Europa lebt auf großem Fuß: Neue GLOBAL 2000-Studie beleuchtet Europas Landverbrauch außerhalb Europas

Einladung zur GLOBAL 2000-Aktion zum morgigen Kaufnixtag: Palmöl-Quiz und selbst gebackene Kekse

Wien (OTS) - Traditionell wird morgen der „Kauf-nix-Tag“ begangen und wieder dazu aufgerufen, 24 Stunden nichts zu kaufen. Ganz bewusst am Beginn der turbulenten Vorweihnachtszeit. Dieser Tag soll dazu dienen, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen.

„Eines ist sicher - all unsere Konsumartikel sind irgendwo produziert worden. Die Frage ist daher: „Wie und wo sind sie produziert worden?“ Da immer mehr Konsumprodukte und Dienstleistungen nicht heimisch, sondern anderswo produziert und über internationale Handelsflüsse verteilt werden, werden vielfach ökologische und soziale Auswirkungen des Konsums aus der EU ausgelagert.“ erläutert Lisa Kernegger, Ökologin bei GLOBAL 2000.

Entwaldung, Artensterben, Klimawandel als Folgen unseres Landverbrauchs

Eine neue Studie von GLOBAL 2000 zeigt eindrucksvoll, dass die Europäische Union weltweit mehr Land nutzt, als ihr fairer Anteil ausmachen würde. Im Jahr 2010 entsprach die Menge an Land, die die EU allein für den Konsum von landwirtschaftlichen Produkten und Dienstleistungen in Anspruch nahm, 269 Millionen Hektar – das sind 43 Prozent mehr landwirtschaftliche Flächen, als in der gesamten EU zur Verfügung stehen und entspricht fast der Fläche von Frankreich und Italien zusammen. „Ein Großteil des sogenannten „Land-Fußabdrucks“ der EU außerhalb ihres Territoriums, nämlich 70 Prozent, werden für die Produktion von tierischen Produkten benötigt; und zwar sowohl für Nahrungsmittel als auch für andere Produkte wie Biotreibstoffe oder Leder.“ erklärt Stephan Lutter, Studienautor und Umweltökonom an der WU Wien. Umweltfolgen sind beispielsweise Entwaldung, Artensterben und Klimawandel, während die sozialen Folgen von Nahrungsmittelknappheit über Landraub bis hin zum Verlust fruchtbarer Böden reichen.

GLOBAL 2000 fordert daher von der EU, dass aufgrund der steigenden Abhängigkeit von Land außerhalb der eigenen Grenzen, Verbrauchsindikatoren wie den Land-Fußabdruck in politischen Entscheidungen zu berücksichtigen um das Ausmaß und die Folgen der für den EU-Konsum benötigten Landnutzung zu bemessen, zu kontrollieren und zu verringern.

Alle KonsumentInnen können etwas zur Verbesserung der Lage beitragen

Aber auch jede/r Einzelne kann durch verändertes Kaufverhalten seinen/ihren Teil beitragen. Beispielsweise kann man durch seine Ernährungsgewohnheiten aktiven Umweltschutz betreiben und außerdem sollte man sich immer fragen: Brauche ich das, was ich gerade kaufe, überhaupt? Denn viele unserer schnelllebigen Konsumgüter belasten die Umwelt stark, spätestens bei deren Entsorgung. Daher gilt: lieber weniger haltbare und reparierbare Dinge kaufen als kurzlebige Wegwerfprodukte.

„Gerade in der Vorweihnachtszeit wo viele auf der Suche nach dem idealen Geschenk sind, sollte man nicht vergessen, dass es viele schöne Geschenke gibt, die keine Materialschlacht verursachen – so kann das Schenken einer gemeinsamen Wanderung oder der Besuch einer Kulturveranstaltung wie eines Konzerts viel Freude bereiten.“ gibt Kernegger abschließend zu bedenken.

Die Kaufnix-Tag-Aktion von GLOBAL 2000 am 26. November in Wien

Mit einer Aktion auf der Mariahilferstrasse am 26. November von 11:00 – 14:00 Uhr in der Nähe des Generali-Centers will GLOBAL 2000 ein Zeichen setzen: Im Mittelpunkt der Aktion steht diesmal Palmöl – ebenfalls ein Agrarprodukt, das zum großen Land-Fußabdruck der EU außerhalb der EU beiträgt und das in sehr vielen Produkten wie Lebensmitteln, Kosmetika und Reinigungsmitteln enthalten ist. Mit selbst gebackenen und natürlich palmölfreien Keksen sowie umfangreichem Infomaterial wird kulinarisch und spielerisch auf die problematische Erzeugung von Palmöl hingewiesen.

Die Studie finden Sie unter: http://bit.ly/2fxF4iK

Hinweis: Pressekonferenz zur Präsentation des neuen GLOBAL 2000-Palmöl-Reports und des großen Kekse-Checks am 1. Dezember 2016 ab 10:00 Uhr im Café Landtmann

Rückfragen & Kontakt:

Lisa Kernegger, Ökologin, GLOBAL 2000, 06991 4 2000 22, lisa.kernegger@global2000.at

Michael Lachsteiner, Pressesprecher GLOBAL 2000, 06991 4 2000 20, michael.lachsteiner@global2000.at

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