Parlamentarische Bürgerinitiative für eine ökosoziale Kurskorrektur der Energiewende

3200 Unterschriften an Nationalratspräsidentin Doris Bures überreicht

Wien (OTS) - "Ökologische Ausrichtung und soziale Absicherung der Energiewende in Österreich" – So lautet der Titel einer Parlamentarischen Bürgerinitiative, die am 24. November mit der Überreichung von mehr als 3200 Unterstützungserklärungen an Nationalratspräsidentin Doris Bures gestartet wurde. Ziel dieser Petition an das Parlament ist eine stärkere Gewichtung sozialer und ökologischer Belange beim Ausbau der "Erneuerbaren Energien", die bisher, laut Initiatoren, zu wenig Beachtung fanden. Die Kritik richtet sich dabei vorrangig an den ungebremsten Ausbau der Windkraft, der große Teile Ostösterreichs in eine Industriezone verwandelt, und von den dort lebenden Bürgern zunehmend als Bedrohung wahrgenommen wird. Aus dieser Region stammen auch die meisten Unterschriften. Doch nicht nur die Zerstörung der Natur- und Kulturlandschaft wird von vielen Menschen als nicht länger tolerierbarer Kollateralschaden dieses unkontrollierten Ausbaus empfunden. Auch das Durchpeitschen der Windkraftprojekte mit Hilfe geschönter Gutachten zwecks Umgehung der Naturschutzbestimmungen wird zunehmend mit Sorge und als Akt politischer Willkür betrachtet. Mit derartigen Brachial-Methoden lassen sich weite Teile der Bevölkerung vermutlich nicht für die Energiewende gewinnen.

Geht es nach Alfred Schmudermayer, Sprecher der Parlamentarischen Bürgerinitiative, so wird eine alternative Klima- und Energiepolitik bei der Bevölkerung nur dann auf breite Akzeptanz stoßen, wenn die Natur dabei nicht unter die Räder kommt und die Kosten für die Energiewende nicht, wie bisher, auf die Stromkunden abgewälzt, sondern gerechter verteilt werden. Die Initiative plädiert daher dafür, bei der Umsetzung der Klimaziele wieder mehr Rücksicht auf Mensch und Natur zu legen, und sich verstärkt auf die Vermeidung von Treibhausgasen und auf eine effizientere Nutzung der erzeugten Energie zu konzentrieren. Dagegen sollen weniger Fördermittel für den Ausbau volatiler Energieträger bereitgestellt werden. Die Initiatoren der Bürgerinitiative erhoffen sich vom österreichischen Parlament eine Berücksichtigung ihrer Anliegen bei der bevorstehenden Novellierung des Ökostromgesetzes. Weitere Unterstützer der Initiative, die im Jänner vom Parlament behandelt wird, können auf www.parlament.gv.at in der Rubrik Beteiligung der Bürger unterzeichnen.

Rückfragen & Kontakt:

Alfred Schmudermayer
Tel 0664 73811984, Tel 029146333
email: alfred.schmudermayer@gmx.at
www.windparkfrei.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0012