Bundesheer: „Soldat des Jahres 2016“ kommt aus Niederösterreich

Verteidigungsminister Doskozil ehrte Zugsführer Amer für seine Übersetzungsleistungen in der Flüchtlingskrise

Wien (OTS) - Bei der Matinee „Militär des Jahres 2016“ am 25. November 2016 in Innsbruck zeichnete Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil Soldatinnen und Soldaten sowie Bedienstete des Bundesheeres aus. „Die Anerkennung besonderer Initiativen und außergewöhnlicher militärischer Leistungen ist für mich Ausdruck moderner Unternehmensführung und Wertschätzung aller Soldaten und Bediensteten des Österreichischen Bundesheeres“ so Doskozil.

Die Würdigung der Sieger fand in sieben verschiedenen Kategorien statt. „Soldat des Jahres 2016“ wurde Zugsführer Josef Amer aus Niederösterreich. Aufgrund seines familiären Hintergrundes spricht er fließend Arabisch und Englisch. Während des Assistenzeinsatzes zur Flüchtlingsbewältigung war Zugsführer Josef Amer eine Schlüsselfigur in der Kommunikation mit Flüchtlingen in Nickelsdorf und in Spielfeld.

Gefreiter Mustafa Alicioglu aus Wien kam einer außer Dienst befindlichen Polizistin bei der U-Bahn-Station Stephansplatz zu Hilfe. Durch sein Eingreifen trug Gefreiter Alicioglu wesentlich zur Festnahme des Angreifers durch die Polizei bei. Der mutige Soldat erhielt den Siegerpreis "Rekrut des Jahres 2016".

Das zentrale Transportmanagement des Kommandos Einsatzunterstützung in Wien wurde als "Einheit des Jahres 2016" ausgezeichnet. Während des Assistenzeinsatzes zur Flüchtlingsbewältigung koordinierte das Kommando 2.872 Fahrten mit militärischen Großraumbussen und 13.800 Fahrten mit zivilen Bussen sowie 170 Sonderzüge der ÖBB. So konnten die in Österreich ankommenden Flüchtlingen rasch weitertransportiert werden.

Durch sein großes Engagement und Fachwissen konnte Amtsdirektor Klaus Peer aus der Steiermark zahlreiche freiwillige Miliz-Soldaten für den Einsatz zum Schutz der Staatsgrenze gewinnen. So leistete eine Assistenzkompanie, die nur aus Milizsoldaten bestand, in den Monaten Juli bis September 2016 ihren Dienst an der Grenze. Einen vergleichbaren Beitrag aus der Miliz an einem Einsatz des Bundesheeres hat es bis dato nicht gegeben. Klaus Peer wurde als "Zivilbediensteter des Jahres 2016" geehrt.

Den Preis des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport „Militär des Jahres 2016“ erhielt das Hochgebirgsbataillon 24 mit den Garnisonen Lienz und St. Johann in Tirol. Die Tiroler Soldatinnen und Soldaten wurden für besondere Leistungen in der Ausbildung und Einsatzvorbereitung geehrt.

Die Auszeichnung „Bester Werber für freiwillige Meldungen zu Milizübungen 2016“ erhielt Oberstleutnant Wilfried Tassenbacher aus Salzburg. In seiner Jägerkompanie werden Ausbildung und Dienstbetrieb so interessant und attraktiv gestaltet, dass sich viele Grundwehrdiener freiwillig für einen weiteren Dienst in der Miliz melden.

160 Läufer des Artillerie- und Aufklärungsbataillons 3 aus Niederösterreich nahmen heuer am „16. Wien Energie Business Run“ teil und stellten das größte Starterfeld des Bundesheeres. Für diese sportliche Leistung erhielten die Soldaten eine Auszeichnung.

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