• 01.12.2016, 16:54:02
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  • OTS0239

AK Niederösterreich-Präsident Wieser: „Mitbestimmung braucht Bildung“

Bildungsprogramm 2017 für BetriebsrätInnen und FunktionärInnen vorgestellt

Utl.: Bildungsprogramm 2017 für BetriebsrätInnen und FunktionärInnen
vorgestellt =

St. Pölten (OTS) - Gemeinsam mit dem ÖGB NÖ baut die Arbeiterkammer
Niederösterreich 2017 das Bildungsangebot für BetriebsrätInnen,
PersonalvertreterInnen und FunktionärInnen weiter aus. „Die
zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt bedeutet auch
Veränderungen für die Arbeit der Interessenvertretungen. Die Aus- und
Weiterbildung in diesem Bereich ist daher wichtiger denn je“, sagte
AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser
bei der Präsentation des Bildungsprogramms 2017 im
ArbeitnehmerInnenzentrum (ANZ) St. Pölten.

„Die Anforderungen an die Interessen- und Belegschaftsvertretungen
hat sich in den letzten 30 Jahren stark verändert. Es geht schon
lange nicht mehr nur um Verbesserungen in der Gehaltstabelle, sondern
um Mitsprache und Mitbestimmung in vielen komplexen Bereichen wie
Arbeitszeit, Produktionsabläufe, Beirats- und Aufsichtsratsarbeit
oder Sozialpläne“, so Präsident Wieser.
Neben traditionellen Modellen wie der BetriebsrätInnenakademie, der
Gewerkschaftsschule oder der Sicherheits- und Gesundheitsakademie,
gibt es eine Reihe weiterer Veranstaltungsformate, die inhaltlich auf
die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen abgestimmt sind, wie im Falle
sogenannter „Rufseminare“. Wegen der neuen Tätigkeitsperiode werden
im nächsten Jahr zudem 300 LaienrichterInnen für ihre Einsätze vor
dem Arbeits- und Sozialgericht geschult. Junge ArbeitnehmerInnen für
die interessenpolitische Arbeit zu gewinnen, ist ein weiteres
erklärtes Ziel. Die Voraussetzungen dafür bildet die Jugendakademie,
die sich seit zwei Jahren einer besonders großen Nachfrage erfreut.

Den Wandel mitbestimmen
Die Zukunft des Sozialstaats und die sich verändernden Bedingungen in
einer digitalisierten Arbeitswelt sind einige Schwerpunkte, die die
AK Niederösterreich und der ÖGB NÖ in ihrem neuen Bildungsprogramm
setzen. „Es gilt jetzt vor allem, voraus zu schauen, um den
industriellen Wandel mitgestalten zu können, im technologischen wie
im sozialen Bereich“, unterstrich Gastredner Tom Kehrbaum,
Bildungsverantwortlicher beim Vorstand der deutschen IG Metall, die
Notwendigkeit gewerkschaftlicher Bildungsarbeit.
„Mit der zunehmenden Regionalisierung unserer Angebote wollen wir die
Hemmschwelle, an Bildungsmaßnahmen teilzunehmen, so gering wie
möglich halten“ formuliert Josef Leitner, Leiter der
BetriebsrätInnen- und FuktionärInnenausbildung in der AK
NIederösterreich ein weiteres Ziel. „Schon heuer haben wir so bei 108
Veranstaltungen mehr als 3.000 Menschen erreicht“, sagt Leitner.

Rückfraghehinweis für JournalistInnen:
Reinhard Panzenböck, AK Niederösterreich-Öffentlichkeitsarbeit, 05
7171-21925

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