- 25.11.2016, 10:01:00
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Europa lebt auf großem Fuß: Neue GLOBAL 2000-Studie beleuchtet Europas Landverbrauch außerhalb Europas
Einladung zur GLOBAL 2000-Aktion zum morgigen Kaufnixtag: Palmöl-Quiz und selbst gebackene Kekse
Utl.: Einladung zur GLOBAL 2000-Aktion zum morgigen Kaufnixtag:
Palmöl-Quiz und selbst gebackene Kekse =
Wien (OTS) - Traditionell wird morgen der „Kauf-nix-Tag“ begangen und
wieder dazu aufgerufen, 24 Stunden nichts zu kaufen. Ganz bewusst am
Beginn der turbulenten Vorweihnachtszeit. Dieser Tag soll dazu
dienen, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen.
„Eines ist sicher - all unsere Konsumartikel sind irgendwo
produziert worden. Die Frage ist daher: „Wie und wo sind sie
produziert worden?“ Da immer mehr Konsumprodukte und Dienstleistungen
nicht heimisch, sondern anderswo produziert und über internationale
Handelsflüsse verteilt werden, werden vielfach ökologische und
soziale Auswirkungen des Konsums aus der EU ausgelagert.“ erläutert
Lisa Kernegger, Ökologin bei GLOBAL 2000.
Entwaldung, Artensterben, Klimawandel als Folgen unseres
Landverbrauchs
Eine neue Studie von GLOBAL 2000 zeigt eindrucksvoll, dass die
Europäische Union weltweit mehr Land nutzt, als ihr fairer Anteil
ausmachen würde. Im Jahr 2010 entsprach die Menge an Land, die die EU
allein für den Konsum von landwirtschaftlichen Produkten und
Dienstleistungen in Anspruch nahm, 269 Millionen Hektar – das sind
43 Prozent mehr landwirtschaftliche Flächen, als in der gesamten EU
zur Verfügung stehen und entspricht fast der Fläche von Frankreich
und Italien zusammen. „Ein Großteil des sogenannten
„Land-Fußabdrucks“ der EU außerhalb ihres Territoriums, nämlich 70
Prozent, werden für die Produktion von tierischen Produkten benötigt;
und zwar sowohl für Nahrungsmittel als auch für andere Produkte wie
Biotreibstoffe oder Leder.“ erklärt Stephan Lutter, Studienautor und
Umweltökonom an der WU Wien. Umweltfolgen sind beispielsweise
Entwaldung, Artensterben und Klimawandel, während die sozialen Folgen
von Nahrungsmittelknappheit über Landraub bis hin zum Verlust
fruchtbarer Böden reichen.
GLOBAL 2000 fordert daher von der EU, dass aufgrund der steigenden
Abhängigkeit von Land außerhalb der eigenen Grenzen,
Verbrauchsindikatoren wie den Land-Fußabdruck in politischen
Entscheidungen zu berücksichtigen um das Ausmaß und die Folgen der
für den EU-Konsum benötigten Landnutzung zu bemessen, zu
kontrollieren und zu verringern.
Alle KonsumentInnen können etwas zur Verbesserung der Lage beitragen
Aber auch jede/r Einzelne kann durch verändertes Kaufverhalten
seinen/ihren Teil beitragen. Beispielsweise kann man durch seine
Ernährungsgewohnheiten aktiven Umweltschutz betreiben und außerdem
sollte man sich immer fragen: Brauche ich das, was ich gerade kaufe,
überhaupt? Denn viele unserer schnelllebigen Konsumgüter belasten die
Umwelt stark, spätestens bei deren Entsorgung. Daher gilt: lieber
weniger haltbare und reparierbare Dinge kaufen als kurzlebige
Wegwerfprodukte.
„Gerade in der Vorweihnachtszeit wo viele auf der Suche nach dem
idealen Geschenk sind, sollte man nicht vergessen, dass es viele
schöne Geschenke gibt, die keine Materialschlacht verursachen – so
kann das Schenken einer gemeinsamen Wanderung oder der Besuch einer
Kulturveranstaltung wie eines Konzerts viel Freude bereiten.“ gibt
Kernegger abschließend zu bedenken.
Die Kaufnix-Tag-Aktion von GLOBAL 2000 am 26. November in Wien
Mit einer Aktion auf der Mariahilferstrasse am 26. November von 11:00
– 14:00 Uhr in der Nähe des Generali-Centers will GLOBAL 2000 ein
Zeichen setzen: Im Mittelpunkt der Aktion steht diesmal Palmöl –
ebenfalls ein Agrarprodukt, das zum großen Land-Fußabdruck der EU
außerhalb der EU beiträgt und das in sehr vielen Produkten wie
Lebensmitteln, Kosmetika und Reinigungsmitteln enthalten ist. Mit
selbst gebackenen und natürlich palmölfreien Keksen sowie
umfangreichem Infomaterial wird kulinarisch und spielerisch auf die
problematische Erzeugung von Palmöl hingewiesen.
Die Studie finden Sie unter: http://bit.ly/2fxF4iK
Hinweis: Pressekonferenz zur Präsentation des neuen GLOBAL
2000-Palmöl-Reports und des großen Kekse-Checks am 1. Dezember 2016
ab 10:00 Uhr im Café Landtmann
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