- 06.12.2016, 08:00:01
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Halsweh, Husten, Schnupfen & Co
Mit Arzneipflanzen Erkältungssymptome lindern und das Immunsystem stärken
Utl.: Mit Arzneipflanzen Erkältungssymptome lindern und das
Immunsystem stärken =
Wien (OTS) - Halskratzen? Laufende Nase? Gliederschmerzen? Erkältung!
Insbesondere in der kalten Jahreszeit steigt die Häufigkeit von –
zumeist viral bedingten – Erkältungskrankheiten. Oft werden dann
Antibiotika verordnet, obwohl sie in dieser Indikation nur selten
nützen, sondern vielmehr mit dem Risiko von Nebenwirkungen und
Resistenzbildungen verbunden sind. Hier bieten pflanzliche
Arzneimittel eine wirksame und sichere Alternative.
Bei einer Erkältung kommt es zur akuten Infektion der Schleimhaut von
Nase und Nasennebenhöhlen, Hals und/oder Bronchien. Erste Anzeichen
sind v.a. Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, gefolgt von
Schnupfen. Weitere mögliche Beschwerden sind Kopf- und
Gliederschmerzen, Mattigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber und Husten.
Bei unkomplizierten Verläufen heilt eine Erkältung meist innerhalb
von neun Tagen aus.
Antibiotika-Fehlverordnungen an der Tagesordnung
Obwohl Erkältungen in 70 Prozent der Fälle durch Viren ausgelöst
sind, steht die Antibiotika-Therapie in vielen allgemeinmedizinischen
Arztpraxen immer noch an der Tagesordnung. „Zur Verhinderung
möglicher Folgeinfektionen“, ist häufig der Grund für diese
Verschreibung.
„Die Zahl der Fehlverordnungen ist hoch. Diese liegt allein in
Deutschland bei 60 Prozent“, warnt Univ. Prof. Mag. Dr. Dr. h. c.
Brigitte Kopp, Vizepräsidentin der HMPPA, Department für
Pharmakognosie, Universität Wien. „Die Folge ist eine steigende
Sterberate und Kosten für das Gesundheitssystem durch resistente
Keime.“
Breite Palette an Arzneipflanzen zur Linderung
Zur Behandlung von Erkältungserkrankungen steht eine breite Palette
zugelassener pflanzlicher Arzneimittel zur Verfügung. Je nach
Pflanzenart finden sich darin entzündungshemmende, antibakterielle,
antivirale, schleimverflüssigende, reizmildernde Stoffe. Manche
Pflanzen unterstützen auch das Immunsystem. Hier eine Auswahl von
Pflanzen mit nachgewiesenermaßen positiven Effekten bei
Atemwegsinfekten:
Eucalyptus (Blätter/Öl): ist ein traditionelles pflanzliches
Arzneimittel zur Linderung von Husten und wird bei
Erkältungskrankheiten der Luftwege eingesetzt(1). Eine Reihe von
klinischen Studien bestätigt die Wirksamkeit eines
Kombinationspräparates aus ätherischen Ölen von Eukalyptusöl,
Süßorange, Myrte und Zitrone bei Bronchitis und
Nasenschleimhautentzündung.
Thymiankraut (Thymi herba): Die Wirkung reicht von krampflösend,
antibakteriell und antiviral bis zu entzündungshemmend (2).
Spitzwegerich (Plantago lanceolata): Die enthaltenen Polysaccharide,
bilden eine Schutzschicht auf der Schleimhaut. Im Vordergrund steht
die Linderung des Hustens (3).
Eibischwurzel (Althaeae radix): eignet sich zur symptomatischen
Behandlung von Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum und damit
verbundenem trockenen Reizhusten (4).
Besonders gut für Kinder geeignet: Die Kapland-Pelargonie
„Eine besonders gut untersuchte Pflanze ist die südafrikanische
Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides)“, so Prim. DDr. Peter
Voitl, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, ärztlicher Leiter
des Ambulatoriums für Kinderonkologie in Wien 22. Der Pflanzenextrakt
wirkt antiviral, antibakteriell sowie schleimlösend (5-7). So werden
das Anhaften und Eindringen von Bakterien in den Atmungstrakt
gehemmt. Weiters wirkt der Extrakt der Kapland Pelargonie gegen die
häufigsten viralen Erreger von Atemwegsinfekten wie z.B.
Influenza-Viren, Corona- und Rhinoviren usw. (5).
Eine aktuelle Meta-Analyse von 13 Studien mit fast 3.400 Patienten
zeigte ermutigende Beweise für die Wirksamkeit und Sicherheit von
Pelargonium sidoides Extrakt bei Kindern und Erwachsenen mit akuter
Bronchitis sowie bei erwachsenen Patienten mit akuter
Nasenschleimhautentzündung und bei Kindern mit akuter Angina (8).
Prim. Voitl: „Ich verwende den Extrakt der Kapland Pelargonie gerne
in der Praxis bei Kindern, weil die Wirksamkeit belegt ist. Wir sehen
häufig eine Milderung der Beschwerden und eine Verkürzung der
Krankheitsdauer. Unsere Erfahrungen zeigen, dass der Einsatz der
Pelargonie bei Infekten durchaus sinnvoll ist, um den Einsatz von
Antibiotika hinauszuschieben oder sogar ganz einzusparen.“ Wichtig
ist in jedem Fall der frühzeitige Einsatz der Phytotherapeutika.
Literatur:
(1) EMA/HMPC/307781/2012, 15. Juni 2013 (2) Begrow F et al., Planta Med 2010;76(4):311-318. Epub 2009 Dec 6. (3) Loew D. Phytopharmaka III: Forschung und klinische Anwendung, 1997. Steinkopff, Darmstadt. (4) Fasse E et al., Praktische Pädiatrie 2005;11:3-8. (5) Michaelis M, Phytomedicine 2011;18(5):384-386. (6) Theisen LL, Muller CP. Antiviral Res 2012;94(2):147-56. (7) Conrad A et al., Phytomedicine 2007;14( Supplement 1:52-59. (8) Matthys H et al., J Lung Pulm Res 2016;3:68-81.
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