Karmasin: „Extremismus jeder Art wirksam bekämpfen – Betroffenen helfen!“

Zwei Jahre Erfolgsgeschichte Beratungsstelle Extremismus - Beratung und Prävention, aber auch Intervention im Krisenfall – Brauchen Beratungsstelle heute mehr denn je

Wien (OTS) - „Vor zwei Jahren haben wir die Beratungsstelle Extremismus ins Leben gerufen, als Anlaufstelle für Personen, die in ihrem Umfeld mit dem Thema Extremismus, egal ob religiös, politisch oder anderweitig motiviert, konfrontiert sind. Damit haben wir ein Leuchtturmprojekt geschaffen, dass weltweit großen Anklang gefunden hat“, so Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin. Das Konzept einer niederschwelligen Anlaufstelle für Eltern, Lehrer, Angehörige oder Freunde ist international einmalig und sehr erfolgreich. So verzeichnete die Beratungsstelle in den vergangenen zwei Jahren 1.800 Anrufe, wobei es sich bei rund 1.000 um Erstanrufe handelte. 92 weiterführende persönliche Beratungsgespräche mit Familienmitgliedern fanden in den vergangenen 24 Monaten statt. Zudem wurden rund 240 Fortbildungsworkshops mit knapp 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt.

Vor allem Familienangehörige und Freunde wenden sich an die Hotline, die unter 0800/20 20 44 zu erreichen ist. Aber auch Lehrer, Sozial-und Jugendarbeiter suchen Rat bei der Beratungsstelle Extremismus. „Es geht dabei vor allem um Beratung und Prävention, aber auch um Intervention im Krisenfall“, so die Jugendministerin. Bei rund 40 Prozent der Anrufe geht es um das Thema „islamistischer Fundamentalismus“. Doch auch Rechtsextremismus ist vermehrt Thema, nicht nur bei den Anrufen, sondern auch im Bereich der Fort- und Weiterbildungen.

„Der gesamte gesellschaftliche Dialog wird heute härter und extremer geführt denn je. Das schlägt dann natürlich in weiterer Folge auch auf die Jugend durch. Darum bin ich davon überzeugt, dass wir zwei Jahre nach Gründung der Beratungsstelle Extremismus diese Einrichtung dringender brauchen als je zuvor“, so Karmasin, die sich erfolgreich für die Aufstockung des Budgets für die Beratungsstelle Extremismus von 300.000 auf 350.000 Euro pro Jahr eingesetzt hat. Für die weitere Arbeit sei es wichtig, dass die Zugänge zu den verschiedenen Communities gestärkt und die Prävention breit angesetzt werden. So soll der Stigmatisierung bestimmter Gruppen, etwa wegen der Religionszugehörigkeit oder Herkunft, entgegengewirkt werden.

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Sprecher der Bundesministerin
+43-1-71100-633404; Mobil: +43-664-320 96 88
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