Patienten helfen, ein gesünderes
Leben zu führen und mit anderen zusammenarbeiten, um nachhaltige
Gesundheitslösungen zu schaffen. Aktuell beschäftigt AbbVie, zusammen
mit seiner hundertprozentigen Tochter, Pharmacyclics, weltweit etwa
28.000 Mitarbeiter und vertreibt seine Medikamente in über 170
Ländern. In Österreich ist AbbVie am Standort in Wien vertreten und
beschäftigt rund 140 Mitarbeiter. Weitere Informationen zum
Unternehmen und seinen Mitarbeitern sowie zum Portfolio und
Engagement finden Sie unter www.abbvie.at. Folgen Sie @abbvie auf
Twitter oder besuchen Sie unsere Karriereseite auf Facebook oder
LinkedIn.

Referenzen:

(1) Hovde Ø, Moum BA: Epidemiology and clinical course of Crohn’s
disease: results from observational studies. World J Gastroenterol
2012; 18: 1723-31)
(2) European Federation of Crohn’s and Ulcerative Colitis
Associations (EFCCA). The true impact of IBD: European Crohn’s and
Ulcerative Colitis Patient life: Impact Survey 2010-2011 (Austria
Report)

Das Bildmaterial steht unter Angabe des Fotocredits zur honorarfreien
Veröffentlichung im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung zur
Verfügung.

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