• 06.12.2016, 15:40:30
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Sportminister Doskozil verlängert die Fördermaßnahme nach dem Projekt Rio

Wien (OTS) - Mit den Olympischen Spielen bzw. den Paralympischen
Spielen in Rio endete auch das „Projekt Rio“. Bis zur Implementierung
der von Hans Peter Doskozil angekündigten neuen Förderstruktur,
stehen unter „Projekt Olympia“ weiterhin die entsprechenden Mittel
zur Spitzensportförderung für olympische und paralympische
Athletinnen und Athleten zur Verfügung. Damit soll im Spitzensport
Planungssicherheit gewährleistet sein. Unabhängig davon bleiben die
80 Millionen Euro Sportfördermittel, die über Entscheid der
Bundessportkonferenz vom Bundes-Sportförderungsfonds an die Verbände
ausgeschüttet werden, bis auf weiteres unberührt.

Im Projekt Rio wurde während der Olympiade, dem Zeitraum zwischen den
Olympischen Spielen, eine zusätzliche Förderung von 5 Millionen Euro
pro Jahr für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in olympischen
und paralympischen Sommersportarten bereitgestellt. Als
förderungswürdig wurden Sportlerinnen und Sportler mit herausragenden
internationalen Erfolgen, hohem sportlichen Entwicklungspotential und
Medaillenchancen bei den nächsten Olympischen Spielen oder
herausragende junge Talente mit einer Chance, sich für die
Olympischen Spiele zu qualifizieren, angesehen. Diese
Förderungskriterien bleiben unverändert und gelten auch für
Athletinnen und Athleten mit körperlicher Beeinträchtigung.

Die Verwendung der Mittel ist gebunden an Maßnahmen wie zum Beispiel
spezifische Trainingsmaßnahmen, Spezial- und Individualbetreuung,
wissenschaftliche Maßnahmen in den Bereichen Sportmedizin, Ernährung,
Regeneration, Sportpsychologie, Mentaltraining, Forschung und
Entwicklung für Gerät und Material.

„Wir wollen nach den Olympischen Spielen kein Vakuum entstehen lassen
und damit bei den Verbänden und ihren Athletinnen und Athleten in den
nächsten Monaten für Planungssicherheit sorgen“, sagt Minister
Doskozil. Zur bevorstehenden Reform sagte der Sportminister: „Wie
weit und in welcher Form die bisherigen Erkenntnisse zur Verbesserung
der Rahmenbedingungen für den österreichischen Spitzensport
nachhaltig umgesetzt werden, ist Gegenstand der Struktur- und
Prozessoptimierung der Sportförderung des Bundes. Der Gesetzesentwurf
ist soweit fertig und wird den Verantwortlichen der Dach- und
Fachverbände sowie den Spitzenfunktionären der zentralen
Organisationen im Sport am 19. Dezember 2016 vorgestellt und mit
ihnen diskutiert.“

ÖOC-Präsident Karl Stoss: „Es ist wichtig und richtig, dass das
Projekt Rio eine Fortsetzung findet, weil diese zusätzliche
Unterstützung den Unterschied ausmachen kann. Nur wer alle Mittel
ausschöpft, hat heutzutage eine Chance. Und die guten Leistungen von
Olympia-Debütanten wie Olivia Hofmann, Lukas Weißhaidinger, Magdalena
Lobnig oder den Alexandri-Schwestern geben Hoffnung für Tokio 2020.
Darauf lässt sich aufbauen. Gleichzeitig geht es jetzt darum, die
vielen Vorschläge, was es nach Rio zu verbessern und zu verändern
gibt, zu konkretisieren und in Maßnahmen zu formulieren, um ein
klares Konzept für Sommer- und Wintersport zu haben, in welche
Richtung sich der österreichische Spitzensport bewegen soll.“

Mit der Reform der Spitzensportförderung soll unter anderem eine
Vereinfachung und Vereinheitlichung des Förderwesens erreicht werden.
Die finanziellen Mittel aus dem Bundes-Sportförderfonds, Projekt Rio
oder Team Rot-Weiß-Rot werden künftig zentral von Experten in einer
neuen Organisationsform vergeben werden, was eine Steigerung der
Effizienz und Optimierung nach dem Leistungsprinzip erwarten lässt.

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