- 30.11.2016, 15:04:26
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Der „Salzburger Stier 2017“ geht an Hosea Ratschiller
Wien (OTS) - ACHTUNG: SPERRFRIST FÜR ALLE MEDIEN (FERNSEHEN, RADIO,
INTERNET, SOCIAL MEDIA, TELETEXT UND PRINT) BIS DONNERSTAG, 1.
DEZEMBER 2016, 01.00 UHR BEACHTEN!
Die Gewinner des „Salzburger Stier 2017“ stehen fest: Preisträger
sind der Österreicher Hosea Ratschiller, Helmut Schleich aus
Deutschland und für die Schweiz Hazel Brugger. Der renommierte
Radio-Preis für deutschsprachiges Kabarett ist mit je 6.000 Euro
dotiert und wird beim Kabarettforum „Salzburger Stier“, das von 5.
bis 6. Mai im schweizerischen Schaffhausen stattfindet, überreicht.
Gastgeber ist der SRF.
Hosea Ratschiller, Jahrgang 1981, gilt als österreichischer
Humorexperte mit Nachhaltigkeitsgarantie. Seine kabarettistische
Laufbahn beginnt im „Club Karate“, einer satirischen Wochenrevue des
freien Radiosenders Orange. 2003 wird Ratschiller österreichischer
Meister im Poetry Slam und bald darauf „Ombudsmann“ im
Jugendkultursender FM4. „Liebe Krise“ ist der Titel seines ersten
Soloprogramms, das er 2009 vorstellt. Gemeinsam mit Martin Puntigam
entwickelt er im selben Jahr das Radiosatire-Magazin „Welt Ahoi!“,
das die 1978 von Gerhard Bronner und Peter Wehle aus der Taufe
gehobene Kabarettsendung „Guglhupf“ ablöst und für knapp 14 Monate
jeden Sonntag in Ö1 ausgestrahlt wird. Weitere Soloprogramme wie „Das
gehört nicht hierher“, „Heute: Hosea Ratschiller“ und „Doppelleben“
folgen. In seiner aktuellen Collage „Der allerletzte Tag der
Menschheit (Jetzt ist wirklich Schluss!)“ beschreibt Ratschiller voll
Ironie und schwarzem Humor, wie diese allerletzten 24 Stunden in
Österreich verlaufen könnten. Und dafür erweckt er 43 höchst
unterschiedliche Charaktere zu äußerst bühnenwirksamen Eigenleben.
Für die himmlischen Gesänge in dieser satirischen Revue sorgen die
Zwillingsschwestern Birgit und Nicole Radeschnig, die ihre Kärntner
Herkunft und die Vorliebe für höllischen Humor mit Ratschiller
verbindet. Die auch als Duo RaDeschnig bekannten Schauspielerinnen
und Sängerinnen sorgen seit 2014 für den Sound beim allerletzten Tag
der Menschheit. Für diese in jeder Hinsicht fabelhafte Satire zum
Zustand des Wesens „Österreich“, die mit intelligentem Witz scheinbar
spielerisch die Abgründe in unserer Gesellschaft und Gegenwart
aufspürt, verleiht die Jury Hosea Ratschiller den Salzburger Stier
2017 für Österreich.
Der Salzburger Stier 2017 für Deutschland geht an Helmut Schleich,
eine der markantesten Größen in der deutschsprachigen
Kabarettlandschaft. Ob auf der Bühne, in Radiokolumnen oder als
Gastgeber seiner Fernsehsendung „SchleichFernsehen“ – der 1967
geborene Künstler verbindet scharfe politische Satire mit höherem
Unfug und eindrucksvollem Typenkabarett. Helmut Schleich ist eine
„Rampensau“ im besten Sinne. Kaum einer wütet und verausgabt sich auf
der Bühne so leidenschaftlich wie er. Mit bestechender
Wandlungsfähigkeit schlüpft der begnadete Parodist in die
aberwitzigsten Rollen und zieht dabei alle satirischen und
schauspielerischen Register. Kultstatus besitzt Schleichs Parodie des
bayerischen Übervaters Franz Josef Strauß. Auch in seinem aktuellen
Bühnensolo „Ehrlich“ weiß Helmut Schleich sein komödiantisches Talent
mit satirischen Spitzen, genauen gesellschaftlichen Beobachtungen und
treffenden weltpolitischen Analysen zu verbinden – und natürlich
schöpft er dabei einmal mehr aus seinem umfangreichen
Figuren-Panoptikum: Angriffslustig wie nie referiert der streitbare
Polit-Polterer Heinrich von Horchen über die Demokratiedefizite in
der EU, der Präsident einer dubiosen russischen Teilrepublik wirbt
für sein gleichermaßen dubioses Demokratieverständnis und der
Auftritt von Franz Josef Strauß windet sich in satirische Höhen, wenn
Schleich den bayerischen Landesvater zu etwas nötigt, was Politikern
oft unangenehm ist: zur Ehrlichkeit.
Mit Hazel Brugger, geboren 1993 in San Diego, Kalifornien,
aufgewachsen in Zürich, steht ein Sprachtalent auf der Bühne, das mit
viel schwarzem Humor und messerscharfem Verstand gesegnet ist. Als
Kabarettistin, Slam Poetin oder Moderatorin eigener Talk-Shows
seziert Brugger mit chirurgischer Präzision jene Weichteile unserer
Gesellschaft, die man nur mit viel schwarzem Humor trifft. Brugger
schreibt mitleidlose Kolumnen, gewinnt die Schweizer
Slam-Poetry-Meisterschaft, einen Nachwuchsjournalistinnen-Preis und
tourt aktuell mit ihrem Bühnenprogramm „Hazel Brugger passiert“ durch
den ganzen deutschsprachigen Raum. Eine immer größer werdende
Fan-Gemeinde kennt sie mittlerweile aus der „heute-show“ im ZDF, aus
„Nuhr im Ersten“ oder aus der „Anstalt“. Seit ihren ersten Auftritten
2010 ist Hazel Brugger für das Kabarett schnell unverzichtbar
geworden und erhält deshalb den Salzburger Stier 2017 für die
Schweiz.
Der „Salzburger Stier“ ist mit jeweils 6000 Euro dotiert und wird
seit 1982 jedes Jahr an Kabarettistinnen und Kabarettisten aus
Österreich, Deutschland und der Schweiz verliehen - 2017 bereits zum
36. Mal. Er ist nicht nur einer der begehrtesten Kabarettpreise,
sondern auch die größte Radio-Koproduktion im Bereich Unterhaltung.
Nicht weniger als elf Radiostationen arbeiten für den „Salzburger
Stier“ eng zusammen: ORF, SRF, sieben ARD-Sender, Deutschlandfunk
sowie die RAI Südtirol.
Zum Auftakt des „Salzburger Stier 2017“ im Stadttheater von
Schaffhausen laden am 5. Mai 2017 die fünf wortgewaltigen
Satirikerinnen Stefanie Grob, Knuth & Tucek, Lara Stoll und Christine
Prayon zum Widerspruch ein: „Veto“ lautet das Motto des Abends. Die
Preisverleihung findet am Samstag, den 6. Mai 2017 statt. An diesem
Abend unterhalten die „Stier“-Preisträger mit Auszügen aus ihren
aktuellen Programmen. Beide Abende moderiert der Schweizer
Kabarettist und Schriftsteller Gabriel Vetter, der 2006 mit dem
Salzburger Stier ausgezeichnet wurde. Ö1 überträgt am 5. Mai live ab
20.00 Uhr. Beide Abende sind via Video Live Stream auf
http://www.salzburgerstier.org/ zu sehen. Ausführliche Porträts der
Ausgezeichneten sendet Ö1 im Rahmen des „Kunstsonntags“: Hosea
Ratschiller am 14. Mai, Hazel Brugger am 21. Mai und Helmut Schleich
am 28. Mai.
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