- 01.12.2016, 10:15:44
- /
- OTS0065
Diakonie: Recht auf Hilfe für Jugendliche auch über 18 Jahren!
An jedem Tag im Advent ein Vorschlag, der Zukunft ermöglicht: Kein Kind allein lassen. Begleitung wirkt stark präventiv und beugt Abstürzen vor.
Utl.: An jedem Tag im Advent ein Vorschlag, der Zukunft ermöglicht:
Kein Kind allein lassen. Begleitung wirkt stark präventiv und
beugt Abstürzen vor. =
Wien (OTS) - „An jedem Tag im Advent ein Vorschlag, der Menschen
Zukunft ermöglicht“, so beginnt die Diakonie heute am 1. Dezember mit
dem ersten von 24 Vorschlägen, die "24 Mal Menschen Zukunft
ermöglichen“. Wir können etwas tun gegen Schwarzsehen und
Hoffnungslosigkeit.
„Jugendliche mit schwieriger Lebensgeschichte brauchen Begleitung und
Betreuung über das 18. Lebensjahr hinaus“, so Diakonie Sozialexperte
Martin Schenk. Auch in einer Familie endet die Sorge und
Unterstützung nicht einfach mit dem 18. Geburtstag. „Derzeit hängt
eine Verlängerung der Jugendhilfe über die Volljährigkeit hinaus von
vielen, oft willkürlichen Entscheidungen ab – und das ist noch dazu
in jedem Bundesland anders. Das ist absolut unfair - gerade jungen
Menschen gegenüber, die sich mit einer schweren Last auf ihren Weg in
die Selbstständigkeit machen müssen. Diese Begleitung wirkt auch
stark präventiv und beugt Abstürzen vor, wie wir aus anderen
europäischen Ländern wissen.“, so Schenk.
Patrick kommt mit 6 Jahren in eine Wohngemeinschaft. Er verbringt
seine Kindheit und Jugend in dieser neuen Familie. Hier baut er
Beziehungen auf und ist in das soziale Umfeld integriert. Aufgrund
seiner frühkindlichen Belastungen und vielen sozialen Schwierigkeiten
kommt er erst mit sieben Jahren in die Schule. Nach Beendigung der
Schulpflicht mit 16 Jahren beginnt er eine integrative
Berufsausbildung - eine verlängerte Lehre, die vier Jahre dauert.
Sebastian wird also erst mit 20 Jahren seinen Lehrabschluss machen.
Gibt es die Möglichkeit von 18+ nicht, muss er die Wohngemeinschaft
im zweiten Lehrjahr verlassen und, da er nicht nach Hause kann,
alleine wohnen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass er ohne
Unterstützung den Lehrabschluss schaffen wird.
Jugendliche, die niemanden haben, der für sie sorgt, müssen dieselben
Chancen erhalten wie jene Kinder, die in Familien aufwachsen dürfen.
Es hat mehrere negative Effekte, Jugendliche, die Unterstützung
brauchen, mit vollendetem 18. Lebensjahr allein zu lassen. Mangelnde
Betreuung und Hilfe für benachteiligte junge Menschen erzeugen
soziale und gesellschaftliche Kosten: kein Job, Abdriften in
schlechte Verhältnisse, höheres Krankheitsrisiko.
„Deshalb setzen wir uns massiv dafür ein, dass junge Menschen auch
über den 18. Geburtstag hinaus noch einen Rechtsanspruch auf Kinder-
und Jugendhilfe haben“, so die Diakonie nach dem Motto:
Angst nehmen, Hoffnung geben – Spaltung verhindern, Mut machen,
#Hoffungsträger werden!
24mal Ja! - An jedem Tag im Advent ein Vorschlag, der Menschen
Zukunft ermöglicht: http://diakonie.at/hoffnung-braucht-ein-ja
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DIK