- 01.12.2016, 10:46:50
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- OTS0089
LK Österreich fordert Biotreibstoff-Beimischung von 7% bis zumindest 2030
Getreideverarbeitung in Bioraffinerien positiv für Umwelt, Arbeit und Wertschöpfung
Utl.: Getreideverarbeitung in Bioraffinerien positiv für Umwelt,
Arbeit und Wertschöpfung =
Wien (OTS) - "In den vergangenen Jahren wurden die heimischen
Verarbeitungskapazitäten von Getreide für energetische Anwendungen
wie Bioethanol und technische Anwendungen wie Stärke oder
Zitronensäure deutlich ausgeweitet. Das als Bioraffinerie
verwirklichte Produktionskonzept macht es möglich, sowohl den
Futtermittelmarkt als auch den Export von Qualitätsgetreide
uneingeschränkt weiter zu bedienen. Die EU ist nach wie vor einer der
größten Getreideexporteure, daran hat auch die gesteigerte
Inlandsverarbeitung nichts geändert. Dies gilt vor allem für die
Region Mitteleuropa, wo in Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien
und Österreich jährlich strukturell mehr Getreide geerntet wird, als
verbraucht werden kann. Daher sind in dieser Region lokale
Verarbeitungskapazitäten ohne Alternative. Aus Getreide werden in
einer Bioraffinerie gleichzeitig Eiweißfuttermittel, Ethanol und
Stärke erzeugt - völlig ohne Gentechnik und ohne jeglichen Abfall.
Alle Bestandteile des Getreides werden im Sinne der Bioökonomie und
Kreislaufwirtschaft verwertet. Der Ausschuss spricht sich deshalb für
die Beibehaltung der derzeitig geltenden EU-Regelungen zur
Biotreibstoff-Beimischung in Höhe von 7% bis zumindest 2030 aus",
erklärte Felix Montecuccoli, Vorsitzender des Ausschusses für Klima
und Energie der LK Österreich sowie Präsident der Land&Forst Betriebe
Österreich zur derzeit diskutierten neuen "Erneuerbaren-Richtlinie"
der EU-Kommission.
Kommissionsvorschlag gefährdet Stabilität der Agrarmärkte
Der Ausschuss stellt fest, dass die Getreideverarbeitung mit
modernen Bioraffinerien in "Mitteleuropa, einer strukturellen
Überschussregion mit einem jährlichen Überangebot an Getreide in der
Größenordnung von 8 bis 12 Mio. t, von essenzieller Bedeutung ist".
Diese stabilisiere die Marktlage und ermögliche eine höhere
Wertschöpfung sowie mehr Arbeitsplätze durch die Veredelung des
Getreides in der Region, ergänzte Montecuccoli.
Gentechnikfreies Eiweißfuttermittel ist hochwertiges
Koppelprodukt
"Die in der Verarbeitung anfallenden Eiweißfuttermittel werden in
der Viehwirtschaft dringend benötigt und sind gentechnikfrei. Pläne
der EU-Kommission, Biokraftstoffe der ersten Generation dramatisch
einzuschränken und so die Verarbeitungskapazitäten deutlich zu
reduzieren, sind daher abzulehnen und gefährden massiv die
Anstrengungen zur Erhöhung der Selbstversorgung bei
Eiweißfuttermitteln und Energie. Insbesondere die von den Konsumenten
gewünschte, gentechnikfreie Fütterung in der österreichischen
Milchwirtschaft wird so in Frage gestellt", stellte Montecuccoli
fest.
(Schluss)
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