• 01.12.2016, 10:56:24
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  • OTS0093

Kaske fordert Arbeitsmarktoffensive: Investitionen, faire Verteilung der Arbeit, Ausbau der Aus- und Weiterbildung

An Arbeitszeitverkürzung führt kein Weg vorbei

Utl.: An Arbeitszeitverkürzung führt kein Weg vorbei =

Wien (OTS) - „Auch wenn im November die Arbeitslosigkeit rückläufig
ist, bleibt die Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit weiter die
zentrale Aufgabe der Politik“, fordert AK Präsident Rudi Kaske einmal
mehr eine Arbeitsmarktoffensive. Der Kaske-Plan baut vor allem auf
drei Säulen auf: auf öffentliche Investitionen, einer fairen
Verteilung der Arbeit und einem Ausbau der Aus- und Weiterbildung.
Von der Umsetzung dieses Plans erwartet sich der AK Präsident bis
2020 eine Reduktion der Arbeitslosigkeit um 100.000 Betroffene. Zudem
droht eine wachsende Zahl von ArbeitnehmerInnen, dauerhaft an den
Rand des Arbeitsmarktes gedrängt zu werden. Für sie braucht es neben
der Lösung der individuellen sozialen Probleme auch eine
Beschäftigungsgarantie in Form dauerhaft geförderter Arbeitsplätze.

Das Arbeitsmarktpaket der Bundesregierung – Aufstockung des
AMS-Personals um 400 Vollzeitstellen, mehr Mittel für Personal in den
Bereichen Migration, Integration, Sicherheit und Bildung sowie mehr
Mittel für öffentliche Investitionen – sind für Kaske durchaus
Schritte in die richtige Richtung. „Aber wir brauchen noch mehr
davon. Wir wissen etwa, dass zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit,
aber auch wegen der Herausforderungen durch die Digitalisierung kein
Weg an einer Arbeitszeitverkürzung vorbeiführt. Wir haben dazu
verschiedene umsetzungsreife Konzepte vorgelegt“, lädt Kaske die
Arbeitgeberseite zu „einer konstruktiven Diskussion“ ein.

Investieren, investieren, investieren…
In seiner Forderung nach mehr öffentlichen Investitionen fühlt sich
der AK Präsident auch durch den jüngsten Konjunkturbericht der OECD
bestätigt. Das aktuelle niedrige Zinsniveau bietet viel Spielraum für
öffentliche Investitionen, um der Konjunktur und damit auch der
Beschäftigung in Europa und Österreich den notwendigen
wirtschaftlichen Impuls zu geben. Der Bedarf an Investitionen in
öffentliche und soziale Infrastruktur (Bildung, soziale Dienste,
Daseinsvorsorge, leistbarer Wohnraum, …) ist hoch.

Jedem/r eine echte zweite Chance
Schaffung eines Qualifizierungsgeldes: Bildungskarenz,
Bildungsteilzeit und Fachkräftestipendium sollen zu einem
Qualifizierungsgeld und damit zu einer echten zweiten
Ausbildungschance gebündelt werden. Notwendig dafür sind ein
Rechtsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber auf Bildungsfreistellung
sowie ein Rechtsanspruch auf ein existenzsicherndes
Qualifizierungsgeld während der Ausbildung.

„Wir brauchen auch Antworten für jene, die langzeitarbeitslos sind,
weil sie trotz aller Anstrengungen am sogenannten ersten Arbeitsmarkt
keinen Arbeitsplatz finden. Die Menschen haben ein Recht auf Arbeit
und ein Recht darauf, unterstützt zu werden“, sagt Kaske. Es ist
notwendig, eine Beschäftigungsgarantie für bestimmte Gruppen unter
Arbeitsuchenden einzuführen, etwa für Menschen über 50. „Dafür und
nur dafür muss der zweite Arbeitsmarkt ausgebaut werden.“

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