- 30.11.2016, 10:05:50
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Wiener Stadtwerke diskutieren Digitalisierung und Dekarbonisierung in Brüssel
Vorstand der Wiener Stadtwerke fordert optimale Rahmenbedingungen für Daseinsvorsorge – Herausforderungen des Zuzugs durch Digitalisierung bewältigen
Utl.: Vorstand der Wiener Stadtwerke fordert optimale
Rahmenbedingungen für Daseinsvorsorge – Herausforderungen des
Zuzugs durch Digitalisierung bewältigen =
Wien (OTS) - Bei einem zweitägigen Besuch Dienstag und Mittwoch in
Brüssel hat der Vorstand der Wiener Stadtwerke Gespräche mit
zahlreichen politischen VertreterInnen auf europäischer Ebene
geführt. Im Zentrum standen die aktuellen Herausforderungen des
Infrastruktur-Konzerns in den Themenfeldern Dekarbonisierung,
Digitalisierung und Energiemarktdesign neu. Die Reise fand pünktlich
zur Veröffentlichung des lange erwarteten Energie-Winterpakets der
EU-Kommission am 30. November statt.
Unter dem Titel „Building the smart city of the future“ wurde am
Dienstag im Wien Haus in Brüssel mit europäischen
EntscheidungsträgerInnen, Städte- und VerbandsvertreterInnen zu
transport- und energierelevanten Zukunftsfragen diskutiert. Die
Veranstaltung markierte den Abschluss einer dreiteiligen
Veranstaltungsreihe im Wien Haus zum Thema „Growing Cities – Growth
in Cities“, organisiert von den Wiener Stadtwerken, der Stadt Wien
und der Wirtschaftsagentur Wien.
Stadtwerke in ganz Europa stünden laut Generaldirektor Martin
Krajcsir vor der Herausforderung, wachsende Bevölkerungszuströme mit
entsprechenden Energie- und Transportnetzen zu versorgen, und das bei
immer engeren Budgetspielräumen. Die Chancen der Digitalisierung
richtig zu nutzen sei letztlich der Schlüssel zum Erreichen einer
leistbaren Infrastruktur für alle BewohnerInnen der Stadt. Daher sei
die Frage zentral, „wie die traditionell vorhandene Hardware mit
neuen Software-Lösungen verknüpft werden kann“, sagte Krajcsir. Dass
Wien und die Wiener Stadtwerke punkto intelligenter digitaler
Verknüpfung international ganz vorne mitspielen, zeigte die
Verleihung des „World Smart City Awards“ vor drei Wochen, der im
Bereich „Projekte“ an die Wiener Forschungsgesellschaft (Aspern Smart
City Research - ASCR) ging.
Digitalisierung wird von den Wiener Stadtwerken in erster Linie als
Chance begriffen, um ihre Dienstleistungen (nach außen) noch
kundenfreundlicher und (nach innen) noch effizienter zu gestalten.
Für den Verkehrsbereich hielt Vorstandsdirektorin Gabriele Domschitz
fest: „Richtig umgesetzt stellt beispielsweise das vernetzte,
automatisierte Fahren eine Chance für den öffentlichen
Personennahverkehr dar. Wichtig ist, dass wir uns auf EU-Ebene Gehör
schaffen und die neuen Anwendungen nicht nur allein der
Auto-Industrie überlassen, sondern darauf achten, dass die städtische
Umwelt einen zusätzlichen Nutzen hat.“ Das gleiche gelte für die
E-Mobilität in der Stadt, die im Idealfall leitungsgebunden und
netzbasiert abläuft. Im Klartext: durch die Öffis, mit denen in Wien
derzeit 39 Prozent aller Wege zurückgelegt werden, die aber nur für
sechs Prozent der Transportemissionen in der Stadt verantwortlich
sind.
Vorstandsdirektor Peter Weinelt betonte im Zusammenhang mit der
Europäischen Energiepolitik v.a. die entscheidende Rolle von
Verteilnetzen, die in einem zunehmend dezentralen Energiesystem
(Stichwort: Prosumer) immer relevanter werden. „Versorgungssicherheit
und Black-out Prävention sind unsere Kernaufgaben.“ Damit diese auch
künftig erfüllt werden können sei es wichtig, dass auf EU-Ebene die
Rollen im Energiesystem klar definiert werden. „Als verlässliche und
neutrale Datenmanager sind Verteilnetzbetreiber bereits heute eine
wichtige Voraussetzung für die Herausbildung von neuen
Energie-Dienstleistungen“ stellt Weinelt fest. Das in Österreich
entwickelte Modell eines sicheren, dezentralen Abwicklungssystems von
Daten (Energiewirtschaftlichen Datenaustauschs (EDA)) gilt in Brüssel
schon heute als Vorzeigemodell.
Kommunale Unternehmen sind von Entscheidungen auf EU-Ebene in
höchstem Maße betroffen. So wird das Energie-Winterpaket der
EU-Kommission die gesamten heimischen energiewirtschaftlichen
Bedingungen auf den Kopf stellen. Dem Umstand, dass es dadurch eine
starke Vertretung in Brüssel benötigt, tragen die Wiener Stadtwerke
seit 2015 durch ein im Wien-Haus beheimatetes Brüssel-Büro Rechnung.
SERVICE: Ein Foto vom Brüssel-Besuch der Wiener Stadtwerke-Spitze
finden Sie unter
http://mediathek.wienerstadtwerke.at/pindownload/login.do?pin=PQ1YE
Sollte der erste Link nicht gleich funktionieren, einfach den
PIN-Code: PQ1YE selbst eingeben.
Über die Wiener Stadtwerke Holding AG
Die Wiener Stadtwerke sind der bedeutendste
Infrastrukturdienstleister im Großraum Wien. Als Wirtschaftsmotor ist
Österreichs größter kommunaler Infrastrukturdienstleister mit fast
drei Milliarden Euro Umsatz und 16.000 MitarbeiterInnen eine
treibende Kraft für den Wirtschaftsstandort Wien. Zum Konzern gehören
Wien Energie, Wiener Netze, Wiener Linien, Wiener Lokalbahnen, Wipark
sowie Bestattung und Friedhöfe Wien.
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